BVB-Trainer Edin Terzic veränderte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Freiburg auf lediglich einer Position. Für Kapitän Marco Reus rückte Jude Bellingham in die Dortmunder Anfangsformation. TSG-Trainer Sebastian Hoenß musste unterdessen auf seinen Toptorjäger Andrej Kramaric (Knöchelverletzung) verzichten, der in der vergangenen Saison beim 4:0-Auswärtssieg in Dortmund alle vier Treffer erzielt hatte.
Der BVB erwischte den besseren Start in die Partie und zeigte sich nach elf Minuten das erste Mal gefährlich vor dem Gästetor. Im Duell mit TSG-Schlussmann Oliver Baumann blieb Erling Haaland nach starker Vorarbeit von Raphael Guerreiro aber nur zweiter Sieger (11.).
Auf der Gegenseite ließ sich Manuel Akanji wenige Minuten später im Laufduell mit Ihlas Bebou den Ball viel zu leicht abluchsen, machte seinen Patzer mit einem riskanten, aber fairen Tackling wieder gut. Bebou wurde dadurch entscheidend gestört, der erneut das BVB-Tor hütende Marwin Hitz konnte gerade noch parieren (18.).
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Mitten in die erste starke TSG-Phase fiel dann die Dortmunder Führung. Ein hoch aufgerückte Gästeabwehr wurde nach 24 Minuten von einem Guerreiro-Steilpass auf Jadon Sancho entblößt. Der Engländer lief alleine auf Baumann zu und überwand den chancenlosen Schlussmann mit einem flachen Abschluss in die kurze Ecke (24.).
Doch die Antwort der stets mutig nach vorne spielenden Kraichgauer ließ nicht lange auf sich warten. Bei einem schnellen TSG-Angriff ließ die Dortmunder Hintermannschaft den Hoffenheimern zu viel Raum, den Sebastian Rudy am Strafraumrand für ein Zuspiel auf Munas Dabbur nutzte. Der Israeli legte die Kugel schließlich aus sechs Metern gefühlvoll an Hitz vorbei zum 1:1-Ausgleich ins Netz (31.).
Kurz nach der Pause zeigte sich die Dortmunder Abwehr dann bei einer kurz ausgeführten TSG-Ecke nicht hellwach und musste wieder mal ein Gegentor nach einer Standardsituation hinnehmen. Bei Rudys scharfer Flanke von der linken Seite zögerte Hitz beim Herauslaufen und faustete die Kugel im Fünfmeterraum an den Körper von Bebou, der für sein Tor zum 2:1 nichts weiter tun musste (51).
Nachdem Hitz in der Schlussphase das 1:3 mit breiter Brust gegen Bebou verhinderte (76.), kamen die über weite Strecken offensiv harmlosen Dortmunder nach 81 Minuten doch noch zum Ausgleich. Haaland lege sich den Ball am Strafraum nach Rudys folgenschwerem Fehlpass energisch an Florian Grillitsch vorbei und überwand Baumann eiskalt (81.).
Mutige Hoffenheimer spielten bis zum Schluss auf Sieg und verpassten in der Nachspielzeit die drei Punkte nur knapp. Der eingewechselte Mijat Gacinovic traf nach Vorarbeit von Rudy aus drei Metern nur das Außennetz (90.+4). Damit hat der BVB nur eines der vergangenen sechs Ligaspiele gewonnen.

Die Stimmen:

Marco Reus (Borussia Dortmund): "Wir hätten nach letzter Woche natürlich gerne gewonnen. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir wenig Ruhe und Struktur in unser Spiel bekommen. Dementsprechend sind wir sehr enttäuscht."
Mats Hummels (Borussia Dortmund): "Wir haben nicht unbedingt gut gespielt, es wurde teilweise ein wildes Spiel. Am Ende hatten wir keine Absicherung im Mittelfeld mehr und es sah eher nach dem 3:2 für Hoffenheim als nach dem 3:2 für uns aus."
Alexander Rosen (Manager TSG Hoffenheim): "Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht. Ich finde, wir hätten mehr verdient gehabt."

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Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Schlussoffensive bleibt aus

Wer nach Haalands 2:2 in der 81. Minute angesichts der prekären Tabellensituation mit einer Dortmunder Attacke auf den Sieg gerechnet hatte, wurde bitter enttäuscht. Nach dem Ausgleich gab der BVB keinen weiteren Torschuss mehr ab, fand keine Lücken in der keinesfalls sattelfesten TSG-Abwehr mehr und verlor in den Schlussminuten im letzten Drittel viele einfach Bälle. Weil aus dem Mittelfeld heraus kein Dortmunder die Angriffe seriös absicherte, kamen vielmehr die Gäste noch zu gefährlichen Konteransätzen.

Die Statistik: 14

Unter BVB-Trainer Edin Terzic hat der BVB in zehn Spielen nur 14 von 30 möglichen Punkten geholt.
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