Nach dem überraschenden 3:2-Heimerfolg nach 0:2-Rückstand gegen den FC Bayern München vertraute Borussia-Coach Marco Rose im Spiel gegen den VfB Stuttgart derselben Startelf. Denis Zakaria lief neben Christoph Kramer auf der Sechs auf, ganz vorne begann der formstarke Breel Embolo.
Der VfB Stuttgart agierte in einem offensiven 3-4-3-System mit Nicolás González, Mateo Klimowicz und Gonzalo Castro auf der vordersten Linie. Zur Dreierkette zogen sich Borna Sosa und Silas Wamangituka gegen den Ball auf den Flügeln zurück.
Beide Mannschaften spielten sehr konzentriert und kontrolliert. Die Gladbacher begannen zunächst offensiver, doch mit zunehmender Spielzeit wurden die Stuttgarter stetig besser. Vor allem im Mittelfeld waren sie überlegen, verzeichneten eine sehr hohe Zweikampfquote.
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In der höchsten Drangphase der Schwaben setzten die Fohlen einen Umschaltmoment konsequent um. Lars Stindl bediente Stefan Lainer mit einem Schnittstellenpass in der rechten Strafraumhälfte. Sosa grätschte fahrlässig und räumte seinen Gegenspieler ab. Es gab Elfmeter. Stindl trat vom Punkt an und verwandelte sicher genau in den linken Winkel (35.).
Der VfB Stuttgart intensivierte in der Folge die Offensivbemühungen, zeigte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs besonders stark. Gladbach hatte große Mühe, sich aus der Defensive zu befreien. Unter anderem blockte Matthias Ginter in der 55. Minute einen Schuss von Waldemar Anton aus elf Metern kurz vor der Linie.
In der 58. Minute fiel schließlich der fällige Ausgleich. Nach einem Ballverlust von Embolo schalteten die Hausherren um. Sosa flankte den Ball aus dem linken Halbfeld perfekt ins Zentrum auf González, der per Flugkopfball zur Stelle war und zum 1:1-Ausgleich verwandelte. Es war das 3000. Bundesliga-Tor des VfB Stuttgart.
Der Stuttgarter Jubel hielt allerdings nur sehr kurz. In der 61. Minute schickte Stindl Zakaria auf die Reise, der nicht vom Ball zu trennen war, in die linke Strafraumhälfte einzog und flach ins rechte Toreck zur erneuten Führung einschoss.
Als es schon nach einem knappen Sieg der Borussia aussah, klammerte Rami Bensebaini im eigenen Strafraum gegen den eingewechselten Sasa Kalajdzic. Der VAR schaltete sich ein und so entschied Dr. Felix Brych nach Überprüfung der Szene auf Elfmeter - eine mehr als strittige Entscheidung. Wamangituka knallte den Ball aus elf Metern unter die Latte und sorgte so für den Last-Minute-Ausgleich (90.+6).

Die Stimmen:

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach - über die Elfmeterentscheidung): "Wenn ich meine Meinung kundtun würde, würde ich für den Rest der Saison gesperrt werden. Also das ist eine absolute Frechheit - ganz klar! Der Stürmer läuft einfach nur rückwärts, der Breel Embolo wird so im Spiel fünfzig Mal gefoult und wir kriegen kein Foul. In der 94. Minute pfeift dieser Schiedsrichter ein Foul, oder besser gesagt, er kriegt einen Hinweis, es wäre eine klare Fehlentscheidung - das ist Wahnsinn, ehrlich! Sowas habe ich noch nie erlebt. Der Videoschiedsrichter - ich weiß nicht, wofür wir ihn haben."
Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart - über die Elfmeterentscheidung): "Vom Spiel her kann ich mich nicht ganz genau erinnern, ich habe keine Schwalbe gemacht. Ich habe mich ein bisschen hineingelegt in den Gegner - ist ja klar - und dann wollte ich mit dem richtigen Timing zum hohen Ball gehen und dann habe ich gespürt, wie ich am Bauch festgehalten werde und konnte nicht nach vorne rennen. Vielleicht bin ich wegen Antons Fuß gestolpert, kann auch sein. Ob es ein Foul war oder nicht, ist schwer zu sagen. Ich will mich da auch nicht festlegen."

Der Tweet zum Spiel:

Die Fans des VfB Stuttgart reagierten auf den internen Machtkampf zwischen Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt.

Das fiel auf: Spätzünder

Dadurch, dass vier von sechs Mannschaften, die vor jenem Spieltag tabellarisch vor Borussia Mönchengladbach standen, Punkte ließen (Der FC Bayern München spielt erst am Sonntag um 15:30 Uhr gegen den SC Freiburg), sind die Fohlen trotz der Punktverluste gegen den VfB Stuttgart zurück im Geschäft. Auf der europäischen Bühne performen die Gladbacher seit Saisonbeginn, in der Bundesliga wurden sie ihren eigenen Erwartungen bis zur Weihnachtspause nicht gerecht.
Durch zwei Siege und ein Unentschieden aus drei Spielen nehmen die Fohlen wieder Fahrt auf und sind drei Punkte von einem Champions-League-Platz entfernt. Bei einem Sieg wäre es logischerweise nur ein Punkt gewesen - dennoch können die Fohlen mit der 2021-Bilanz leben.

Die Statistik: 0

In der Fremde sind die Stuttgarter mit 17 Punkten auf einem Level mit Bayer 04 Leverkusen und damit ganz oben im Auswärtsspiele-Ranking. Daheim warten die Schwaben noch immer auf den ersten Saisonsieg.
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