FC Bayern - Bayer Leverkusen | Hradecky hielt mit Handicap

Lukas Hradecky brachte den FC Bayern München beim 2:1-Auswärtssieg von Bayer Leverkusen mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Nach der Partie verriet der finnische Torwart ein interessantes Detail: So hatte der 30-Jährige Mitte der ersten Halbzeit offenbar eine Kontaktlinse verloren und war so gehandicappt. Es wurde dennoch zum perfekten Abend für ihn.

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Fotocredit: Eurosport

Lukas Hradecky grinste. "Das war echt ganz gut. Heute gönne ich mir ein Bierchen, da könnt ihr sicher sein", sagte der Torwart von Bayer 04 Leverkusen nach dem überraschenden 2:1-Auswärtssieg beim FC Bayern München am 13. Spieltag der Bundesliga.
Zehn Torschüsse hatte der 31 Jahre alte finnische Torhüter zuvor pariert, die Bayern damit zur Verzweiflung gebracht - Einstellung der Liga-Bestleistung 2019/20. Nur einen Treffer von Thomas Müller (34.) ließ er zu.
Hinterher überraschte Hradecky mit einem Geständnis:

Hradecky mit meisten Ballkontakten bei Leverkusen

Es waren sogar fast 30 Minuten - das Malheur war dem Keeper offenbar bei einem Schuss von Serge Gnabry in der 18. Spielminute passiert. Gnabry hatte Hradecky auf die Brust getroffen, dabei rutschte diesem die Haftschale vom Auge. Erst in der Halbzeit konnte Hradecky die Kontaktlinse ersetzen.
Noch eine bemerkenswerte Marke: Mit 64 Ballaktionen hatte der Finne mehr als jeder Bayer-Feldspieler (Lars Bender hatte die zweitmeisten - 45). Dazu kamen eine abgefangene Flanke und zwei weggefaustete Bälle. "Ich habe noch nie so einen Druck auf mein Tor gespürt, wie heute", erzählte Hradecky:

Hradecky freut sich über Finnlands EM-Gruppe

"Mit Glück, Herz und Effektivität" sei dieser Sieg gelungen, meinte Hradecky. Sport-Geschäftsführer Rudi Völler attestierte seinem Torwart am Ende aber auch eine "Weltklasseleistung".
Zum perfekten Abend passte für Hradecky, dass die EM-Auslosung ganz nach seinem Geschmack verlaufen war.
Finnland darf nämlich bei seiner Premiere auf der großen Fußball-Bühne in Gruppe B gegen Belgien, Russland und Dänemark in Kopenhagen und St. Petersburg ran, vermied die Gruppe A (Italien, Schweiz, Tschechien) mit zwei anstrengenden Reisen nach Baku/Aserbaidschan.
"Das ist viel besser", sagte er Eurosport.de, "auch für die Finnen, die da mitreisen. Persönlich freue ich mich total auf das Spiel in Kopenhagen gegen Dänemark. Ich habe dort ja selbst mal gespielt."
Bei Bröndby IF (2013-2015) nämlich, ehe er zu Eintracht Frankfurt in die Bundesliga und 2018 nach Leverkusen wechselte.
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