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Hoeneß holt sein Versprechen ein: Darum stockt Bayerns Transfer-Offensive

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Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge

Fotocredit: Getty Images

VonNico Scheck
11/06/2019 Am 17:28 | Update 11/06/2019 Am 17:29

Sie lassen weiter auf sich warten, die ganz großen Transfers des FC Bayern München. Dabei hatten es die Oberen des deutschen Rekordmeisters mehrfach großspurig angekündigt: In diesem Sommer wird eingekauft. Gerüchte gibt es zur Genüge. Leroy Sané, Nicolas Pépé, Rodrigo Hernández, Timo Werner, sie alle werden gehandelt – passiert ist bisher jedoch nichts. Ungeduld macht sich langsam breit.

"Wenn ihr wüsstet, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison..." Die Worte von Uli Hoeneß bei "Sport1" ließen Großes erahnen – und sind derzeit die größte Hoffnung vieler Bayern-Fans. Aber passiert ist bisher recht wenig.

Sicher, da wären die Transfers von Benjamin Pavard (35 Millionen Euro) und Lucas Hernández (80 Millionen Euro). Doch Ersterer war schon vor der Hoeneß’schen Offenbarung bekannt und Hernández überraschte irgendwie dann auch keinen mehr. Viel Geld für einen Verteidiger auszugeben ist in der Fußball-Welt noch immer nicht sexy - selbst, wenn es 80 Millionen Euro sind.

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Hinzu kommt, dass die eigentliche Planstelle, die Flügelposition, weiter in der Schwebe ist. Die Flügelzange "Robbery" hat die Koffer an der Säbener Straße gepackt, bisher stehen mit Kingsley Coman und Serge Gnabry nur zwei echte Nachfolger parat – zu wenig für einen Klub der Marke FC Bayern.

Sané ist die 1-A-Lösung – und sonst?

Nun kann man den Münchnern zugute halten, dass das Transferfenster gerade erst geöffnet hat und noch reichlich Zeit für Neuverpflichtungen bleibt. Doch hat der FCB tatsächlich so viel Zeit? Und hatte Hoeneß nicht gesagt, die Transfers seien bereits sicher? Bei den Fans wächst die Ungeduld zusehends.

Wenn der frisch gebackene deutsche Meister weitere neue Spieler längst sicher hat, konnten es die Verantwortlichen jedenfalls bisher gut für sich behalten.

Das kann man jedoch nicht über laufende Verhandlungen bei den Bayern behaupten. Das Interesse an Leroy Sané ist sowohl von Hoeneß als auch von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bestätigt worden, selbst die eigenen Spieler werben um den deutschen Nationalspieler.

So etwa Joshua Kimmich, der auf Sanés enormes Potenzial verwies und betonte: "Ich an Bayerns Stelle würde den kaufen."

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Und Bayern will Sané auch kaufen, die Frage ist eher: Will Sané auch den FC Bayern? Manchester City lockt offenbar mit einer satten Gehaltserhöhung, bei den Roten hingegen winkt ein Stammplatz, den er bei den "Skyblues" in der abgelaufenen Saison nicht immer hatte.

Sané dürfte die 1-A-Lösung für den Flügel sein, es bahnen sich allerdings langwierige und komplizierte Verhandlungen an. Und wenn der Deal nicht klappt? Könnten mögliche Alternativen bereits weg sein. Eine der Alternativen: Nicolas Pépé, der jedoch ebenfalls sehr begehrt unter den europäischen Top-Klubs zu sein scheint.

Bayern pokert also nicht nur um Sané, sondern muss sich auch gleichzeitig potenzielle Alternativen warm halten – ein gefährliches Pokerspiel. Nach "Bild"-Informationen - so heißt es unter anderem - will der Rekordmeister Timo Werner nun erst im Sommer 2020 verpflichten. Dann wäre er ablösefrei.

Die Konkurrenz legt vor

Die Konkurrenz schläft natürlich auch nicht. Borussia Dortmund legte früh vor und verkündete mit Nico Schulz, Julian Brandt und Thorgan Hazard gleich drei Neuzugänge. Real Madrid ließ nicht lange auf sich warten und hat nun mit Eden Hazard und Luka Jovic zwei dicke Fische innerhalb kürzester Zeit an Land gezogen – und es soll noch weiter geangelt werden.

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Damit dürfte auch den Bayern klar sein: Theoretisch ist noch genügend Zeit, faktisch läuft ihnen aber die Zeit davon. Ob nun Real, der FC Barcelona, Paris Saint-Germain oder Juventus Turin – sie alle planen in diesem Sommer mehr oder weniger große Transfers. Da ist Schnelligkeit das oberste Gebot.

Schließlich soll an der Säbener Straße in dieser Transferperiode der viel beschriene Umbruch weiter vorangetrieben werden. Hinzu kommt, dass man auch den eigenen aufstrebenden Stars wie Kimmich, Gnabry oder auch einem Hernández die Perspektive auf weitere Hochkaräter bieten muss. Angreifer Robert Lewandowski machte sich schon mal für einen Stürmer-Backup stark.

Noch bleibt dem FC Bayern Zeit. Abgerechnet wird erst im August. Entschieden könnte es aber jetzt schon sein. Hoeneß wird ja wohl wissen, was er tut. Oder nicht?

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