Fußball
Bundesliga

Haaland nur die Spitze des Eisbergs: Die prominenten Wintertransfers des BVB

Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen

Erling Braut Haaland

Fotocredit: Imago

VonRobert Bauer
13/01/2020 Am 22:00 | Update 14/01/2020 Am 09:21

Borussia Dortmund landete mit der Verpflichtung von Red Bull Salzburgs Erling Haaland einen regelrechten Transfer-Coup. Der 19-Jährige reiht sich damit in die Liste prominenter Winterneuzugänge beim BVB ein. Doch nicht alle Transfers schlugen auch während ihrer Zeit bei den Schwarz-Gelben ein. Eurosport.de beurteilt die namhaftesten Neuverpflichtungen der Borussia in der Winterpause.

  • Alle News zu Borussia Dortmund

Alexander Isak

Bundesliga

Weitere Verstärkung für den BVB? Zorc äußert sich vielsagend

13/01/2020 AM 16:24

Verpflichtet im Winter 2017 von AIK Solna - Ablösesumme 8,6 Millionen Euro

  • 13 Pflichtspiele (1 Tor, 1 Vorlage)

Die Verpflichtung des schwedischen Supertalents entpuppte sich für den BVB als großes Missverständnis. Der damals 17-jährige Angreifer wechselte 2017 für die stolze Summe von 8,6 Millionen Euro von AIK Solna ins Ruhrgebiet, wo er sich allerdings nie wirklich durchsetzen konnte. Das Engagement von Isak bei den Schwarz-Gelben stand von Beginn an unter keinem guten Stern.

"Es ist alles sehr schnell entschieden worden. Der Informationsfluss war sehr kurzfristig. Das ist aber bei solchen Perspektivtransfers ganz normal, dass der Trainer eine späte Rolle hat", erklärte Dortmunds damaliger Trainer Thomas Tuchel und gestand:

Ich kannte den Spieler nicht.

Im vergangenen Sommer trennten sich schließlich die Wege. Der Youngster wechselte für 6,5 Millionen Euro zu Real Sociedad San Sebastián in die spanische La Liga - allerdings sicherte sich der BVB eine Rückkaufoption in Höhe von 30 Millionen Euro.

Alexander Isak

Fotocredit: Getty Images

Matthias Sammer

Verpflichtet im Winter 1993 von Inter Mailand - Ablösesumme 4,25 Millionen Euro

  • 153 Pflichtspiele (23 Tore, 24 Vorlagen)

Ein absoluter Glücksgriff für den BVB: Sammer wechselte im Winter 1993 von Inter Mailand in Richtung Dortmund und füllte in seinen fünfeinhalb Jahren den Trophäenschrank der Schwarz-Gelben wie kaum ein anderer Spieler der Borussia.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler wurde während seiner Zeit beim BVB zweimal Deutscher Meister, zweimal Fußballer des Jahres, einmal Champions-League-Sieger und gewann als Krönung 1996 als bislang letzter deutscher Spieler den Ballon d'Or.

Im Sommer 1998 beendete Sammer seine glanzvolle Karriere und gilt seit jeher als einer der besten Wintereinkäufe in der Vereinshistorie von Borussia Dortmund.

Michy Batshuayi

Geliehen im Winter 2018 vom FC Chelsea - keine Ablösesumme, Leihgebühr 1,5 Millionen Euro

  • 14 Pflichtspiele (9 Tore, 1 Vorlage)

Der belgische Nationalstürmer wurde im Winter der Saison 2017/18 als Ersatz für den zum FC Arsenal abgewanderten Pierre-Emerick Aubameyang vom FC Chelsea ausgeliehen und beeindruckte während seines rund sechsmonatigem Bundesliga-Engagements mit einer eindrucksvollen Torquote. Bereits bei seinem Debüt im Trikot der Schwarz-Gelben schnürte Batshuayi gegen den 1. FC Köln einen Doppelpack und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Insgesamt traf der Torjäger in 14 Partien neunmal und rettete dem BVB in einer chaotischen Saison, inklusive der Entlassung von Trainer Peter Bosz, immerhin noch die Teilnahme an der Champions League.

Obwohl BVB-Boss Hans-Joachim Watzke den Leihstürmer fest verpflichten wollte ("Das Interesse ist grundsätzlich da") scheiterte ein Transfer letztlich an den überzogenen Ablöseforderungen der Blues. Heute findet sich der 26-Jährige wie so oft in seiner Karriere als Edelreservist an der Stanford Bridge wieder.

Schießt sich in BVB-Geschichtsbücher: Michy Batshuayi

Fotocredit: SID

Manuel Akanji

Verpflichtet im Winter 2018 vom FC Basel - Ablösesumme 21,5 Millionen Euro

  • 67 Pflichtspiele (1 Tor, 1 Vorlage)

Der bis dato nur in Kennerkreisen bekannte Innenverteidiger schloss sich Borussia Dortmund im Januar 2018 für die damalige vereinsinterne Rekordsumme für einen Defensivspieler an.

Der 24-Jährige etablierte sich von Beginn an im Defensivverbund des achtmaligen Deutschen Meisters und trug im vergangenen Jahr als Abwehrchef zur starken Saison des BVB bei.

In der laufenden Spielzeit konnte Akanji leistungsmäßig nicht mehr ganz an seine Form aus der Vorsaison anknüpfen und spielte eine vergleichsweise schwächere Hinserie. Die Kritik an seiner Person wollte der Schweizer Nationalspieler jedoch nicht auf sich sitzen lassen.

"Ich glaube nicht, dass ich bisher nur schlecht gespielt habe. Aber in der letzten Saison war es auch einfacher für mich. Wenn es der Mannschaft läuft, sieht man automatisch auch besser aus", konterte Akanji.

Nichtsdestotrotz kann auch der zweifache Schweizer Meister als sinnvolle Winterinvestition der BVB-Verantwortlichen bezeichnet werden.

Tomas Rosicky

Verpflichtet im Winter 2001 von Sparta Prag - Ablösesumme 14,5 Millionen Euro

  • 189 Pflichtspiele (24 Tore, 46 Vorlagen)

Einer der wohl prominentesten Neuzugänge des BVB in den vergangenen zwei Dekaden. Der tschechische Spielmacher zog über fünfeinhalb Jahre hinweg die Fäden im Dortmunder Mittelfeld und begeisterte die Fans und Verantwortlichen im Westfalenstadion.

"Tomas Rosicky ist ein Riesenfußballer. Alles, was mit dem Außenrist zu spielen ist, spielt er mit dem Außenrist. Das zeigt seine Ausnahmefähigkeiten", schwärmte einst BVB-Coach Sammer. Der größte Erfolg von Rosicky mit den Schwarz-Gelben war zweifelsohne der Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der Spielzeit 2001/2002.

Nach seiner erfolgreichen Zeit in Dortmund wechselte er 2006 für eine Ablöse von zehn Millionen Euro zum FC Arsenal.

Tomás Rosický (l.) und Ewerthon (r.) bei Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

Kevin Kampl

Verpflichtet im Winter 2015 von Red Bull Salzburg - Ablösesumme 12 Millionen Euro

  • 19 Pflichtspiele (kein Tor, 3 Vorlagen)

Nach einer mehr als enttäuschenden Hinrunde der Saison 2014/15 und Platz 17 in der Tabelle reagierte die Vereinsführung der Borussia und verstärkte sich mit Kevin Kampl von Red Bull Salzburg. Wettbewerbsübergreifend kam der slowenische Nationalspieler in 19 Partien zum Einsatz, in denen er drei Torvorlagen verbuchen konnte.

Nach lediglich einem halben Jahr zog der zentrale Mittelfeldmann weiter zu Ligakonkurrent Bayer Leverkusen. Der vorzeitige Abgang von Kampl war jedoch nicht im Sinne des BVB, wie er selbst bestätigte.

So schnell wieder zu gehen, war meine Entscheidung. Der BVB wollte das gar nicht. Ich hätte mich langfristig sicher in Dortmund durchgesetzt, aber ich wollte nach Leverkusen, weil dort Roger Schmidt Trainer war.

Aktuell steht der 29-Jährige bei Herbstmeister RB Leipzig unter Vertrag, bei dem er in der Hinrunde verletzungsbedingt nur viermal zum Einsatz kam.

Das könnte Dich auch interessieren: Weitere Verstärkung für den BVB? Zorc äußert sich vielsagend

Bundesliga

Havertz-Transfer: Matthäus sieht noch Chance für Bayern

VOR 11 STUNDEN
Bundesliga

Lockt der FC Bayern einen Arsenal-Star an die Isar?

GESTERN AM 18:38
Ähnliche Themen
FußballBundesligaBorussia Dortmund
Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen