Dayot Upamecano verlängert bis 2023 bei RB Leipzig

Der umworbene Dayot Upamecano bleibt vorerst bei RB Leipzig. Das 21 Jahre alte Abwehr-Ass verlängerte seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag um zwei weitere Jahre bis 2023. Es gilt als sicher, dass im neuen Arbeitspapier eine Ausstiegsklausel verankert ist, die laut "Bild" bis zu 50 Millionen Euro betragen soll. Unter anderem der FC Bayern und Arsenal sollen am Franzosen dran sein.

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In Wohnzimmer von Dayot Upamecano hängt ein großes Bild von ihm mit einem Löwen. "Ich mag ihre Art", sagte der Abwehrspieler von RB Leipzig einmal, "dieses Majestätische, vor allem ihre Ruhe. Nur wenn sie gereizt werden oder ihr Rudel attackiert wird, werden sie gefährlich." So hat Upamecano in seinen bislang dreieinhalb Jahren auch für RB gespielt: unaufgeregt - aber (fast) immer zur Stelle, wenn es brannte.
Schon jetzt, im Alter von 21 Jahren, gilt der körperlich robuste und extrem schnelle Franzose als einer der besten Innenverteidiger der Bundesliga. Nicht wenige halten ihn sogar für den besten. Bayern München, nahezu alle Topklubs in England und sogar Real Madrid sollen Interesse an ihm haben. Doch "Upa" geht den Werner-Weg: erst verlängern und vermutlich ein Jahr später für eine feste Ablöse wechseln.

RB-Sportdirektor Krösche: Upamecano einer "unserer zentralen Spieler"

Am Freitag gab RB bekannt, dass das begehrte Abwehr-Ass seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag um zwei Jahre bis 2023 verlängert hat. Auch ohne offizielle Bestätigung ist klar: Das neue Arbeitspapier enthält eine Klausel, nach der Upamecano vorzeitig wechseln darf. Laut "Bild" beträgt diese bis zu 50 Millionen Euro.
Man habe "einen unseren zentralen Spieler" binden können, freute sich RB-Sportdirektor Markus Krösche, "der eine Identifikationsfigur für unseren Verein ist und unsere Spielphilosophie perfekt verkörpert". Und Upamecano selbst wolle "die nächsten Etappen und Ziele" mit dem "unglaublich ambitionierten Verein" angehen.
Durch den neuen Vertrag ergibt sich eine Win-win-Situation. Der Klub darf sich noch mindestens ein Jahr der Dienste des bärenstarken Abwehrspielers erfreuen und hat einen ablösefreien Abgang 2021 vermieden. Und der Spieler darf darauf hoffen, dass die Coronakrise in einem Jahr überstanden ist. Denn viele interessierte Vereine wurden von der 60-Millionen-Euro-Forderung aus Leipzig abgeschreckt.

Upamecano schwächelte nach dem Restart

Upamecanos selbst lieferte mit seinen durchwachsenen Leistungen nach dem Restart wenig Argumente, warum ein Klub ausgerechnet jetzt so viel Geld für einen Abwehrspieler ausgeben sollte. "Upa, das weiß er auch selber, spielt jetzt nicht die beste Phase", hatte Trainer Julian Nagelsmann gesagt.
Upamecano hätten auch die Wechselgedanken aus dem Tritt gebracht, glaubte Nagelsmann: "Er ist ein junger Kerl, um den es viele Gerüchte gibt, der mit Topklubs in Verbindung gebracht wird. Da ist es normal, dass er auch mal schwächere Phasen hat."

Parallelen zu Timo Werner

Die Parallelen zum Fall Timo Werner sind unverkennbar. Auch der Nationalstürmer durchlief eine Schwächeperiode, ehe er seine Zukunft klärte und den Vertrag verlängerte. Ein Jahr später unterschrieb er beim FC Chelsea und bescherte RB einen Geldregen (53 Millionen Euro).
Apropos Werner und Upamecano: Bei seinem ersten Training für Leipzig hatte der Abwehrmann sofort den Turbo gezündet und im ersten Sprintduell den fast uneinholbaren Werner gestoppt. Nicht nur der Torjäger staunte damals über den neuen "Löwen" in seinem Team.
(SID)
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