Die Lage ist ernst. Die Coronakrise zieht weite Kreise und macht natürlich auch vor der Bundesliga nicht Halt. Wie ernst die Lage ist, betonte Hans-Joachim Watzke nun bei "Sky". Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund sagte in Bezug auf eine Fortsetzung der Liga mit Geisterspielen:

"Natürlich sagen viele Fans: Die Stimmung ist nicht da, das kommt am Fernsehen nicht so rüber. Das ist doch völlig klar. Aber: Es geht um nichts anderes als die Rettung des Fußballs! Wenn wir die nächsten Monate nicht mehr spielen, dann säuft die ganze Bundesliga ab. Dann wird es sie in der Form, in der wir sie gekannt haben, nicht mehr geben."

Man wolle keine "staatlichen Hilfen und gar nichts", so Watzke weiter. "Wir haben ein Konzept entwickelt, was uns viel Geld kostet. Aber das tun wir alles, damit wir wieder unserem Beruf nachgehen. Wir wollen keine Sonderstellung, definitiv nicht, wir wollen aber auch nicht benachteiligt werden", erklärte der 60-Jährige und betonte:
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"Nur weil der Fußball vielleicht innerhalb der Gesellschaft eine sehr relevante Rolle eingenommen hat, aber daraus kann ja jetzt nicht der Schluss sein, wir müssen jetzt alles versuchen zu verhindern, dass irgendjemand noch sagt, der Fußball beansprucht eine Sonderrolle. Wir wollen nicht im Ansatz eine Sonderstellung. Aber nochmal, es ist auch nicht mit Breitensport zu vergleichen, sondern wir wollen unseren Berufen nachgehen."
Viele Fangruppen lehnen die Austragung von Spielen ohne Zuschauer im Stadion strikt ab. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hatte die Kritik zuletzt "zur Kenntnis genommen". Auch er verdeutlichte daraufhin jedoch nochmals, dass ein Verzicht auf Geisterspiele erhebliche Folgen hätte. "Dann findet die Bundesliga aber in den nächsten Monaten nicht statt - mit allen Konsequenzen, die das hat", sagte er bei "Sport1".

Bundesliga grundsätzlich für Neustart bereit

Die Klubs wären grundsätzlich für einen Neustart am 9. Mai bereit - finanziell angeschlagene Vereine wären nicht mehr akut von der Pleite bedroht, da die Rechte-Inhaber die Mediengelder im Mai überweisen werden. Die Liste der Bedenkenträger bleibt dennoch lang. So steht hinter der Unterstützung durch das Robert Koch-Institut ein Fragezeichen, zahlreiche Gesundheitsexperten sind skeptisch. Ein gerichtliches Vorgehen anderer Sportarten gegen die "Lex Fußball" scheint möglich, verschiedene Interessengruppen sehen ein gesellschaftliches Konfliktpotenzial. Die Sicherheitsbedenken sind nicht ausgeräumt, und - wie erwähnt - große Teile der Fans sehen einen Wiederbeginn kritisch.
Ausgestrahlt wird der komplette TV-Talk mit BVB-Boss Watzke übrigens am Sonntag um 10:45 Uhr bei "Sky Sport News HD".
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