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Stammplatz-Duelle beim FC Bayern: Wer muss auf die Bank?

Bayerns Stammplatz-Duelle: Wer muss auf die Bank?

11/01/2019 um 11:16Aktualisiert 11/01/2019 um 21:04

Nächste Woche startet die Bundesliga in die Rückrunde. Welche Bayern-Spieler sind unter Niko Kovac gesetzt und wer muss sich einen Stammplatz erkämpfen? Vorne und hinten scheint die Sache relativ klar zu sein. Aber in der Viererkette sowie im Mittelfeld muss Kovac einige harte Entscheidungen treffen. Hinzu kommt für den Trainer eine knifflige Aufgabe mit Joshua Kimmich.

Der Kampf um die Stammplätze beim FC Bayern ist nach dem Wintertrainingslager in Katar eröffnet.

Weil Niko Kovac das Ende der Rotation ausgerufen hat, wird es einige Härtefälle geben. Eurosport.de checkt die Top-Duelle beim Rekordmeister.

Mats Hummels gegen Jérôme Boateng

Die schwere Zeit für Mats Hummels beim FC Bayern dürfte weitergehen. Bis zur Winterpause absolvierte er lediglich neun Bundesliga-Spiele und stand nur sieben Mal in der Startelf. Kovac ist kein großer Fan des Innenverteidigers. Er bevorzugt flinke Abwehrspieler, aber Hummels ist leider nicht mehr der Schnellste.

Niklas Süle ist in der Abwehrzentrale gesetzt. In der Hinrunde wechselten sich Jérôme Boateng (11 Bundesliga-Spiele) und Hummels an der Seite des 23-Jährigen ab, der sich unter Kovac mehr und mehr zum neuen Abwehrchef mausert. Sowohl Hummels als auch Boateng (beide 30) sind nicht mehr unantastbar und haben öfters mit Verletzungsproblemen zu kämpfen.

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"Ich bin sicher, dass der Mats alles geben wird für den Klub, und ich bin von seinen Qualitäten absolut überzeugt."

Arjen Robben gegen Serge Gnabry

Arjen Robben befindet sich auf Abschiedstour beim Rekordmeister. Im Sommer wird er den FC Bayern verlassen. Die Uhr tickt gegen den 34-Jährigen, dessen Platz Serge Gnabry einnehmen wird. In der Hinrunde absolvierte Gnabry bereits 14 Bundesliga-Spiele (4 Tore, 3 Vorlagen). Aber Robben zählt auch neuneinhalb Jahre nach seinem Wechsel zu Bayern noch immer zu den wichtigsten Spielern.

Wenn Robben fit ist, kommt er meist auch zum Einsatz. Bis zur Winterpause spielte er neun Mal und erzielte drei Bundesliga-Treffer. Aber zum Rückrundenstart ist Robben wieder verletzt. Der Flügelflitzer wird gegen Hoffenheim fehlen, weil er unter einer muskulären Überreizung im Oberschenkel leidet. Zuletzt hatte er auch Trainingsrückstand.

Muskuläre Probleme: Robben fällt bis Anfang Januar aus

Muskuläre Probleme: Robben fällt bis Anfang Januar ausSID

Robben meinte in Katar:

"Die ganze Woche war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Für Hoffenheim wird es nicht reichen. Ich muss von Tag zu Tag schauen."

In der Hinrunde verpasste Robben bereits sechs Spiele wegen Verletzungen. Beim Trainingslager in Katar konnte er nur individuelle Einheiten absolvieren. Somit sind die Karten erstmal klar verteilt. Gnabry hat das bessere Blatt.

Kingsley Coman gegen Franck Ribéry

Franck Ribéry zeigte zum Ende der Hinrunde wieder ansteigende Form. In seinen letzten drei Spielen gegen Nürnberg. Leipzig und Frankfurt schoss er vier Tore. Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet, die den Franzosen bereits auf dem absteigenden Ast sahen. Aber Ribéry ist wieder da - wenn nur nicht immer diese Aussetzer abseits des Platzes wären.

Zuletzt fiel er nach dem Verzehr eines Goldsteaks durch üble Beschimpfungen gegenüber seinen Kritikern auf. Der Verein reagierte sofort und verpasste ihm nach Aussagen von Salihamidzic eine saftige Geldstrafe. Kovac scheint weiterhin von Ribéry überzeugt, über den er zu Saisonbeginn sagte: "Er ist nach wie vor ein Weltklassespieler."

Video - Die Akte Ribéry: Skandale und Ausraster

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Coman (22) wird seinen Platz nicht kampflos räumen. Das französische Generationen-Duell geht nach der Winterpause in eine neue Runde. Nach seinem Syndesmosebandriss absolvierte Coman zwar erst vier Spiele sowie einen Kurzeinsatz gegen Frankfurt. Doch die Zukunft spricht eindeutig für Coman - zumal sich Ribéry im Trainingslager verletzte (Muskelfaserriss) und ebenfalls gegen Hoffenheim fehlt.

Thomas Müller gegen James Rodríguez

Besonders spannend dürfte der Kampf um die Position im offensiven Mittelfeld zwischen Thomas Müller und James Rodríguez werden. Nachdem es zu Saisonbeginn überhaupt nicht lief, scheint Müller seine Position jetzt als kongenialer Partner von Robert Lewandowski gefunden zu haben. Seine spielerische Stärke als Freigeist neben dem Polen ist zurück.

James meldet ebenfalls Ansprüche an. Nach seiner Knieverletzung ist der Kolumbianer wieder fit. Mit ihm hat Kovac einen echten Spielmacher zur Verfügung. "Es liegt an jedem selbst, sich wieder in die Mannschaft reinzuspielen", sagt der Bayern-Coach. Müller selbst sieht kein Duell mit dem Südamerikaner. Im "kicker" sagte er, dass er "gerne mit ihm gemeinsam auf dem Platz" stehen würde.

Thomas Müller versprüht wieder Optimismus

Thomas Müller versprüht wieder OptimismusSID

Kovac muss sich entscheiden. Wie der Trainer zuletzt erklärte, wird er sein erfolgreiches Team nicht auseinanderpflücken. Das bedeutet, dass Müller seinen Stammplatz weiterhin sicher hat.

Knifflige Aufgabe: Wohin mit Kimmich?

In der Hinrunde durfte Kimmich bereits drei Mal auf der Doppelsechs sowie einmal im zentralen Mittelfeld ran. Ansonsten spielte er 13 Mal als Rechtsverteidiger.

Zwei Spieler haben Stammplatz sicher

Manuel Neuer und Lewandowski sind gesetzt. Beide brauchen sich keine Gedanken um ihre Stammplätze zu machen. Obwohl Neuer nicht mehr ganz die glänzende Verfassung der vergangenen Jahre hat, führt kein Weg am 32 Jahre alten Schlussmann vorbei.

Falls Kovac seinen Stürmerstar Lewandowski einmal runternimmt, dann nur, um ihn zu schonen.

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