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Drei Dinge, die beim BVB auffielen: Brandt macht es zu seinem Projekt

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Borussia Dortmund jubelt über ein Tor in Wolfsburg

Fotocredit: Getty Images

VonTobias Hlusiak
23/05/2020 Am 19:03 | Update 23/05/2020 Am 20:12
@THlus

Borussia Dortmund gewinnt auch das zweite Spiel nach der Corona-Pause beim VfL Wolfsburg mit 2:0 (1:0) und präsentiert sich rechtzeitig zum Knaller gegen Bayern in Top-Form. Das Spitzenspiel am kommenden Dienstag wirft bereits seine Schatten voraus, während Julian Brandt weiter groß aufspielt und Jadon Sancho geschont wird. Was uns beim BVB-Sieg über die "Wölfe" auffiel.

1. Außen spielt die Musik

Schon nach dem deutlichen Erfolg im Revierderby vor Wochenfrist war Raphael Guerreiro in aller Munde. Zwei Tore hatte der Portugiese beigetragen.

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Der Mann auf der linken Außenbahn präsentierte sich nun auch beim Sieg in Wolfsburg in absoluter Topform. Nicht nur, dass der 26-Jährige den so wichtigen ersten Dortmunder Treffer erzielte, er hatte auch sonst stets seine Füße im Spiel.

Guerreiro machte nicht nur an der linken Linie Tempo, sondern rochierte immer wieder in die Mitte, belebte das - besonders in der ersten Hälfte - starke Offensivspiel der Dortmunder. Nach Problemen zu Saisonbeginn - als es sogar eher nach einem Abgang in Richtung PSG aussah - hat sich Guerreiro wieder unverzichtbar gemacht.

Seine Vertragsverlängerung bis ins Jahr 2023 hat ihn stabilisiert.

Sowieso stabil performt Guerreiros rechter Gegenpart Achraf Hakimi seit vielen Wochen und Monaten. Gegen die "Wölfe" machte er mit seinem vierten Saisontreffer den Deckel drauf.

Noch ist die Zukunft des Marokkaners nicht geklärt. Eine kleine Chance auf einen Verbleib im Ruhrgebiet besteht also noch. Denn eigentlich müsste Hakimi im Sommer zurück zu seinem Stammverein Real Madrid.

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Borussia Dortmund jubelt über ein Tor in Wolfsburg

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2. Bayern schon in Sichtweite

Sowohl in der Tabelle - vier Punkte Rückstand vor dem Spiel, einer danach - als auch bei Erstellung der Startaufstellung, ging der Blick der Borussen Richtung FC Bayern München.

Vor dem Spitzenspiel am kommenden Dienstag (ab 18:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) verzichtete Coach Lucien Favre wie schon gegen Schalke auch in Wolfsburg auf Jadon Sancho in der ersten Elf. Der Engländer kam erst nach 65 Minuten ins Spiel.

Gegen den Rekordmeister dürfte der beste BVB-Scorer dieser Saison aller Voraussicht nach wieder zum Stammpersonal gehören.

Gleiches gilt für Emre Can. Der Nationalspieler hatte beim Derbysieg noch komplett gefehlt. Nun nahm er immerhin wieder auf der Bank Platz. Zumindest für eine Halbzeit.

Dann musste er seinen komfortablen Platz auf der Tribüne aufgeben und Mats Hummels ersetzen. Auch das mit Blick auf die Bayern. Denn der Abwehrchef plagte über Probleme mit dem Fuß. Seine Auswechslung war dann eine Vorsichtsmaßnahme. Gegen Bayern wird Hummels - Stand jetzt - wieder mit von der Partie sein.

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3. Brandt macht es zu seinem Projekt

Im vergangenen Sommer kam Julian Brandt aus Leverkusen an den Borsigplatz. Ein viel beachteter Transfer, der aber zunächst gar nicht mal so richtig zündete.

Brandt brauchte etwas, um sich reinzufühlen in diese Dortmunder Mannschaft, die - gerade in der Offensive - nur so vor individueller Klasse strotzt. Auch tat es dem Nationalspieler nicht eben gut, dass ihn Favre ständig auf der Taktiktafel hin und herschob. Sechser, Achter, Zehner, links, rechts: Brandt spielte alles.

Das hat mittlerweile ein Ende.

Inzwischen ist der 24-Jährige mehr als angekommen. Brandt ist der Chef auf dem Platz. Der BVB wird immer mehr zu seinem Team und der Erfolg des Teams zu seinem Projekt.

Der Ex-Leverkusener ist Dreh- und Angelpunkt. Er ist immer anspielbar, auf beiden Seiten und in der Mitte unterwegs. Der Spielmacher ist dermaßen schnell im Kopf; denkt schon zwei, drei Pässe weiter.

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So erkennt er Räume und öffnet diese. Wie vor dem Führungstor durch Raphael Guerreiro, als er die rechte Seite der Gastgeber durch einige geschickte Körpertäuschungen und einen blitzgescheiten Steckpass im Alleingang entblößte.

"Ich sehe bei Julian ein überragendes Potenzial. Er kann noch besser werden, weil er so ein unglaubliches Potenzial hat", schwärmte Dortmunds Manager Michael Zorc schon vor der erneut herausragenden Partie seines Spielers. Er ist nahezu beidfüßig, er ist schnell, er kann dribbeln, er kann Tore machen. Er ist auf einem sehr guten Wege bei uns."

Doch der soll noch lange nicht zu Ende sein. Schon am Dienstag gegen die Bayern soll Julian Brandt wieder liefern. Dafür wurde er in der letzten halben Stunde gegen den VfL geschont.

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