Union Berlin kostete seinen Transfercoup genüsslich aus. "Jetzt können wir es sagen, oder, Max Kruse?", schrieb der Bundesliga-Aufsteiger der Vorsaison am frühen Donnerstagabend bei Twitter - auf dem Foto dazu lächelte der ehemalige Nationalspieler schon im Union-Shirt schelmisch in die Kamera.
Sein erneutes Comeback bei Werder Bremen hatte der 32-Jährige platzen lassen, nun kehrt er überraschend in Berlin-Köpenick auf die große Bühne des deutschen Fußballs zurück. "Ich bin glücklich, wieder in der Bundesliga zu spielen und mit Union einen coolen neuen Verein kennenzulernen, der in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung genommen hat", sagte er.
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Kruses Wechsel unterstreicht besagte Entwicklung vom Underdog zum ambitionierten Erstligisten. Union will sich oben etablieren.

Union: Kruse soll zur Führungsfigur werden

Für ihn sei es wichtig gewesen, betonte Kruse, zu einem Klub zu wechseln, der ihn "komplett überzeugt" und fordere. "Bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen von Union habe ich mich direkt wohlgefühlt, deshalb habe ich mich für Union entschieden", sagte Kruse, der zuletzt für Fenerbahce Istanbul spielte.
Kruse soll zur neuen Führungsfigur werden und das Niveau im Angriff der Eisernen weiter heben. Vorbehaltlich des Medizinchecks wird Kruse am Freitag seinen Vertrag unterschreiben, eine Laufzeit wurde vom Verein noch nicht genannt. Der 14-malige Nationalspieler passt genau ins Beuteschema, denn Union hat als Aufsteiger mit Routiniers wie Christian Gentner und Neven Subotic beste Erfahrungen gemacht.
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Mit einem ausgewogenen Mix aus hungrigen Jungen und "alten Hasen" will Unions Manager Oliver Ruhnert auch im zweiten Jahr die Mission Klassenerhalt erfüllen. "Dass ein ablösefreier Spieler dieser Qualität viele Optionen hatte und sich trotz wirtschaftlich deutlich höher dotierter Angebote für Union entschieden hat, freut uns sehr und zeigt, dass wir mit anderen Werten punkten können", sagte er stolz.

Kruse lange bei Werder Bremen gehandelt

In den vergangenen Tagen hatten die Köpenicker bereits Torwart Andreas Luthe aus Augsburg und den ehemaligen Wolfsburger Robin Knoche verpflichtet, zwei weitere gestandene Bundesliga-Profis. Insgesamt hat Ruhnert schon acht Zugänge an die Alte Försterei geholt.
Kruse selbst war lange als Rückkehrer bei Werder gehandelt worden. Bereits von 2006 bis 2009 sowie von 2016 bis 2019 hatte der eigenwillige Stürmer das Trikot der Grün-Weißen getragen, doch letztendlich konnten sich beide Seiten nicht auf eine dritte Liaison einigen.
Für viele Werder-Fans war der Abgang Kruses im Sommer 2019 ein Grund für die miserable Folge-Saison, die beinahe im Abstieg geendet hätte. "Wir sehen uns auf jeden Fall bald in der Bundesliga wieder", hatte Kruse nach seiner Werder-Absage noch versprochen. Er hielt Wort.
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(SID)

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