BVB-Coach Edin Terzic veränderte seine Startelf im Vergleich zur 2:4-Niederlage gegen Gladbach auf drei Positionen. Das Tor der Borussen hütete Marwin Hitz anstelle des an der Schulter verletzten Roman Bürki, zudem mussten Emre Can und Jude Bellingham für Giovanni Reyna und Thomas Delaney weichen.
Den um Wiedergutmachung bemühten Dortmundern gelang mit Chancen von Thomas Delaney (4.), Raphael Guerreiro (7.) und Julian Brandt (8.) ein furioser Start in die Partie, das 1:0 aber machten die Gäste aus Augsburg mit ihrem allerersten Abschluss. Eine Hereingabe von Iago verlängerte Florian Niederlechner auf André Hahn, der Reyna noch überlegt aussteigen ließ und humorlos in die linke Ecke traf (10.).
Der BVB blieb jedoch unbeirrt am Drücker, ließ die erste große Gelegenheit auf den Ausgleich aber noch liegen. Nach Handspiel von Iago trat Erling Haaland zum Strafstoß an, setzte den Ball jedoch an die Querlatte (20.).
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Sechs Minuten später brach Delaney schließlich den Bann für die Borussia: Nach einem scharf getretenen Reus-Freistoß stieg der Däne am Fünfer freistehend hoch und verlängerte die Kugel zum hochverdienten 1:1 in die lange Ecke (26.).
Bis auf einen Schuss von Marco Richter (43.) wagte sich der FCA im ersten Durchgang nur äußerst selten aus der Deckung und rettete das schmeichelhafte Remis gegen permanent druckvolle Dortmunder mit Mann und Maus in die Kabine.
Die Hausherren knüpften nach dem Seitenwechsel nahtlos an ihren dominanten Auftritt und belohnten sich nach etwas mehr als einer Stunde für den Aufwand. Guerreiros Chip über die Augsburger Abwehr landete im Lauf von Sancho, der vor Torwart Rafael Gikiewicz cool blieb und zur 2:1-Führung für die Borussia einschob (63.).
Die Gäste lösten in der Schlussphase ihr defensives Bollwerk auf, wodurch sich für den BVB mehr Räume ergaben. Nach Pass von Sancho enteilte Haaland mit seinem Tempo der Augsburger Abwehr, den Querpass des Norwegers im Strafraum lenkte Felix Uduokhai unglücklich ins eigene Tor (77.).

Die Stimmen:

Julian Brandt (Borussia Dortmund): "Das Gegentor war unnötig, ansonsten war die Reaktion auf die letzte Woche sehr gut. Wir haben uns viele Chancen rausgespielt, müssen das Spiel aber eigentlich früher killen."
Manuel Akanji (Borussia Dortmund): "Wir können heute zufrieden sein. Auch nach dem Gegentor und dem verschossenen Elfmeter haben wir weiter nach vorne gespielt und uns am Ende belohnt."
André Hahn (FC Augsburg): "Wir wollten einen Kampf bieten und sind auch in Führung gegangen. Die Gegentore haben wir mal wieder zu einfach bekommen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Keine Standards, keine Probleme

Ob das Dortmunder Standardtraining unter der Woche schon einen Effekt hatte, lässt sich nach dem Spiel gegen Augsburg nicht endgültig sagen. Die Borussia ließ gegen den FCA kaum Standards zu - lediglich eine Ecke sprang für die Gäste in 90 Minuten raus.
Zudem waren die BVB-Spieler sichtbar darauf bedacht, keine Foulspiele rund um den eigenen Strafraum zu begehen. Frei nach dem Motto: Wer keine Standards zulässt, kann auch keine Standardgegentore bekommen.

Die Statistik: 51

In nun 20 Bundesligaduellen mit dem FC Augsburg erzielte Borussia Dortmund 51 Treffer und damit fast doppelt so viele wie die Fuggerstädter, die gegen Dortmund lediglich 26 Mal jubeln durften.
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