RB Leipzig gegen FC Augsburg: 3 Dinge, die im Bundesliga-Topspiel auffielen

Es war ein harter Kampf, doch am Ende setzte sich RB Leipzig mit 2:0 gegen den FC Augsburg durch und revanchierte sich damit für die Niederlage in der Hinrunde. Die Streitigkeiten von damals zwischen FCA-Kapitän Daniel Baier und RB-Trainer Ralph Hasenhüttl schienen vergessen. Ausschlaggebend für den Leipziger Sieg war eine ungewöhnliche Taktik. Was uns auffiel.

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1. Leipziger Taktikfüchse

Es sollte kein fußballerischer Leckerbissen werden, wie Leipzig-Co-Trainer Zsolt Löw zur Halbzeit im Eurosport-Interview feststellte: "Wir wussten von Anfang an, dass es ein kampfbetontes Spiel wird, deshalb haben wir auch extra Spieler aufgestellt, die dagegen halten können. Unsere Herangehensweise war es, bewusst auf Ballbesitz zu verzichten."
Bewusst auf Ballbesitz verzichten - so lautete also der Leipziger Spielplan für den Auftakt zum 22. Bundesliga-Spieltag gegen Augsburg. Eine interessante neue Taktik, die aber nicht von ungefähr kommt.
Trainer Ralph Hasenhüttl hatte sich das Konzept nach Analyse der Niederlage im Hinspiel überlegt. "Wir haben heute etwas anders gespielt, weil wir wussten, dass Augsburg Probleme hat, wenn wir ihm ein bisschen Raum geben.", erklärte der Österreicher das Vorgehen später.
Die Taktik ging auf: Leipzig behielt den Ball im Vergleich zur Hinrunde deutlich seltener bei sich. Insgesamt 68 Prozent Ballbesitz hatten die Bullen bei der 0:1-Pleite in Augsburg und gaben dabei 14 Torschüsse ab. Mit weniger Ballbesitz (50 Prozent) waren die Sachsen nun viel gefährlicher. Von 22 Torschüssen landeten beim 2:0 (1:0) schließlich auch zwei im Netz, Dayot Upamecano (17. Minute) und Naby Keita (70.) trafen.

2. Khedira auf drei Positionen

Nicht nur Hasenhüttl hatte sich etwas einfallen lassen, auch Augsburg-Trainer Manuel Baum taktierte. Vor allem für Rückkehrer Rami Khedira, der bis Sommer 2017 noch für RB Leipzig spielte, hatte sich Baum eine besondere Rolle ausgedacht. Der Bruder von Weltmeister Sami Khedira sollte gleich drei Positionen gleichzeitig einnehmen.
Augsburg spielte grundsätzlich ein 4-2-3-1-System, in dem Khedira halb rechts im defensiven Mittelfeld aufgestellt war. Doch der 24-Jährige hielt gleichzeitig auch in der Offensive und in der hinteren Viererkette auf. "Rani Khedira - Wahnsinn, welche Flexibilität er mitbringt", staunte Eurosport-Experte Matthias Sammer:
Das taktische Spielchen des FCA funktionierte phasenweise gut, am Ende hatten die Leipziger aber doch zu viel Platz. Khediras Vielfalt war dennoch bemerkenswert.

Pechvogel Hinteregger

Bemerkenswert war auch die Reaktion von Martin Hinteregger auf die lautstarken Pfiffe der Leipziger Zuschauer. Der Österreicher mit RB-Vergangenheit ließ sich absolut nicht aus der Ruhe bringen und zog sein Spiel durch, als würde er das Pfeifkonzert gar nicht hören.
Gegen seinen Ex-Klub zeigte Hinteregger eine solide Leistung, allerdings wurde ausgerechnet er zum Pechvogel. Der groß gewachsene Kärntner fälschte Keitas Freistoß entscheidend ab und verschuldete so das 2:0. Was für ein Pech!
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