SID

Kramer kritisiert Umgang mit Gehirnerschütterungen

Kramer kritisiert Umgang mit Gehirnerschütterungen
Von SID

15/05/2019 um 11:23Aktualisiert 15/05/2019 um 11:37

Christoph Kramer mahnt im Umgang mit Gehirnerschütterungen im Fußball zu mehr Sensibilität. "Ich habe mich ganz viel damit beschäftigt. Das ist ein Thema, das man nicht unterschätzen darf", sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach bei "t-online.de." aus eigener Erfahrung bei der WM 2014. Auch Ärzte warnen vor den Risiken einer Gehirnerschütterung im Fußball.

Mediziner warnen regelmäßig vor Langzeitschäden durch unerkannte oder nicht hinreichend auskurierte Gehirnerschütterungen auch im Fußball. Durch Zusammenstöße und zahllose Kopfbälle ist das Hirn im Fußball grundsätzlich belastet und ein Risiko vorhanden.

Kramer warnt vor Folgen einer Gehirnerschütterung

Mögliche Folgen sind chronische Hirnerkrankungen mit Gedächtnisverlust, Persönlichkeitsveränderung, Depression oder parkinsonähnlichen Symptomen. Zur Vorbeugung sollten betroffene Spieler unter allen Umständen vom Platz genommen werden. Kramer sagte:

"Als ich gelesen habe, was alles passieren kann, habe ich nur gedacht: 'Mist, hoffentlich kannst Du mit 30 noch denken.' "

Der 28-Jährige, der im WM-Finale der deutschen Nationalelf 2014 in Rio de Janeiro gegen Argentinien nach einem Zusammenprall vorübergehend die Orientierung verloren hatte und danach auch aus dem Spiel genommen wurde, geht in entsprechenden Situation auf Nummer sicher: Nach Gehirnerschütterungen "muss man alles durchchecken und auskurieren. Das ist sehr ernstzunehmen".

Im Vergleich zum American Football jedoch hält Kramer die Gefahr von langfristigen Folgen durch akute Hirnverletzungen im Fußball für geringer: "Mich mit einem Football-Profi zu vergleichen, wäre Quatsch. Da kracht es viel häufiger."

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