Drei Dinge, die bei Borussia Dortmund (BVB) gegen Eintracht Frankfurt auffielen
Publiziert 15/02/2020 um 00:36 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund feiert nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie einen 4:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt. Besonders wichtig war es für Schwarz-Gelb, die zuletzt so schmerzlich vermisste defensive Stabilität wiederzufinden. Im Mittelfeld ersetzte Emre Can den verletzten Julian Brandt und wurde auf Anhieb zum Chef, auf den Außen wirbelte ein marokkanisch-portugiesisches Duo. Was auffiel.
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1. Defensive stabilisiert
Lukasz Piszczek ist einer der erfahrensten Dortmunder Spieler, deshalb wollte er von anfänglichem Ballast aus der jüngsten Niederlagen in Bremen (2:3) und Leverkusen (3:4) – mit sieben Gegentoren - offiziell auch nichts wissen. "Das hatten wir beim Anpfiff schon hinter uns gelassen", beteuerte der 34-jährige Verteidiger nach dem 4:0 gegen Frankfurt.
Den wohltuend klaren Erfolg, vier Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain, leitete der Pole mit dem ersten Treffer ein.
Besonders stolz waren die BVB-Spieler auf ihre blitzsaubere Defensivarbeit, die allein kurz nach Wiederbeginn einige Wimpernschläge lang Pause machte.
"Da waren wir ein bisschen zu passiv", griff Abwehrchef Mats Hummels den fast komplett überwundenen Schwachpunkt der letzten Wochen auf. Unmittelbar nach Ende der Mini-Auszeit trafen die Gastgeber zum 2:0 und 3:0 – weswegen Eintracht-Coach Adi Hütter treffend analysierte:
2. Anführer Can
Emre Can gehört zwar gerade einmal seit zwei Wochen zum Dortmunder Kader, in die Rolle des Häuptlings mit Fußballschuhen ist der 26-Jährige trotzdem längst geschlüpft. Cans Auswechslung nach gut einer Stunde begründete Trainer Lucien Favre ("Das war nötig") damit, dass der bei Juventus entliehene Mittelfeldakteur unter der Woche nur am Donnerstag habe trainieren können.
Die Kurzarbeit auf dem Trainingsplatz hinderte den Nationalspieler allerdings nicht daran, sich gegen Frankfurt durch erstklassige Tacklings, enormen Einsatzwillen und ständiges Beglückwünschen oder Aufmuntern seiner Mitspieler zum Dreh- und Angelpunkt im BVB-Ensemble aufzuschwingen.
"Er erobert die Bälle so, dass der Gegner nichts mehr machen kann, nicht mehr weiter weiß", erklärte Favre – und betonte:
3. Furiose Flügelzange
Die Gäste aus Hessen hatten mit den Dortmundern generell ihre liebe Not, überdurchschnittlich zu schaffen machte ihnen aber die Flügelzange mit Achraf Hakimi und Raphael Guerreiro. Das marokkanisch-portugiesische Duo sorgte bei den Borussen für die meisten Torschüsse, die meisten Torschussvorlagen, hatte die meisten Ballkontakte.
Noch einen Tick mehr als Hakimi, der das 1:0 durch Piszczek sowie das 3:0 durch Erling Haaland mustergültig vorbereitete, bestach dabei der 26-jährige Guerreiro: Von der ersten Sekunde an hochgradig aufmerksam, traf er nach neun Minuten mit einem Freistoß den Außenpfosten, überzeugte mit geschickten Balleroberungen und schnellen Vorstößen, ehe er mit einem ansehnlichen Fernschuss zum Endstand traf.
"Ein tolles Gegenpressing von ihm, 22 Meter vor dem Tor – und dafür ist er auch direkt belohnt worden", lobte Innenverteidiger Hummels.
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