FC Bayern | Darum polterte Uli Hoeneß: Salihamidzic vor Beförderung

Uli Hoeneß sorgt am Sonntagvormittag mit seiner TV-Schalte zum Wohle von Hasan Salihamidzic für Aufsehen. Der Präsident des FC Bayern München stellt sich dabei vor den Sportdirektor, der nächste Woche ein Sportvorstand sein soll. Die Beförderung ist nur noch Formsache, im Verein wird Salihamidzic geschätzt. Doch öffentlich kommt der 42-Jährige dem scheidenden Präsidenten zu schlecht weg.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Hasan Salihamidzic braucht eigentlich keinen Aufpasser, aber das interessiert Uli Hoeneß natürlich nicht.
Am Sonntagmittag schaltete sich der Noch-Präsident des FC Bayern München per Telefon persönlich in die TV-Sendung "Doppelpass" bei "Sport1" zu, um für seinen Sportdirektor Partei zu ergreifen:

Hoeneß schäumt: "Unverschämt!"

Seiner Meinung nach komme der 42-Jährige aber nicht nur in TV-Talkrunden, sondern auch "in der öffentlichen Wahrnehmung total zu schlecht weg. Und ich finde es unverschämt, wie über ihn heute gar nicht gesprochen wurde, so als gebe es ihn gar nicht". Deswegen der Anruf, der am Sonntagnachmittag schon legendär zu nennen war.
Was dabei unterschwellig auch eine Rolle gespielt haben dürfte: Hoeneß würde Salihamidzic gerne befördert sehen. Am Montag wird in einer Aufsichtsratssitzung darüber abgestimmt werden, ob der ehemalige Profi zum derzeit nicht existenten "Vorstands für Lizenzspielerangelegenheiten" aufsteigt. So wie es vor ihm auch Matthias Sammer (2012-2016) war.
Und da hätte Hoeneß gerne bessere Publicity. "Gerade in den letzten Wochen, mit all diesen Entscheidungen, die da zu treffen waren, war er voll integriert und hat einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet", keifte der Präsident außerdem noch. Fazit:

Salihamidzic steigt auf

Die Beförderung ist dabei eigentlich nur noch Formsache. "Das ist die Sache des Aufsichtsrats und der wird das zu gegebener Zeit mitteilen", hatte Salihamidzic schon selbst am Samstagabend etwas ungelenk mitgeteilt.
Seine eigenen Erfolge wollte er nicht rühmen. "Ich tue das alles nach bestem Wissen und Gewissen", sagte der Sportdirektor: "Ich habe versucht, für den Klub das Beste zu tun. Und wenn man dann in solchen Spielen abliefert, sind das gute Bestätigungen", so sein Fazit nach dem 4:0 über Borussia Dortmund.
Verdient, so sagen die Bayern-Bosse, habe er die Beförderung allemal. "Es gab in den letzten zweieinhalb Jahren einige turbulente Zeiten, die wir doch ganz gut gemeistert haben", sagte dann auch Salihamidzic, "auch mit der letzten Transferphase, in der wir viel Arbeit hatten, aber das gehört auch dazu und das macht Spaß".
Für den Sportvorstandsposten hatte sich der Bosnier Anfang des Jahres selbst in Stellung gebracht. "Die Vereinsverantwortlichen kennen meine Haltung: Wenn sie sich für einen anderen Sportvorstand als mich entscheiden, bin ich nicht mehr der richtige Sportdirektor", hatte er da gesagt.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung