Die Bender-Zwillinge Lars und Sven erlebten ihren Abschied bereits vor wenigen Tagen beim letzten Heimspiel von Bayer 04 Leverkusen gegen Union Berlin. Es gab zwar als Andenken die obligatorischen Erinnerungsbilder, aber angesichts fehlender Zuschauer verzichtete Bayer sogar auf die "feierliche Ernennung" von Lars Bender zum Ehrenspielführer. Das werde man, betonte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler, in der nächsten Saison mit Fans nachholen, "wenn wir Lars den emotionalen Rahmen bieten können, den er verdient".
Auch Rekordmeister FC Bayern München hatte sich für Erfolgscoach Flick nach sieben Titeln, für die Stars Alaba, Boateng und Javi Martínez sowie die Vereins-Legenden Hermann Gerland und Miroslav Klose einen anderen Rahmen vorgestellt. So wird es für die (Triple-)Helden beim "Abschiedsspiel" gegen den FC Augsburg eben nicht den von Präsident Herbert Hainer und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erhofften Abgang durch das "große Tor" geben.
Den Beifall gibt es diesmal nur von den Kollegen, aber nicht von 75.000 Anhängern in der Allianz Arena. "Mit Fans wäre mir schon lieber", sagte Alaba, der wohl zu Real Madrid wechselt, und fügte an: "Ob mir äußerlich die Tränen kommen, kann ich jetzt noch nicht sagen - aber innerlich mit Sicherheit."
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Piszczek gewinnt zum Abschied den DFB-Pokal mit dem BVB

Der Dortmunder Piszczek, der beim BVB wie Marcel Schmelzer aufhören wird, weinte nach dem Sieg im Pokalfinale bereits hemmungslos. Die Mannschaft um Stürmerstar Erling Haaland, der den Polen als "big legend" adelte, warf Piszczek immer wieder in die Luft.
Die Titel mit der Borussia seien "toll" gewesen, sagte der Pole nach elf Jahren in Dortmund, "aber den Tag nehme ich mit für mein Leben". Ein letzter großer und emotionaler Auftritt vor der legendären schwarz-gelben Wand am Samstag gegen Leverkusen bleibt Piszczek und dem dienstältesten BVB-Profi Schmelzer jedoch verwehrt.
Auch Mainz-Kapitän Danny Latza, der zu Schalke wechselt, hätte sich bei seinem letzten Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen Dortmund gewünscht, "dass die Bude voll ist und ich mich von den Fans verabschieden kann". Nachdem die 05er schon vor der Partie den Klassenerhalt sicher hatten, "wäre die Stimmung hier der Wahnsinn gewesen". So blieb Latza nur, "mit den Jungs nochmal den Rasen umgepflügt zu haben".
Ein letztes Mal steht am Samstag auch für die Publikumslieblinge Theodor Gebre Selassie (Werder Bremen) und Oscar Wendt (Gladbach) an. In Stuttgart verabschiedet sich Routinier Gonzalo Castro. Während der 33-Jährige seine Karriere fortsetzen wird, ist für die drei Schiedsrichter Manuel Gräfe, Guido Winkmann und Markus Schmidt gezwungenermaßen am Saisonende Schluss. Sie überschreiten die viel diskutierte Altersgrenze von 47 Jahren. Vor allem für Gräfe hatten sich viele Trainer und Profis eingesetzt. Trotzdem ist Schluss für ihn - immerhin mit Applaus.
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(SID)

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