FC Bayern München: Ehrenpräsident Uli Hoeneß rechnet mit Kritiker ab

Die Jahreshauptversammlung war gerade beendet, da legte der neue Bayern-Ehrenpräsident, Uli Hoeneß, noch mal richtig los. Er knöpfte sich die Kritiker vor. Rigoros. Bei einer Pressekonferenz in der Olympiahalle brach der Frust aus dem 67-Jährigen heraus. Grund waren die vorangegangenen durchaus kritischen Wortmeldungen einiger Mitglieder.

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Fotocredit: Eurosport

Aus der Olympiahalle berichten Daniel Rathjen und Tom Müller
Bis zu den Wortmeldungen lief es hervorragend für Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München, seiner letzten als Präsident. Seine Abschiedsrede war durchdacht, auf den Punkt formuliert und entfachte Jubelstürme unter den 6091 Mitgliedern in der Olympiahalle. Es war ein perfekter Abend für den 67-Jährigen, der das Zepter an Herbert Hainer übergab.
"Die Veranstaltung war fantastisch organisiert. Bis auf die Wortmeldungen", bilanzierte Hoeneß auf einer Pressekonferenz nach der emotionalen Veranstaltung mit ernster Miene und führte aus:

Mitglieder äußern Kritik an Rummenigge und Salihamidzic

Was er meinte: Die durchaus von Kritik geprägten Wortbeiträge einiger Mitglieder. Sie sprachen das an, was ihnen nicht passte: Die aus ihrer Sicht schlechte Rhetorik von Sportdirektor Hasan Salihamidzic wurde ebenso thematisiert wie die Sponsoring-Partnerschaft mit Katar oder der Umgang von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit dem ehemaligen Coach Niko Kovac.
"Ein Redner wird er nicht mehr", hieß es über "Brazzo", danach "Herr Rummenigge, Sie müssen immer noch etwas lernen, was den Umgang mit Menschen angeht..."
Rummenigge antwortete noch auf dem Podium gelassen, aber bestimmt, Hoeneß platzte deshalb hinterher die Hutschnur, auch wenn er betonte, sich den "schönen Abend dadurch nicht beeinträchtigen" lassen zu wollen. Er schnaubte:

Hoeneß in Hochform: "Ich bin auch nicht vegan"

Einmal in Fahrt, steigerte er sich in das Thema weiter hinein:
Im Anschluss holte er zur Gesellschaftskritik aus und kritisierte einmal mehr die digitalen Medien:
Eigentlich hatte sich Hoeneß noch entspannt mit seiner Familie treffen wollen, um den Abend ausklingen zu lassen.
Da es nach diesem Satz aber schon nach 1:00 Uhr war, trat er wohl ziemlich direkt den Heimweg Richtung Tegernsee an. Dort sei ihm zu wünschen, dass er tatsächlich in den Ruhestand findet.
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