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Timo Werner wechselt zum FC Chelsea: Warum der Transfer Sinn macht
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Publiziert 05/06/2020 um 12:55 GMT+2 Uhr
Timo Werner wechselt im Sommer zum FC Chelsea, das bestätigten am Donnerstag sowohl die Blues als auch RB Leipzig. Obwohl lange der FC Bayern München oder die Reds aus Liverpool als neue Arbeitgeber für den Goalgetter gehandelt wurden, könnte sich der überraschende Transfer nach London als goldrichtige Entscheidung erweisen.
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Die Wege des Timo Werner sind unergründlich.
Nicht wenige waren überrascht, als sich der damals 20-Jährige im Sommer 2016 dem Emporkömmling RB Leipzig anschloss. Gleiches galt für den vergangenen Sommer, als er entgegen der öffentlichen Überzeugung eben nicht nach München wechselte, sondern seinen Vertrag im Osten verlängerte.
Nun sorgt der Nationalspieler erneut für eine kleine Überraschung. Der Wechsel zum FC Chelsea, den am Donnerstag sowohl die West-Londoner als auch die Sachsen bestätigten, mutet jedoch nur auf den ersten Blick als fragwürdige Entscheidung an.
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Chelsea rollt Werner den Teppich aus
Klar, die Blues gehören derzeit nicht zum absolut obersten Regal der Premier League. Und doch bietet der Verein dem 24-Jährigen etwas, das ihm beim deutschen Rekordmeister oder bei Jürgen Klopp an der Anfield Road verwehrt geblieben wäre: Einen weiteren Entwicklungsschritt.
Im jungen, aufstrebenden Team des FC Chelsea kann der Stürmer wichtige Erfahrung sammeln. Anders als bei den Alpha-Klubs bleibt ihm aber der große Konkurrenzkampf erspart.
Trainer Frank Lampard ist großer Werner-Fan, nimmt für seinen Wunschspieler mächtig Kohle in die Hand und bedient die RB-Ausstiegsklausel, die dem Vernehmen nach bei 53 Millionen Euro liegt, und stattet ihn mit einem Vertrag bis 2025 aus. Das zeigt Vertrauen.
Liverpool, das auch in Kontakt mit dem Spieler stand, winkte schließlich ab - Ablöse zu hoch. Hasan Salihamidzic vom FC Bayern hatte immer wieder angemerkt, Werner passe gar nicht ins eigene System.
Lampard hingegen rollt ihm nun den roten Teppich aus.
Lampard wird die richtige Position finden
Druck wird Werner auch bei Chelsea spüren. Er kommt mit der Visitenkarte von mindestens 25 Bundesligatoren in die Premier League. Die Erwartungshaltung wird aber eine andere sein.
An der Stamford Bridge muss weder Robert Lewandowski, Serge Gnabry, Roberto Firmino oder Mohamed Salah verdrängt werden. Hier passt Werner perfekt ins frische Konzept.
Lampard wird seinen Neuzugang testen, ihn auf verschiedenen Positionen einsetzen. Als Teil der Flügelzange mit dem zweiten schon feststehenden Neuzugang Hakim Ziyech oder dem Ex-Dortmunder Christian Pulisic, wo Werner seine Schnelligkeit ausspielen kann.
Genauso wie als alleiniger Mittelstürmer oder an der Seite von Tammy Abraham, wo seine Knipser-Qualitäten zur Geltung kommen.
Chelsea: Werner passt perfekt ins System von Lampard
"Der Transfer macht für Chelsea an allen Ecken und Enden Sinn", schätzt Premier-League-Experte James Kilpatrick von Eurosport-England. "Auf dem Papier ist Werner die ideale Ergänzung für das Spielsystem von Frank Lampard."
Ohne penetranten Titeldruck wird sich der deutsche Nationalspieler so an die erste Auslandserfahrung seiner Karriere herantasten können. Für noch größere Vereine kann er sich dann immer noch empfehlen.
"Ich bin unglaublich glücklich und stolz, beim FC Chelsea unterschrieben zu haben", wird Werner auf der Homepage der Blues zitiert: "Ich freue mich schon auf die nächste Saison mit meinen neuen Teamkollegen, dem neuen Trainer und natürlich auf die Chelsea-Fans. Zusammen haben wir eine große Zukunft vor uns."
Timo Werner hat sich diese Entscheidung gut überlegt. Auch wenn sie den ein oder anderen zunächst überraschen dürfte.
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