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FC Schalke 04 | Kein Happy End der starken Hinrunde
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Publiziert 22/12/2019 um 14:30 GMT+1 Uhr
Der FC Schalke 04 verpasst zwar einen Sieg zum Abschluss, freut sich aber über eine starke Hinrunde. Jedoch muss man sich in Gelsenkirchen mit dem Abgang von Alexander Nübel abfinden. Der SC Freiburg ist ebenfalls mehr als zufrieden mit der bisherigen Bilanz, die Punkteausbeute ist historisch gesehen ein gutes Omen. Gegen Schalke gelang den Breisgauern zudem ein Rekordtor.
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Drei Tage vor Weihnachten hätte sich David Wagner ein Happy End gewünscht. "Es ist halt nicht Walt Disney. Du kriegst nicht immer, was du verdienst", sagte der Trainer von Schalke 04 nach dem höchst kurzweiligen 2:2 (1:0) gegen den SC Freiburg. Vielleicht wusste der 48-Jährige da schon, dass sich Torhüter Alexander Nübel gegen einen Verbleib bei den Königsblauen entschieden hat. Der Kapitän lehnte das Angebot zur Verlängerung des im kommenden Sommer auslaufenden Vertrages nach monatelanger Bedenkzeit ab.
Es war die seit Langem erwartete Entscheidung, die zum Hinrundenabschluss irgendwie ins Bild passte. Drama und Komödie, etwas zum Weinen, etwas zum Lachen, ein bisschen Historie, überraschende Wendungen und viel Action - das letzte Spiel des Jahrzehnts hatte am Samstag beste Unterhaltung geboten, allerdings nicht ganz jugendfreie.
"Eier aus Stahl", betonte Vincenzo Grifo vor jeder Kamera und jedem Mikrofon, habe er für seinen aufreizend lässigen Lupfer vom Elfmeterpunkt zum Freiburger 2:1 (67.) gebraucht. Etwas familienfreundlicher schrieb Nils Petersen Fußball-Geschichte. Mit seinem 83. Treffer für die Breisgauer zog der 31-Jährige per Foulelfmeter nach Videobeweis (54.) mit dem Freiburger Rekordtorschützen, Bundestrainer Joachim Löw, gleich. "Im Geschichtsbuch zu stehen und Spuren zu hinterlassen, ist immer schön", sagte der Stürmer:
Gleiche Punktzahl wie vor sieben Jahren
Die beiden Elfmeter brachten Wagner auf die Palme, der sich mit seinem Gegenüber Christian Streich am Spielfeldrand ein hitziges Wortduell lieferte. "Ich wollte einen dritten, er wollte den zweiten nicht", berichtete Streich schmunzelnd. "Ich sag' Schwalbe, er sagt Elfmeter", ergänzte Wagner und fügte augenzwinkernd hinzu: "Ehrlich gesagt, war ich so weit weg, dass ich es gar nicht gesehen habe." Und Streich entgegnete mit Blick auf den gefoulten Chang-Hoon Kwon lachend: "Ein Südkoreaner macht keine Schwalbe, er ist hochdiszipliniert."
Der Freiburger Trainer geht mit 26 Punkten in die Winterpause - mit exakt der Bilanz, die er vor sieben Jahren erreichte und am Ende in die Europa League führte. Schalke hat mit Wagner vier Zähler mehr - und nur drei weniger als in der kompletten Vorsaison, die beinahe mit dem vierten Abstieg geendet hatte. Wichtiger war dem Coach aber, dass sein gegenüber dem Vorjahr kaum verändertes Team jetzt "Fußball, der von Leidenschaft, Intensität, Emotion und Zusammenhalt geprägt ist", spiele.
Vier Schweigeminuten für Wolfsburg-Fan
Obwohl sieben Stammkräfte fehlten, darunter drei von vier Innenverteidigern und der gesperrte Torwart Nübel, der ablösefrei zu seinem Spitzenklub wechseln will, raffte sich Schalke nach dem 1:0 durch Suat Serdar (27.) und den beiden Freiburger Elfmetern noch einmal auf, spielte in der Schlussphase die vielleicht beste Viertelstunde der Saison, glich durch den eingewechselten Ahmed Kutucu aus (80.) und hatte noch den Sieg vor Augen.
Auch wenn der Sprung auf einen Champions-League-Platz vorbei am Erzrivalen Borussia Dortmund misslang, feierten die 60.000 königsblauen Fans ihre Spieler überschwänglich - nachdem sie zu Beginn eindrucksvoll des am Mittwoch in Wolfsburg verstorbenen Anhängers gedacht hatten: 04 Minuten lang hatten beide Fanlager geschwiegen, die Nordkurve hatte Schwarz getragen. "Es hat etwas mit dieser Gegend zu tun", sagte Streich beeindruckt und schloss mit einer Liebeserklärung an das Ruhrgebiet:
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