So lief das Spiel:

Der Tabellenvierte aus Mönchengladbach tat erwartungsgemäß mehr für die Partie. Durch Patrick Herrmann kamen die Gastgeber in der Anfangsphase zu einigen gefährlichen Strafraumszenen, konnten aber keine hundertprozentigen Chancen herausspielen. Mainz stand tiefer, war aber präsent und spielte mit.
Nach nur zwölf Minuten verwertete Robin Quaison einen Steilpass zur Führung (0:1, 12.), nicht nur Fabian Johnson, der zu weit vom Mann entfernt war, sondern auch die gesamte Gladbacher Abwehrreihe sah schlecht aus.
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Die Fohlen schienen sich vom frühen Gegentor beeindrucken zu lassen und wirkten in der Folge nervös, das Spiel verlor an Genauigkeit. Die Gäste dagegen pirschten sich Schritt für Schritt näher an das gegnerische Tor und kamen vor allem durch Standards zu Gelegenheiten.
Doch genau in die Mainzer Drangphase fiel dann der Ausgleich: Nach einem gut getretenen Freistoß von Oscar Wendt schob Alassane Pléa zum 1:1 ein (24.). Diesmal glänzte die Mainzer Abwehrreihe durch Abwesenheit. Nach turbulenter Anfangsphase kühlte sich die Partie ein wenig ab. Das Spiel blieb zwar sehenswert, die Höhepunkte wurden zur Pause hin aber etwas weniger. Mit 1:1 ging es in die Kabine.
Nach der Pause ging es nicht ganz so turbulent weiter wie zu Beginn. Die Fohlen hatten wieder mehr Spielanteile, ließen den Ball aber sicherer laufen und leisteten sich keine Abwehrschnitzer. Mainz setzte seinen Konterfußball fort, nach rund einer Stunde egalisierten sich die Mannschaften weitestgehend.
Beide Abwehrreihen standen jetzt sicherer, was aber auch ein Minus an Torchancen zur Folge hatte. Bis zur 75. Minute passierte nicht viel, doch dann holte Alassane Pléa zu seinem zweiten Streich aus: Wieder nach einem ruhenden Ball und wieder mangels Zuordnung in der Viererkette schob er in der 76. Minute zur Gladbacher Führung ein (2:1).
Nach einem etwas optimistischen Klärungsversuch per Kopf von Keeper Robin Zentner traf Florian Neuhaus spektakulär aus gut 35 Metern sogar noch zum 3:1 (88.). Die Entscheidung.
Mainz bleibt weiter in der Abstiegszone, Gladbach klettert vorübergehend auf Platz zwei.

Die Stimmen zum Spiel:

Ridle Baku (FSV Mainz 05): "Wir sind eigentlich perfekt in die Partie gekommen, gehen 1:0 in Führung. In der zweiten Hälfte wollten wir mehr investieren – das ist uns nicht sonderlich gelungen. Dann kriegen wir durch Unachtsamkeit das 2:1, da war das Spiel fast schon gelaufen."
Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Es ist vieles aufgegangen: Wir standen kompakt, haben Bälle erobert, über die Kette gespielt. Wir haben etwas zu wenig aus den Balleroberungen gemacht. In der zweiten Hälfte war klar, das Gladbach Gas geben würde. Ärgerlich sind die Standard-Gegentore."
Alexander Hack (FSV Mainz 05): "Du kannst kein Spiel gewinnen, wenn du zwei Standard-Gegentore bekommst."

Der Tweet zum Spiel:

Das 1:1 in der 24. Minute von Alassane Pléa war Gladbachs erstes Tor im Kalenderjahr 2020.

Das fiel auf: Fehlerquote

Beide Tore der ersten Halbzeit fielen nach langen Bällen, bei denen die Viererketten nicht aufpassten und die Zuordnung verloren. Nach der Pause stabilisierten sich beide Mannschaften – sicher zur Freude ihrer Trainer, allerdings auf Kosten der Attraktivität. In Hälfte zwei sahen die Fans deutlich weniger Torraumszenen.

Die Statistik zum Spiel: 50

50 Prozent ihrer Torschüsse verwandelte die Borussia am Samstag. Ein deutlich besserer Wert als der Mainzer (11%). Logische Konsequenz: Heimsieg.
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