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FC Bayern: Uli Hoeneß kritisiert BVB wegen Transfer-Strategie
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Publiziert 03/08/2020 um 10:06 GMT+2 Uhr
Uli Hoeneß lässt es sich auch im Ruhestand nicht nehmen, Dauerrivale Borussia Dortmund zu kritisieren. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bezeichnete der Ehrenpräsident des FC Bayern die Transfer-Strategie des BVB als "unklug". Durch den geplanten Weiterverkauf neuer Spieler nach einigen Jahren fehle den Akteuren die nötige Identifikation mit dem Verein, so der 68-Jährige.
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Für Hoeneß stellt es ein Problem dar, wenn Spieler geholt werden, um später daraus Gewinne zu erzielen. "Wenn Dortmund einen hochtalentierten Spieler kauft und er gut spielt, kann man wenige Monate später entweder aus dem Klub selbst oder von außerhalb hören, dass er irgendwann ein Verkaufsobjekt darstellen wird", erklärte der langjährige Manager des FC Bayern gegenüber der FAZ und hinterfragte: "Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins hundertprozentig aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein?"
Dadurch fehle Dortmund in wichtigen Spielen ein paar Prozent an Leistung, glaubt Hoeneß und stellte klar, dass die Bayern daher eine andere Herangehensweise an Transfers haben:
"Wir holen Spieler für Bayern München. Und niemals, um daraus Geschäfte zu machen. Ein Spieler muss das Gefühl haben: Ich bin Bayern forever."
Als Beispiel nannte Hoeneß Robert Lewandowski, der in der Vergangenheit mit einem Wechsel ins Ausland liebäugelte: "Der saß im Sommer vor zwei Jahren hier bei mir und sagte, Herr Hoeneß, Sie müssen unbedingt mit Herrn Zahavi reden. Das war sein neuer Berater. Ich sagte: 'Ja, gern, mein nächster Termin ist der 3. September." Dieser Tag liegt bekanntlich nach Schluss des Transferfensters, womit Hoeneß klarstellte, dass Lewandowski unverkäuflich sei, was den Polen schließlich zu einer weiteren Vertragsverlängerung bewegte.
Trotz alledem hatte Hoeneß auch Lob für den BVB übrig. Dortmund sei inzwischen ein interessanter Verein für Top-Talente. "Im Sponsoring kommen sie an uns überhaupt nicht heran, aber damit haben sie unseren finanziellen Vorsprung ganz schön ausgeglichen", erklärte der 68-Jährige. Dieser Ruf führte auch dazu, dass die Borussia den Rekordmeister schon in manchem Fall bei einem Transfer ausstechen konnte. "Mit Sancho war bei uns alles klar, aber im letzten Moment entschied er sich für Dortmund", gab Hoeneß zu.
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