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"Da war richtig Dampf hinter": Torhungrige Bayern überstehen Frankfurts Aufholjagd

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Der FC Bayern München jubelt gegen Eintracht Frankfurt

Fotocredit: Getty Images

VonJan Niestegge
23/05/2020 Am 19:12 | Update 23/05/2020 Am 21:08

Der FC Bayern München hat ein torreiches Heimspiel am 27. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt mit 5:2 (2:0) für sich entschieden. Nach Toren von Leon Goretzka (17.), Thomas Müller (41.) und Robert Lewandowski (46.) brachte Martin Hinteregger die SGE per Doppelpack noch einmal heran (52./55.), Alphonso Davies (61.) und Hinteregger per Eigentor (74.) stellten jedoch den alten Abstand wieder her.

So lief das Spiel:

Nachdem Borussia Dortmund im Duell gegen den VfL Wolfsburg (2:0) vorgelegt hatte, war der FC Bayern München in der Pflicht nachzulegen, um in das direkte Duell gegen die Schwarz-Gelben am kommenden Dienstag (Ab 18:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) aus einer komfortablen Situation zu gehen – mit vier Punkten Vorsprung. Zudem ging es um Wiedergutmachung nach der 1:5 Hinspiel-Blamage, die damals das Aus von Ex-Coach Niko Kovač bedeutete.

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Auch für die Frankfurter war es ein wichtiges Spiel, da das Punktepolster auf die Abstiegsränge in den vergangenen Spieltagen immer weiter schrumpfte. Die Frankfurter verloren die letzten vier Ligaspiele. Gegen die Münchner setzte SGE-Trainer Adi Hütter auf eine kompakte Formation mit einer Spitze in Person von André Silva.

  • Die Tabelle der Bundesliga

Die Münchner, bei denen Thiago verletzungsbedingt fehlte und Serge Gnabry leicht angeschlagen nur auf der Bank saß, begannen mit Kingsley Coman, Ivan Perišic und dominantem Ballbesitzfußball. Frankfurt fand sich von Beginn an zumeist tief in der eigenen Hälfte wieder, die Münchner powerten und gingen zielstrebig auf den Führungstreffer.

In der 17. Minute kam Thomas Müller mit Tempo über die linke Seite, brachte den Ball kurz vor der Grundlinie in den Rückraum. Am Elfmeterpunkt war Leon Goretzka zur Stelle, nahm den Ball volley und setzte ihn unhaltbar unter die Latte zur 1:0-Führung. Die Münchner drängten in der Folge weiter in Richtung des SGE-Tores, bauten viel Druck auf und ließen den Frankfurtern kaum eine Chance zur Befreiung.

Der deutsche Rekordmeister legte in der 41. Minute nach. Alphonso Davies flankte den Ball aus dem linken Halbfeld auf den ersten Pfosten auf Müller, der sich durchsetzte, den Ball annahm und anschließend aus sieben Metern sicher zum 2:0 verwandelte. Nach der Pause gelang den Münchnern ein Blitzstart – bereits in der 46. Minute legten sie das 3:0 nach. Coman flankte den Ball von der rechten Seite in die Mitte, Robert Lewandowski verwandelte per Kopf aus sieben Metern.

Die Frankfurter schienen früh geschlagen, doch innerhalb von drei Minuten und zwei Treffern war die Eintracht zurück im Spiel. In der 52. Minute gelang Martin Hinteregger nach einer Ecke von der rechten Seite per Volleyschuss aus elf Metern der 1:3-Anschlusstreffer. Kurz darauf war Hinteregger erneut zur Stelle, wieder nach einer Ecke von der rechten Seite, dieses Mal per Kopf am ersten Pfosten (55.).

Die Bayern wackelten kurz, doch schlugen sechs Minuten später zurück. Davies nutzte einen Fehler in der Defensive von Gelson Fernandes aus, übernahm den Ball vom Mittelfeldspieler im Strafraum und kam aus halbrechter Position zum Abschluss. Aus 14 Metern verwandelte er flach ins linke Eck zum 4:2. In der 74. Minute stellten die Münchner den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Der eingewechselte Gnabry kam aus halblinker Position zum Abschluss, Hinteregger wollte klären und netzte mit der Hacke zum Eigentor.

Am Ende feierten die Münchner einen verdienten und eindeutigen 5:2-Sieg und gehen gestärkt ins Spitzenspiel gegen den BVB. Bei den Frankfurtern stehen durch die fünfte Niederlage in Folge schwierige Wochen an. Die nächste Aufgabe heißt SC Freiburg.

Die Stimmen:

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Wir haben in der ersten Halbzeit in der Defensive schon viel gut gemacht. In der zweiten kam gleich der Schlag zum 3:0, aber die zwei Tore haben uns wieder neues Leben eingehaucht. Das ist halt die Klasse von Bayern München: Wenn sie wissen, sie müssen, schalten sie wieder einen Gang höher."

Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): "Es gibt in dieser Saison immer wieder Momente oder Entscheidungen, die falsch getroffen werden. Vor dem zweiten Tor, wir haben den Ball, schenken ihn dann wieder zu leicht her, Flanke - dann ist er schon wieder drin. So brechen wir uns immer wieder selbst."

Leon Goretzka (FC Bayern München): "In erster Linie bist du froh, wieder Fußball spielen zu können unter Wettbewerbsbedingungen. Ich glaube, Frankfurt war auch ein Gegner, der körperlich dagegen gehalten hat - da war richtig Dampf hinter. Das hat geholfen, um in diesen Modus zu kommen."

Thomas Müller (FC Bayern München): "Es war ein absolut wichtiges Bundesligaspiel für uns, Dortmund hatte vorgelegt, wir wollten unbedingt nachziehen. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen: Wir haben von der 1. Minute an eine gewisse Galligkeit gehabt. Der Gesamtauftritt war ziemlich gut."

Das fiel auf: Mr. FC Bayern

Ausrangiert, nur Ersatzkraft auf der Bayern-Bank und ohne große fußballerische Zukunft an der Säbener Straße. So las sich die Situation von Müller bis zum 11. Spieltag unter Kovac. Die Übernahme des Erfolgstrainers Hansi Flick war schließlich die Rückkehr des Mr. FC Bayern – zurück zum Selbstvertrauen und Spaß am Fußball, hinaus zu neuen Rekorden. In den folgenden 13 von 17 Ligaspielen gelang Müller mindestens eine direkte Torbeteiligung.

So feierte der Offensivspieler bereits am 27. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt seine 17. Torvorlage in dieser Bundesliga-Saison – und stellte damit den bisherigen Rekord von Kevin de Bruyne aus der Saison 2014/15 ein. Hinzu kommen sieben Saisontore. Nicht auszurechnen, welche Bilanz diese Müller-Saison schmücken würde, wäre Mr. FC Bayern nicht erst am 11. Spieltag in seine Erfolgsspur zurückgekehrt.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 8

Neben Müller gelang auch Hinteregger ein neuer Rekord. Der Österreicher steht in dieser Spielzeit bei acht Toren nach einer Ecke und stellt damit einen neuen Bundesliga-Rekord auf. Zudem hat kein anderer Abwehrspieler in den Top-5-Ligen Europas so viele Tore auf dem Konto wie der Österreicher.

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