FC Bayern München | Nach Plakat-Eklat: Klub reagiert mit "Anti-Hass-Kommission"

Der FC Bayern München will nach den Vorfällen vom Wochenende eine "Anti-Hass-Kommission" gründen. Ultra-Gruppierungen hatten in mehreren Stadien beleidigende Banner hochgehalten. "Es sind aus meiner Sicht Macht-Demonstrationen. Sie wollen dem Fußball, dem DFB und den Klubs zeigen, dass sie im Stadion die Macht haben", so Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzende des Klubs, gegenüber der "Bild".

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Als Reaktion auf den Skandal kündigte Rummenigge die Gründung einer "Anti-Hass-Kommission" an. "Wir können da nicht zur Tagesordnung übergehen. Diese Kommission wird die Vorkommnisse aufarbeiten, dabei auch eng mit der Sonderkommission der Polizei in Mannheim zusammenarbeiten - aber sich auch damit beschäftigen, wie wir in der Zukunft mit dem Thema umgehen", so der Bayern-Boss.
Die Täter müssten "damit rechnen", erläuterte Rummenigge, "dass sie nachhaltig von Bayern München bestraft werden. Wir wollen dieses hässliche Gesicht vom FC Bayern nicht mehr wiedersehen."

FC Bayern solidarisiert sich mit Hopp

Die beschämenden Plakate richteten sich vor allem gegen Dietmar Hopp, den Mäzen der TSG Hoffenheim. Rummenigge hatte sich im Stadion in Sinsheim demonstrativ an die Seite des 79-Jährigen gestellt um damit die Solidarität des FC Bayern mit dem Unternehmer zu unterstreichen.
Die skandalösen Aktionen der Ultras hätten aber nicht nur auf Hopp abgezielt, so Rummenigge:
Der Dialog mit den betreffenden Fans habe dagegen "bisher nicht dazu geführt, dass wir eine Lösung haben, die von den Ultras akzeptiert worden wäre. Ich haben den Eindruck, dass wir in einer Einbahnstraße sind", so Rummenigge.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung