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FC Bayern München: So plant der FCB mit Stürmer Joshua Zirkzee
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Publiziert 05/03/2020 um 19:27 GMT+1 Uhr
Der Start in seine Bundesligakarriere hätte für Joshua Zirkzee kaum besser laufen können. Drei Tore machte der 18-Jährige in seinen ersten 101 Spielminuten für den FC Bayern München. Von vielen Seiten regnet es nun Lob auf den niederländischen Stürmer herab. Trainer Hansi Flick versucht aber, den Hype um seinen Jüngsten in nachvollziehbaren Grenzen zu halten. Auch weil er ihn dringend braucht.
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Explosiver Antritt im Rücken des Verteidigers, kurzer Blick zum Ball, trockener Volley-Abschluss aus 14 Metern - Tor.
Aus diesem Treffer, den Joshua Zirkzee am 17. Februar beim Kantersieg gegen den Halleschen FC in der 3. Liga erzielte, lässt sich viel ablesen. Die technischen Fähigkeiten des Bayern-Jungstars zum Beispiel, auch sein Torriecher oder die Kaltschnäuzigkeit. Ganz besonders aber sein Selbstbewusstsein.
Kein Wunder. Der 18-Jährige schwebt derzeit auf einer Wolke durch seine noch junge Karriere. Im Sommer 2017 für überschaubare 150.000 Euro aus der Jugendabteilung von Feyenoord Rotterdam nach München gekommen, erhielt Zirkzee (sprich "Sirksee") in dieser Saison erstmals Einsatzzeit in der ersten Mannschaft.
Mit durchschlagendem Erfolg. Ende Dezember erzielte er sowohl in Freiburg als auch gegen Wolfsburg wichtige Treffer kurz vor Schluss. Nach der Verletzung von Robert Lewandowski durfte der Niederländer in Hoffenheim nun sogar erstmals über die gesamten 90 Minuten ran.
Flick bremst Hype um Zirkzee
"Er ist unser einziger zentraler Stürmer, er macht seine Sache sehr gut. Er kann den Ball halten, ist unbekümmert und zeigt Selbstbewusstsein. Er hat unser aller Vertrauen, auch das der Spieler", erklärte Flick seine Entscheidung vor der Partie. Und er behielt recht.
Zirkzee traf. Zum mittlerweile dritten Mal in exakt 101 Bundesliga-Spielminuten. Ein starker Wert. Trotzdem bremste Flick hinterher:
Beim Pokalspiel auf Schalke rotierte Zirkzee dann auch wieder aus der ersten Elf. Bloß nicht überfrachten. Es macht fast den Anschein, als wolle Flick ein Abheben des jüngsten Spielers im Bayern-Kader - angesichts des kolportierten Interesses von Real Madrid - unbedingt verhindern. Auch weil er ihn braucht.
Durch Lewandowskis Fehlen wird der Niederländer immer wichtiger. Bayerns Spiel ist auf einen körperlich präsenten Mittelstürmer ausgelegt. Serge Gnabry oder Thomas Müller werden anderswo gebraucht. Deshalb soll Zirkzee in die Bresche springen. Höchstwahrscheinlich auch beim Bundesliga-Derby gegen den FC Augsburg am Sonntag (15.30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de).
Salihamidzic macht Zirkzee Beine
Für den Rekordmeister ist Zirkzees Stärke ein absoluter Glücksfall. Denn noch vor einigen Monaten hätten nur die wenigsten mit einer solchen Leistungsexplosion des Niederländers mit nigerianischen Wurzeln gerechnet.
Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat Zirkzee mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet. Nun lobt "Brazzo": "Er ist sehr jung, aber hat sich in den letzten Monaten wirklich sehr gut entwickelt. Er hat gelernt, präsenter zu sein. Er ist nicht mehr so, wie er vorher war, ein bisschen schläfrig." Und weiter:
Auf der Homepage des Rekordmeisters kann der fulminante Rechtsschuss gegen Halle jetzt von den Bayern-Fans ganz nebenbei zum Tor des Monats gewählt werden. Gut möglich, dass ihm auch dieser Coup gelingt.
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