FC Bayern: Rummenigge über schwierigsten Transfer und Lucas Hernández

Nach über einem Jahr Hin und Her konnte der FC Bayern München Anfang Juli endlich Leroy Sané verpflichten. Trotz des Kaugummi-Transfers war der 24-Jährige nicht der schwierigste in der Bayern-Geschichte, wie Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview verriet. Zudem äußerte sich der Bayern-Boss zu einem möglichen Abgang von Lucas Hernández beim Rekordmeister.

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Der Erleichterung war den Bayern-Bossen anzusehen.
Am 3. Juli wurde Leroy Sané endlich ein Spieler des deutschen Rekordmeisters. Über ein Jahr hatten die Verantwortlichen, allen voran Hasan Salihamidzic, an dem Transfer gearbeitet. Ein Kreuzbandriss im vergangenen Jahr verzögerte den Wechsel von Manchester City erneut – jetzt ist der 24-Jährige in München.
"Mit Leroy hat der Trainer für die anspruchsvolle nächste Saison nun viele Top-Alternative zur Verfügung", beschreibt Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit "Sport1" die Bedeutung des Coups.

FC Bayern: Martínez schlägt Sané

Trotz der langen Warterei war es für den aktuellen Meister aber nicht der zähste Wechsel. "Der von Javi Martínez 2012 war der schwierigste", verriet der Bayern-Boss: "40 Millionen Euro damals wäre heute ungefähr 120. Diese Summe war ein Meilenstein. Die Diskussion über Martínez wurde bei uns über Monate geführt."
Dabei sei es vor allem Trainer Jupp Heynckes gewesen, der sich für den Transfer ausgesprochen hatte und der Meinung war, dass der Spanier den FC Bayern "ein Stück weiter bringt". Nach langen Gesprächen "tätigten die Bayern das Investment" und konnte den Spanier schließlich von Athletic Bilbao loseisen: "Im Jahr danach haben wir das Triple gewonnen – auch dank Javi."

FC Bayern: Rummenigge will "Geduld haben"

Sieben Jahre später setzten die Münchner erneut neue Bundesliga-Maßstäbe bei der Ablösesumme und verpflichteten Lucas Hernández für rund 80 Millionen Euro. Bisher konnte der Weltmeister seinem Ruf als "bester Innenverteidiger der Bundesliga" noch nicht gerecht werden. "Vielleicht haben wir ihm keinen Gefallen damit getan, ihm gleich so ein Prädikat überzustülpen", gesteht Rummenigge ein.
Seit seinem Wechsel an die Säbener Straße, ein Jahr nach dem WM-Titel 2018, kam der Franzose erst 23 Mal zum Einsatz. "Der Bursche hat mit 80 Millionen Euro verdammt viel Geld gekostet, aber man darf nicht vergessen, dass er zwei schwere Verletzungen hatte", ordnet der 64-Jährige ein. "Er kam mit einer Knieproblematik zu uns und hat sich dann noch mal in Piräus schwer verletzt", führt Rummenigge aus: "Wir müssen bei Lucas Geduld haben."
Durch die mangelnde Einsatzzeiten zuletzt wurden auch die Gerüchte lauter, dass Hernández den Verein nach kurzer Zeit bereits wieder verlassen könnte. "Ein Transfer ist nicht geplant", stellt der Bayern-Boss jedoch klar. Ein Wechsel für rund 50 Millionen Euro Ablöse wäre aus "betriebswirtschaftlicher Sicht ein Fehler", erklärt Rummenigge und ergänzt: "Auch sportlich".
Der FC Bayern wollte dem Weltmeister die Chance geben, seine Klasse im nächsten Jahr zu zeigen. Ob der amtierende Meister nach dem Transfer von Leroy Sané und Youngster Tanguy Nianzou Kouassi nochmal auf dem Markt aktiv wird, ist unklar, denn auch der "FC Bayern steht vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen."
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