So lief das Spiel:

Der BVB bekam im Fernduell mit dem FC Bayern durch die frühe Führung des Rekordmeisters direkt eine Hiobsbotschaft übermittelt, die die Gäste auch tatsächlich zu lähmen schien. Mönchengladbach präsentierte sich als das bissigere Team in den Zweikämpfen, welches auch immer wieder en Weg nach vorne suchte.

Bundesliga
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Ibrahima Traoré durfte aus 25 Metern ungestört Maß nehmen und hatte dabei Pech, dass sein Linksschuss aus halbrechter Position an das linke Lattenkreuz knallte (12.). Auch Jonas Hofmann hatte per Distanzschuss die Möglichkeit auf die Führung, verzog jedoch ebenfalls knapp (17.).

Vom BVB war offensiv kaum etwas zu sehen, ehe es kurz vor der Pause zwei strittige Situationen zu bewerten gab.

Zunächst wurde Marco Reus von Nico Elvedi im Gladbacher Strafraum leicht getroffen. Video-Assistent Bastian Dankert verweigerte jedoch einen möglichen Strafstoß. Mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit ging die auswärtige Borussia dann aber doch in Führung. Reus hielt den Ball hauchdünn im Spiel und flankte auf Jadon Sancho, der aus sechs Metern zum 0:1-Pausenstand einschoss (45.).

Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

Schiedsrichter Manuel Gräfe schaute sich die Szene in der Zeitlupe selbst noch einmal an, blieb aber bei seiner Entscheidung das Tor anzuerkennen. Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild auf dem Rasen extrem.

Vom Wiederanpfiff weg spielte ausschließlich der BVB, der Ball und Gegner nun nach Belieben zu beherrschen schien. Die Kombination vom 0:1 drehte sich in der 54. Minute schlichtweg um. Sancho kam mit Tempo und legte den Ball nach rechts auf Christian Pulisic. Dieser legte mustergültig für Reus quer, der problemlos zum 0:2 einschob.

In der Folge hiss Gladbach die weiße Fahne und ergab sich und der BVB hatte Erbarmen, so dass es beim 0:2 blieb. Trotz der verpassten Meisterschaft feierten die mitgereisten Dortmunder Fans ihr Team mit Standing Ovations.

Bei den Gladbachern hatte Dieter Hecking Tränen in den Augen. Neben seinem Abschied war dafür zumindest teilweise wohl auch das Abrutschen auf Platz fünf und das Verpassen der Champions League die Folge.

Die Stimmen:

Marco Reus (Borussia Dortmund): "Wir haben es letztlich gegen Schalke und gegen Bremen verpasst, näher dran zu sein an den Bayern. Wer am Ende oben ist, hat das auch verdient. Von daher gratuliere ich den Bayern. Für mich ist die Meisterschaft nicht alles. Letztlich war die Chance groß, doch ich habe dennoch Spaß am Fußball, und das Leben geht weiter. Am Ende hat vielleicht etwas die Erfahrung gefehlt. Wenn ich die Bilder vor dem 0:1 noch einmal sehe, war der Ball im Aus."

Roman Bürki (Borussia Dortmund): "Die Niederlage gegen Bayern war nicht ausschlaggebend. Allerdings müssen wir bei allem Respekt gegen Düsseldorf und Nürnberg einfach gewinnen. Es ist sehr enttäuschend. Die Bayern kennen diese Situation, sind viel erfahrener. Das hat uns unter dem Strich vielleicht etwas gefehlt. Jetzt greifen wir nächste Saison voll an."

Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): "Zur Winterpause hätte sicherlich niemand den fünften Tabellenplatz unterschrieben. Doch die Saison war so kompliziert, dass wir am Ende zufrieden sein müssen. Es ist schade, dass der Trainer geht. Er war sowohl sportlich als auch menschlich wirklich sehr gut für uns."

Tweet zum Spiel:

Das Thema Meisterschaft war für die BVB-Fans durch die Führung der Bayern früh in weite Ferne gerückt.

Das fiel auf: Millimeter-Entscheidung

Wieder einmal gab der Videobeweis Anlass zu Diskussionen. Vor dem 0:1 durch Jadon Sancho gab es keine klare Auflösung, ob der Ball bereits im Toraus war oder nicht. Je nach Kameraperspektive wechselten die Meinungen munter durch. Manuel Gräfe erkannte den Treffer letztlich an.

Die Statistik: 6/6

In seinen letzten sieben Spielen gegen seinen Ex-Klub brachte es Marco Reus nun auf sechs Tore und sechs Vorlagen.

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