Bundesliga-Simulation: FC Bayern wird Meister, Werder steigt ab

Der Fußball in den besten Ligen Europas ruht aufgrund der Coronavirus-Pandemie - und noch ist völlig unklar, ob die Bundesliga-Saison bis 30. Juni 2020 zu Ende gespielt werden kann. Datenanbieter "Gracenote" bot nun eine Entscheidungshilfe an und simulierte die Spielzeiten der Top-Ligen aufgrund der eigenen Daten-Matrix ("Euro Club Index") zu Ende. In Belgien wurde die Liga bereits beendet.

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Simon Gleave, Head of Sports Analysis bei "Gracenote" sagte dazu:
Der Datenanbieter hat das bereits getan - mit folgendem Ergebnis für die Bundesliga:
PlatzVereinPunkte aktuellPunkte simuliert
1. (1.)FC Bayern5575
2. (3.)RB Leipzig5068
3. (2.)Bor. Dortmund5168
4. (4.)Bor. M'gladbach4962
5. (5.)Bayer Leverkusen4762
6. (6.)FC Schalke 043749
7. (9.)TSG Hoffenheim3549
8. (7.)VfL Wolfsburg3646
9. (8.)SC Freiburg3645
10. (12.)Eintracht Frankfurt2843
11. (10.)1. FC Köln3242
12. (11.)1. FC Union Berlin3040
13. (14.)FC Augsburg2737
14. (13.)Hertha BSC2837
15. (15.)1. FSV Mainz 052635
16. (16.)Fortuna Düsseldorf2230
17. (17.)Werder Bremen1830
18. (18.)SC Paderborn1621
Den FC Bayern sehen die Datenspezialisten also wie schon seit 2013 als neuen alten Deutschen Meister. Dahinter würden RB Leipzig und Borussia Dortmund aufgrund des besser prognostizierten Torverhältnisses für die Roten Bullen die Plätze tauschen, aber ebenso in die Champions League einziehen. Das gilt auch für Borussia Mönchengladbach (4.).

Werder Bremen nur auf Platz 17

Die Europa-League-Plätze würde dann Bayer 04 Leverkusen und der FC Schalke 04 belegen. Die TSG 1899 Hoffenheim würde es als Siebter ins internationale Geschäft schaffen, wenn der DFB-Pokal nicht zu Ende gespielt werden kann und somit ein weiterer Europa-League-Platz über die Liga-Tabelle vergeben werden müsste.
Am Tabellenende würde sich dieser Berechnung zufolge nichts ändern: Werder Bremen (17.) und der SC Paderborn (18.) stiegen direkt ab, Fortuna Düsseldorf (16.) läge auf dem Relegationsrang.
Anhand der aktuellen Tabellensituation haben die Experten neben der prognostizierten Endtabelle aber auch einfache Wahrscheinlichkeiten berechnet. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der FC Bayern Meister wird, trotz des aktuell eher geringen Vorsprungs an der Tabellenspitze von "nur" vier Punkten bei bereits satten 84,37 Prozent.

Gladbach chancenlos - Paderborn tief unten drin

Der BVB hätte demnach nur noch eine 7,78 prozentige Wahrscheinlichkeit auf den Titel, Leipzig nur noch eine von 7,19 auf die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Bei Borussia Mönchengladbach liegt die Titelwahrscheinlichkeit sogar nur noch bei 0,39 Prozent.
Dass Paderborn als aktuell Tabellenletzter am Ende auf einem der drei letzten Plätze der Liga landet, ist laut der Prognose dagegen zu 99,48 Prozent Wahrscheinlich. Werder Bremen landet demnach auch zu 74,76 Prozent in der roten Zone.
Dass Union Berlin noch etwas mit dem Abstieg zu tun bekommt, ist demnach nur noch zu 2,57 Prozent wahrscheinlich.

FC Liverpool ist durch

In England ist die Sache noch klarer: Der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp hat laut "Gracenote" angesichts von bereits 25 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze den Titel zu 100 Prozent eingefahren. "Die Simulation mit dem 'Euro Club Index' zeigt klar, dass Liverpool der sichere Meister ist", sagt Gleave.
Die Reds, die nach 29 Spielen bereits bei 80 Zählern stehen, beenden die Premier-League-Saison laut der Simulation mit 102 Punkten vor ManCity (jetzt 57, dann 80), Leicester City (53/66) und dem FC Chelsea (48/63). Manchester United (45/62) bliebe vermeintlich nur der Europa-League-Platz - es sei denn die von der UEFA ausgesprochene Europapokal-Sperre gegen den Stadtrivalen bleibt bestehen.
Tottenham Hotspur (41/56) und der FC Arsenal (40/55) brächten die Saison auf den Plätzen sieben und acht enttäuschend zu Ende. Absteigen müssten AFC Bournemouth (27/35), Aston Villa (25/34) und Norwich City (21/30).

Juventus Turin und FC Barcelona an der Spitze

In Italien ginge der Scudetto laut Simulation erneut an Juventus Turin (jetzt 63, dann 91) vor Lazio Rom (62/83), Inter Mailand (54/80) und Atalanta Bergamo (48/72).
Die AS Rom (45/66), der SSC Neapel (39/62) und der AC Milan (36/54) hätten in der Serie A in Sachen Champions League das Nachsehen.
In Spaniens LaLiga sehen die "Gracenote"-Experten derweil den FC Barcelona vorne - der aktuelle Zwei-Punkte-Vorsprung (58 zu 56) auf Real Madrid vergrößere sich demnach in der Simulation auf vier Punkte zum Saisonende (73 zu 69).

Atlético macht Sprung - PSG eindeutig vorne

Atlético Madrid (aktuell 45, dann 66) gelänge demnach aber noch ein Sprung von Platz sechs auf Rang drei in die Champions League. Vierter Champions-League-Teilnehmer wäre der FC Sevilla (47/65) - zum Leidwesen des FC Getafe (46/62). Absteigen würden CD Leganés (23/34), RCD Mallorca (25/33) und RCD Espanyol (20/32).
In Frankreichs Ligue 1 steht Paris Saint-Germain laut "Gracenote" bereits zu 99,98 Prozent als Meister fest, entsprechend groß ist der Vorsprung in der Simulation (jetzt 68, dann 95) mit 24 Punkten auf Olympique Marseille (56/71).
Die AS Monaco käme trotz Aufholjagd "nur" auf Rang sechs ins Ziel (40/54). Nimes Olympique (27/37), der SC Amiens (23/33) und der FC Toulouse (13/21) können sich demnach nicht mehr vom Tabellenende lösen.
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