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SV Werder Bremen erlebt Heim-Debakel gegen FSV Mainz 05
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Publiziert 17/12/2019 um 20:21 GMT+1 Uhr
Debakel für den SV Werder Bremen im eigenen Stadion gegen den FSV Mainz 05. Die Elf von Florian Kohfeldt kam am 16. Spieltag im Weser-Stadion mit 0:5 (0:4) unter die Räder und tritt in der Bundesliga weiter auf der Stelle. Robin Quaison (10./19./38.) erzielte einen Dreierpack für die Gäste. Keeper Jiri Pavlenka unterlief ein Eigentor (15.). Jean-Philippe Mateta traf zum Endstand (82.).
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So lief das Spiel:
Abstiegskampf zwischen Werder Bremen und dem 1. FSV Mainz 05. Beide Mannschaften standen mit dem Rücken zur Wand und brauchten drei Punkte. Werder-Coach Florian Kohfeldt wurde deutlich: "In dieser englischen Woche geht es nicht um lange Analysen, sondern es geht um das Heimspiel, das wir gewinnen müssen!"
Doch bereits nach 19 Minuten musste Kohfeldt konstatieren, dass dieser Plan zum Scheitern verurteilt war. Bei Werder lief alles schief, was nur schieflaufen konnte. In der 10. Minute gerieten die Bremer früh in Rückstand. Levin Öztunali steckte den Ball aus dem Zentrum in den Strafraum auf Robin Quaison, der aus 15 Metern direkt unhaltbar ins rechte Eck verwandelte.
Fünf Minuten später folgte eines der kuriosesten Eigentore dieser Saison. Öztunali flankte den Ball aus dem rechten Halbfeld in die Mitte, Milos Veljkovic wollte klären, traf den Ball aus elf Metern allerdings mit dem Schienbein. Die Kugel flog an den linken Torpfosten, Jirí Pavlenka versuchte zwar noch zu retten, bekam den Ball aber unglücklich an den Rücken. Von dort rollte die Kugel über die Linie.
Der nächste Schock ließ nicht lange auf sich warten. Mainz überrollte die Bremer Defensive und markierte in Person von Quaison das 3:0. Jean-Paul Boëtius spielte den Ball aus dem Zentrum in die Schnittstelle der Abwehr, Quaison lief ein, ging auf Pavlenka zu und schob sicher ein ins rechte Eck.
Bei Bremen lief gar nichts zusammen - die Anfangsphase war ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Problematisch war vor allem die Körpersprache der Werder-Elf, die keinen Kampfeswillen an den Tag legte und sich buchstäblich auseinandernehmen ließ. Mainz hingegen nahm das Abstiegsduell in Gänze an und zeigte eine starke Leistung.
Kohfeldt reagierte in der 27. Minute und brachte Johannes Eggestein für den überforderten Nuri Sahin ins Spiel. Doch auch dieser Wechsel brachte nicht die erhoffte Wende. Stattdessen legte Mainz in der 38. Minute mit dem 4:0 nach. Einen Eckball von der linken Seite verlängerte Ádám Szalai am ersten Pfosten mit dem Kopf. Im Zentrum war Quaison blank und schnürte den Dreierpack.
Es war der vorzeitige K.o. für Werder, das es auch in der zweiten Halbzeit nicht schaffte, den Hebel umzulegen und eine mögliche Aufholjagd zu starten. Mainz verwaltete sicher, setzte ab und zu Konterangriffe.
In der 72. Minute schaffte Bremen schließlich doch noch den vermeintlichen Anschlusstreffer, doch das Tor des eingewechselten Claudio Pizarro zählte nicht. Der Angreifer bekam den Ball bei der Annahme leicht an den Arm. Diese Szene passte ins Bild. Aus Bremer Sich ein Fußballabend zum Vergessen.
Schlusspunkt war das 5:0 der Mainzer, die einen ganz wichtigen Sieg feierten. In der 82. Minute spielte Boëtius den Steilpass auf den eingewechselten Jean-Philippe Mateta, der sich gegen Niklas Moisander durchsetzte und aus 15 Metern verwandelte.
Die Stimmen zum Spiel:
Niklas Moisander (SV Werder Bremen): "Wir Spieler müssen uns schämen! Wir sind in die Kurve gegangen, um uns zu entschuldigen. Dass wir dann noch aufmunternde Sprüche bekommen, haben wir nicht verdient. Die Fans sind unglaublich!"
Alexander Hack (1. FSV Mainz 05): "Wir müssen jetzt dran bleiben und zuhause nachlegen. Wir wussten, um was es hier geht. Das war ein Duell gegen einen direkten Konkurrenten."
Robin Quaison (1. FSV Mainz 05): "Wenn ich solche Vorlagen bekomme, dann ist es nicht mehr schwer zu treffen. Das zweite Tor hat uns sehr viel Energie gegeben. Wichtiger Sieg in einem direkten Duell."
Robin Zentner (1. FSV Mainz 05): "Wir haben das Spiel angenommen, müssen es aber noch konsequenter zu Ende spielen. Wir haben auch ein paar Chancen zugelassen."
Das fiel auf: Fehlende Abstiegskampf-Mentalität
Wer Abstiegskampf ausspricht, ist in der Folge auch dazu gezwungen, die nötigen Tugenden an den Tag zu legen: Laufbereitschaft, Zweikampfhärte - einfach körperliche Präsenz und Überzeugung. Werder schaffte es nicht, es Mainz gleichzutun und diese Werte auf den Platz zu bringen.
Ein Statistikauszug: 42 Prozent Zweikampfquote, drei Kilometer weniger Laufleistung als die starken Mainzer. Bremen ist nach dieser herben Niederlage mehr denn je in der Pflicht. Folgt am Wochenende in Köln kein (Teil-)Erfolg, droht die Stimmung an der Weser endgültig zu kippen.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 1
Bereits nach 19 Minuten lag Werder Bremen mit 0:3 gegen Mainz zurück. So schnell fingen sich die Bremer zuletzt im Mai 1973 drei Gegentreffer. Damals gegen den großen Rivalen Hamburger SV. Am Ende verloren die Bremer 1:4. Dass es zur Halbzeit gegen Mainz sogar 0:4 aus Bremer Sicht stand, war zudem ein Novum. Das erste Mal in dieser Saison kassierte Werder vier Gegentore in der ersten Halbzeit vor heimischer Kulisse.
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