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4:0! Bayern schießt BVB aus der Arena

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Bayern München gegen Borussia Dortmund

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VonMartin Lehmann
09/11/2019 Am 20:11 | Update 09/11/2019 Am 21:20

Der FC Bayern München hat das Bundesliga-Topspiel am 11. Spieltag gegen Borussia Dortmund souverän mit 4:0 (1:0) gewonnen. Robert Lewandowski brachte den Rekordmeister in der 17. Minute mit 1:0 in Führung, die bis zum Halbzeitpfiff Bestand hatte. Nach der Pause sorgten Serge Gnabry (47.), erneut Lewandowski (76.) und der Dortmunder Mats Hummels mit einem Eigentor für den Endstand (80.).

So lief das Spiel:

Bayern-Trainer Hansi Flick vertraute im deutschen Clásico derselben Anfangself wie beim 2:0-Erfolg in der Champions League gegen Olympiakos Piräus – Thiago Alcantara und Philippe Coutinho saßen damit erneut auf der Bank. Beim BVB schaffte es Marco Reus nach nur einer Trainingseinheit mit der Mannschaft noch nicht in die Startelf, sodass auch BVB-Coach Lucien Favre seine Mannschaft im Vergleich zum mitreißenden Königsklassen-Auftritt gegen Inter Mailand nicht änderte.

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VOR EINER STUNDE

Nach einer fahrigen Anfangsphase mit vielen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten übernahm der FC Bayern nach einer guten Viertelstunde das Kommando und ging mit dem ersten gefährlichen Abschluss prompt in Führung.

In der 17. Spielminute bekamen die Dortmunder den Ball im eigenen Strafraum mehrfach nicht geklärt, sodass die Kugel letztendlich bei Rechtsverteidiger Benjamin Pavard am Strafraumrand landete. Der Franzose schaltete blitzschnell und flankte direkt wieder in den Sechzehner, wo Torjäger Robert Lewandowski sträflich freistehend aus kurzer Distanz eiskalt zur Münchener Führung einköpfte (17.).

Robert Lewandowski erzielt das 1:0 gegen Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

Die mitgereisten BVB-Fans warteten im ersten Durchgang vergeblich auf ein Lebenszeichen ihrer Elf, die den FC Bayern immer wieder mit leichten Ballverlusten zu Torschüssen einlud. Coman zielte nach einer knappen halben Stunde aus 18 Metern etwas zu hoch (26.), wenige Sekunden später klärte Nico Schulz einen Abschluss des Franzosen kurz vor der Linie (27.). Beim BVB brannte es in dieser Phase lichterloh im eigenen Strafraum, Schlussmann Roman Bürki verhinderte mit einer starken Parade gegen Serge Gnabry Schlimmeres (28.).

Dortmunds einzige Torannäherung im ersten Durchgang ereignete sich kurz vor dem Pausenpfiff, als Axel Witsel aus extrem spitzem Winkel das Außennetz traf (45.).

Direkt nach dem Seitenwechsel musste der BVB gleich den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Kingsley Coman nutzte seine großen Freiheiten auf dem linken Flügel zu einem Querpass auf Lewandowski. Weil der Pole im Zweikampf mit Manuel Akanji aber nicht an den Ball kam, rutschte das Spielgerät bis zu Serge Gnabry durch. Der hatte aus kurzer Distanz dann keine Mühe und schob aus mühelos zum 2:0 ein (47.).

Serge Gnabry feiert sein Tor zum 2:0

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Die Bayern blieben gegen in allen Belangen unterlegene Dortmunder weiter am Drücker und vergaben durch Lewandowski aus 13 Metern die vorzeitige Entscheidung (58.). Danach brachte Favre mit Reus und Alcácer zwei frische Offensivkräfte, was sich zumindest kurzfristig auszahlen sollte. Nach Flanke von Achraf Hakimi vergab der spanische Stürmer aus wenigen Metern die einzige Großchance der Gäste im gesamten Spiel (69.).

Wenige Minuten später machte Lewandowski mit seinem 16. Saisontor den Sack vorzeitig zu. Eine Flanke von Thomas Müller verwertete der durchgelaufene Pole aus wenigen Metern sicher in die kurze Ecke (76.).

Doppelpack gegen den BVB: Robert Lewandowski

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Doch die Bayern hatten mit dem 3:0 noch nicht genug und legten vier Minuten später den finalen Treffer nach. Ivan Perišić nutzte seine schier unendlichen Freiheiten auf der linken Seite zu einer flachen Hereingabe, die BVB-Abwehrchef Mats Hummels im Fünfer unglücklich zum 4:0-Endstand ins eigene Tor lenkte (80.).

Der FC Bayern feiert damit den sechsten Bundesliga-Heimsieg in Serie gegen Dortmund. Die Ergebnisse aus bayerischer Sicht: 2:1, 5:1, 4:1, 6:0, 5:0 und 4:0.

Die Bayern gewinnen gegen Dortmund souverän mit 4:0

Fotocredit: SID

Die Stimmen:

Hansi Flick (Trainer FC Bayern): "Es hat sich am Mittwoch schon angedeutet, dass die Mannschaft die Initiative ergreift. Wir waren aggressiv gegen den Ball und haben gezeigt, dass wir Fußball zelebrieren können. Die Mannschaft hat gewusst, dass sie in der Pflicht ist und hat das heute sehr gut umgesetzt."

Thomas Müller (FC Bayern): "Kompliment an die Mannschaft! Wir haben das, was der Hansi versucht hat einzuschleifen, gut umgesetzt. Es ist immer wieder herrlich, wenn Borussia Dortmund hierher kommt und wir so auftreten wie heute. Wir haben von der ersten Sekunde an klar gemacht, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Man hat gesehen, dass wir da waren. Ich bin glücklich, dass wir so eine Leistung auf dem Platz zeigen konnten."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Bayern war viel besser als wir. Wir waren nicht gut, es war eine große Enttäuschung. Viele von unseren Spielern war nicht da. Die Bayern waren in Ballbesitz und beim ersten Kontakt besser als wir. Wir haben zu viele Bälle verloren. Unglaublich, es war sehr schwach von uns."

Der Tweet zum Spiel: Müllers magische Marke

Mittlerweile steht das Bayern-Urgestein sogar bei 101 Vorlagen in der Bundesliga.

Das fiel auf: Klassenunterschied auf allen Ebenen

Wer im Topspiel des 11. Spieltages ein Duell auf Augenhöhe erwartet hatte, wurde über 90 Minuten bitter enttäuscht. Mit 59 Prozent Ballbesitz dominierten die Bayern klar das Geschehen und gab insgesamt 18 Torschüsse ab - von Seiten des BVB kamen derer zwei.

Der BVB präsentierte sich in eigenem Ballbesitz viel zu fahrig und leistete sich über die gesamte Spieldauer insgesamt 141 Ballverluste. Bei bayerischem Ballbesitz standen die Gäste viel zu weit von ihren Gegenspielern weg. David Alaba und Javi Martínez hatten mit ihren Verlagerungen auf die oftmals völlig freistehenden Münchener Flügelspieler leichtes Spiel und überbrückten so das Mittelfeld mühelos in Windeseile.

Die Statistik: 2500

Das 3:0 von Robert Lewandowski war das 2500. Bundesliga-Heimtor des FC Bayern und gleichzeitig das 2500. Bundesliga-Gegentor des BVB.

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