Leroy Sané über Pläne beim FC Bayern: "Rotation? Klingt sehr gut!"

Leroy Sané hat in seinem ersten großen Interview als Spieler des FC Bayern München demütige Töne angeschlagen. Einen Stammplatz fordere er nicht, sagte der 24 Jahre alte Neuzugang von Manchester City der "Sport Bild". Vielmehr höre sich eine Rotation auf den Flügelpositionen mit seinen internen Konkurrenten Kingsley Coman und Serge Gnabry "sehr gut" an. Dennoch formulierte er ehrgeizige Ziele.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Sané ist der klaren Meinung, dass er sich als Spielertyp im System des FC Bayern perfekt aufgehoben ist: "Flügelspieler prägen das Bayern-Spiel, das kommt mir natürlich sehr entgegen. Das war für mich schon ein ganz zentraler Punkt."
Persönlich visiere der Angreifer einen Stammplatz an, aber sei dabei "null Komma null gegen Rotation". Er begründete: "Das hilft dem Team, eine gute Frische reinzukriegen, neue Impulse zu setzen. Serge (Gnabry, Anm. d. Red.), King (Kingsley Coman, Anm. d. Red.) und ich: Das klingt in meinen Ohren sehr gut!"

Sané zum Transfer-Poker: "Kann Fans verstehen"

Nach einem Transfer-Poker, der bereits vergangene Sommer begann, hatte Sané am 3. Juli schließlich einen Fünfjahresvertrag bei den Münchnern unterschrieben. Dafür zahlte der deutsche Rekordmeister 49 Millionen Euro plus bis zu elf Millionen Euro an Bonuszahlungen an seinen ehemaligen Verein Manchester City.
Vergangenen August - vor seiner Kreuzbandverletzung - waren noch rund 150 Millionen Euro im Gespräch gewesen. Zahlen, die in Sanés Augen kein Spieler der Welt wert sei. So sei es kein Nachteil, dass am Ende viel weniger gezahlt wurde.
Er ist sich auch bewusst: "Es hat wirklich alles länger gedauert. Darum kann ich auch verstehen, wenn das für die Fans vielleicht sogar irgendwann nervig wurde. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass es endlich geklappt hat."

Sané will mit Bayern die Champions League gewinnen

Bei den Münchnern ist Sané direkt voll ins Training eingestiegen, dafür verzichtet er mit Manchester City an den verbleibenden Partien in der Champions League teilzunehmen. Der Nationalspieler begründete seine Entscheidung: "Ich will in Ruhe ankommen, eine Bleibe finden, mich auf das neue Kapitel in meiner Karriere vorbereiten und dann voll durchstarten". Bei einem Wechsel erst im August wäre die Vorbereitung sehr kurz ausgefallen.
Für das Finalturnier der Champions League im August in Lissabon ist der Flügelstürmer allerdings für den FC Bayern noch nicht spielberechtigt. Mit seinem zukünftigen Arbeitgeber wolle er dann aber kommende Saison in der Königsklasse um den Titel mitspielen: "Ich sehe definitiv eine realistische Chance, mit Bayern die Champions League zu gewinnen."
Zusammen mit jungen Leadern wie Joshua Kimmich oder Leon Goretzka kristallisiert sich aktuell eine "NewGen" beim FC Bayern heraus. Sané wird ein gewichtiger Teil dieser neuen Generation sein und spüre bereits, dass ein neuer Spirit entstehe: "Die Jungs sind heiß und fokussiert, sie haben große Ziele mit dem Verein", so Sané, der anfügte: "Ich denke, es kann einiges erreicht werden."
Zum Start der neuen Bundesliga-Saison dürfte es dann zum Pflichtspieldebüt von Sané für den deutschen Rekormeister kommen.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung