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BVB: So plant Borussia Dortmund mit seinen sieben Leihspielern
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Publiziert 12/07/2020 um 20:48 GMT+2 Uhr
Gleich sieben Spieler hatte Borussia Dortmund in der Saison 2019/20 verliehen. Wie plant der BVB nun nach ihrer Rückkehr mit ihnen? Um Kosten einzusparen, soll unter viele der Personalien ein endgültiger Schlussstrich gezogen werden. Was sich allerdings mitten in der Corona-Krise als problematisch herausstellt. Bei Ömer Toprak und Jeremy Toljan herrscht bereits Klarheit.
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Als Werder Bremen endlich - nach zwei Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim - als Sieger der Bundesliga-Relegation feststand, herrschte auch beim Vizemeister Borussia Dortmund Klarheit. Zumindest in einer Personalie.
Der Weiterhin-Bundesligist aus dem Norden war nach dem geglückten Klassenerhalt dazu gezwungen, den vom BVB ausgeliehenen Ömer Toprak fest zu verpflichten. 3,5 Millionen Euro überwies Werder für den Innenverteidiger ins Ruhrgebiet.
Für Dortmund klärte sich damit die erste von einigen Leihpersonalien in diesem Sommer. Der Verkauf des 30-Jährigen war fest eingeplant - man plante nicht mehr mit ihm.
Toprak geht es damit wie sechs weiteren seiner in der vergangenen Saison ausgeliehenen Kollegen. Am liebsten würde die Borussia alle dauerhaft abgeben, weil sie den eigenen Etat belasten. Keiner der Rückkehrer soll dauerhaft bleiben. Wir werfen einen Blick auf die Personalien.
Felix Passlack - Das uneingelöste Versprechen
Der mittlerweile 22-Jährige galt in seiner Jugendzeit als kommender Stammspieler bei den Profis. Wirklich durchsetzen konnte er sich dort aber nie. Also begann irgendwann die Leiharie, die den Rechtsverteidiger über die TSG Hoffenheim und Norwich City in der vergangenen Saison zu Fortuna Sittard führte.
Dort gehörte er zum Stammpersonal, verbuchte in 28 Partien drei Tore und vier Vorlagen. Eine Zukunft in der Eredivisie hat er aber wohl nicht. Genauso wenig wie in Dortmund, wo er noch einen bis in den Sommer 2021 datierten Vertrag besitzt.
Wie zu hören ist, wird man Passlack vonseiten der Borussia keine Steine in den Weg legen, sollte er sich mit einem neuen Verein anfreunden können. Im Moment sieht es nach einem Abgang aus. Das jedenfalls legen die Aussagen von Passlack selbst nahe.
"Die aktuelle Situation rund um das Coronavirus macht die Sache nicht einfacher", sagte er bereits vor einem Monat. Und weiter: "Erstmal habe ich einen Vertrag in Dortmund. Entscheidend wird aber sein, dass ich im Sommer den nächsten Schritt nach vorne machen kann und meine persönliche Entwicklungskurve weiter nach oben zeigt."
Das dürfte ihm nur bei einem anderen Arbeitgeber gelingen.
Dzenis Burnic & Sergio Gomez - Kommt da noch was?
Seit Januar 2019 war Burnic an Dynamo Dresden ausgeliehen. Zuletzt stieg er mit den Sachsen in die dritte Liga ab. Nun kehrt er zum BVB zurück. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr, das Gehalt ist nicht besonders hoch.
Von daher hat ein Verkauf des 22-Jährigen nicht oberste Priorität. Solle es aber einen Interessenten geben, werden sich Michael Zorc und Co. mit einem sofortigen Verkauf des Talents beschäftigen, auch wenn Burnic selbst auf eine Zukunft bei seinem Heimatverein hofft.
Gleiches gilt für Gomez. Der Spanier - 2018 aus der Jugend des FC Barcelona gekommen - gilt nach wie vor als großes Talent. Es bleibt aber fraglich, ob er den Durchbruch auf allerhöchster Ebene schaffen kann.
Sein Jahr beim spanischen Zweitligisten SD Huesca war ein Schritt in die richtige Richtung. Dort gehörte er zum erweiterten Stammpersonal. Wenn die Liga beendet ist, kehrt der 19-Jährige zunächst nach Dortmund zurück. Es ist aber nicht klar, ob er lange bleibt.
Eine endgültige Entscheidung hat die Vereinsführung des BVB noch nicht getroffen.
Jeremy Toljan - Er hat seinen Platz gefunden
In Dortmund fasste der ehemalige U21-Nationalspieler nie wirklich Fuß. Ganz anders war das in Italien. Bei Sassoulo Calcio war er auf der rechten Abwehrseite kaum wegzudenken.
Weil der Verein aber durch die Corona-Pandemie finanziell hart getroffen wurde, konnte man die vereinbarte Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro nicht ziehen. Mit dem BVB einigte man sich aber trotzdem.
Toljan wird ein weiteres Jahr ausgeliehen und bleibt auch danach in Sassuolo. Der neue Leihvertrag beinhaltet eine Kaufverpflichtung.
André Schürrle - Verlust auf allen Seiten
Der Weltmeister von 2014 steht in diesem Sommer erneut am Scheideweg seiner Karriere. Er ist zwar weiterhin der zweitteuerste Einkauf der Dortmunder Vereinsgeschichte, prägen konnte er den Klub aber nie.
Im Sommer nun soll die unglückliche Ehe nach vier Jahren - ein Jahr vor Vertragsende - endgültig geschieden werden.
Zuletzt hatte Schürrle sein Glück in Russland versucht. Spartak Moskau plant aber auch nicht weiter mit ihm. Deswegen kamen zwischenzeitlich sogar Gerüchte über ein eventuelles Karriereende des 29-Jährigen auf.
So weit ist es dann aber doch noch nicht. Schürrle will noch weiterspielen und dürfte auch einen neuen Klub finden. Die Chancen darauf sind jedenfalls gestiegen, seit publik wurde, dass die Borussia nur rund zwei Millionen Euro Ablöse fordert ("Bild"). Es wäre das größte Minusgeschäft der Vereinsgeschichte.
Marius Wolf - Ist er ein Berliner?
24 Einsätze verzeichnete der ehemalige Frankfurter in der abgelaufenen Saison für Hertha BSC. Dann bremsten ihn Probleme mit der Syndesmose aus und Hertha installierte einen neuen Trainer.
Unter Bruno Labbadia hat der 24-Jährige bislang aufgrund der Verletzung noch nicht spielen können. Trotzdem überlegt man in Berlin, den Außenstürmer fest zu verpflichten. Allerdings nicht zu dem im Leihvertrag verankerten Preis von 20 Millionen Euro. Hertha-Manager Preetz will nachverhandeln.
"Marius tut unserem Spiel gut. Er hat einen riesigen Willen, ist sehr laufstark, schiebt ständig an und lässt sein Herz auf dem Platz. Er hatte, wie die meisten anderen Spieler bei uns auch, Leistungsschwankungen und kann sicher noch beständiger werden. Aber wir wissen, was wir an ihm haben, und würden mit ihm gern über die Saison hinaus zusammenarbeiten“, sagte der Vereinsboss schon im April.
In Dortmund wird man sicher nicht auflegen, sollte Preetz anrufen. Man selbst plant nicht mit Wolf.
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