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Bayern nach Doha: Angriffslustig, aber nicht sorgenfrei

Bayern nach Doha: Angriffslustig, aber nicht sorgenfrei
Von Eurosport

10/01/2020 um 17:19Aktualisiert 10/01/2020 um 17:20

Die Personalsorgen und die Transferwünsche des Trainers waren die beherrschenden Themen im Wintertrainingslager vom FC Bayern München. Der Rekordmeister hat für seine Ziele noch knifflige Aufgaben zu meistern. Hansi Flick und Hasan Salihamidzic zeigten sich jedenfalls vom Doha-Trainingslager begeistert. Vor dem Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg hat der FCB aber weiter Personalprobleme.

Das Wetter am Abreisetag hatte zumindest eine gewisse Symbolkraft. Die tiefhängenden Wolken und der ungewöhnliche Regen im Wüstenstaat drückten zwar die Stimmungslage beim FC Bayern München nicht unmittelbar aus. Dass dem FCB zu seinem Sonderflug von Doha nach Nürnberg kein Bilderbuchwetter begleitete, war aber schon passend. Ein ausgedünnter Kader, der Transfernotruf von Trainer Hansi Flick - es gibt eine Woche vor dem Rückrundenstart durchaus Anlass zur Sorge.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic allerdings wischte diese Bedenken einfach beiseite und zog ein positives Fazit des Wintercamps:

"Es hat Spaß gemacht. Wir sind zufrieden und können angreifen."

Die Saisonziele, so meinte er gleichwohl, seien unabhängig von zusätzlichen Transfers zu erreichen, die Ansprüche würden keineswegs gesenkt.

Flick sieht Doha-Trainingslager positiv

Auch Nationalspieler Leon Goretzka hat festgestellt, dass "es schon sehr dünn aussieht, wenn man sich auf dem Platz umguckt", wie er am Freitag nach der letzten Einheit einräumte. "Wir haben schon ein kleines Problem", setzte Goretzka hinzu, schickte aber die Hoffnung nach, dass sich dies in Kürze erledigen werde und die großen Ziele sehr wohl erreichbar seien.

Zeigte sich angriffslustig nach dem Bayern-Trainingslager: Sportdirektor Hasan Salihamidzic

Zeigte sich angriffslustig nach dem Bayern-Trainingslager: Sportdirektor Hasan SalihamidzicGetty Images

FC Bayern mit Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg

Nur was ist, wenn sich die Lage nicht so schnell entspannt oder vielleicht sogar verschärft? Der Zusammenprall zwischen Manuel Neuer und Youngster Joshua Zirkzee bei der letzten Einheit hätte beispielsweise auch weniger harmlos ausgehen können. Ohnehin hat Flick bei der Rückrunden-Generalprobe am Samstag (15.30 Uhr) beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg kaum Möglichkeiten, mit gestandenen Profis zu experimentieren, weil es die Spielerdecke nicht hergibt.

Flick signalisierte zumindest die Aussicht auf eine baldige Trainingsrückkehr von Serge Gnabry, der aufgrund seiner hartnäckigen Beschwerden an der Achillessehne fast durchweg pausieren musste. "Ich hoffe, dass er nächste Woche, spätestens am Dienstag anfangen kann", sagte Flick über den Nationalspieler und fügte hinzu:

"Es ist ärgerlich, es fehlt ein wichtiger Spieler auf den Außenpositionen."

Salihamidzic will in Champions-League-Finale

Weil auch die Prognose beim Gnabry-Pendant Kingsley Coman vage ist und Defensivmann Lucas Hernández noch einige Wochen bis zum Comeback brauchen wird, bleibt die Personallage zunächst angespannt. Auch wenn Flick gezeigt hat, dass er Novizen wie Zirkzee oder Alphonso Davies entwickeln kann und große Stücke auf sie hält, werden gerade in der Champions League die Stars glänzen müssen.

"Wenn es geht, wollen wir bis ins Finale", sagte Salihamidzic, doch erstmal muss am Samstag in einer Woche der Jahresauftakt bei Hertha BSC gelingen:

"Wir wollen gut starten und über die ersten Spiele in einen Lauf kommen."

Alles Weitere wird auch von der Arbeit des Sportdirektors abhängen.

(SID)

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