Fünf Millionen Euro. Mehr verlangt der BVB nicht für seinen langjährigen Stammtorwart Roman Bürki.
Auch in Zeiten der Corona-Pandemie wird der Schweizer also für einen echten Schleuderpreis auf dem Markt gehandelt. Es scheint, als wolle die Borussia die Causa Bürki möglichst schnell und geräuschlos beenden.
Denn der lange Zeit unumstrittene Schweizer hat sich über die Jahre eben nicht zu einem internationalen Klassekeeper - wie von den Vereinsbossen erhofft - entwickelt. Der 30-Jährige stagnierte stattdessen irgendwann einfach auf dem Niveau eines guten Bundesligatorhüters.
Bundesliga
Von hinten bis vorne: An diesen Personalien arbeitet der BVB
28/04/2021 AM 14:25
Zu wenig für die hohen Ansprüche des noch amtierenden Vizemeisters. Seit 13 Bundesligaspielen hat er nun nicht mehr gespielt. Dortmund will sich neu orientieren.

Bericht über "Lustlos-Bürki"erntet heftigen Widerspruch

Medienberichte darüber, dass sich Bürki deshalb lustlos und unmotiviert gebe, verwies man auf der Pressekonferenz vor dem anstehenden DFB-Pokal-Halbfinale (Samstag ab 20:30 Uhr im Liveticker) ins Reich der Fabeln.
"Roman war jahrelang die Nummer 1 beim BVB, für ihn ist das sicherlich keine einfache Zeit gerade", sagte Sportdirektor Michael Zorc und ging dann auf die Vorwürfe ein: "Ich habe irgendwo von einem Null-Bock-Bürki gelesen. Das finde ich fast schon unanständig und ehrabschneidend. Da geht es um Berufsethos, Berufsehre und Einstellung. Ich sehe, dass er sich sehr gut und professionell verhält. Auch abseits des Platzes."
Auch Edin Terzic verteidigte den Torwart, den der junge Trainer selbst vor knapp zwei Monaten von seinen Aufgaben entbunden hatte.
"Von einer Null-Bock-Einstellung kann gar nicht die Rede sein. Er hat die aktuell vielleicht schwerste Phase seiner Karriere, aber er geht top professionell damit um. Er versucht, um seine Chance zu kämpfen", so der 38-Jährige, der zur kommenden Saison als Chefcoach für Marco Rose zur Seite treten wird.

Roman Bürki

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Hitz soll ins zweite Glied rücken

Dass der aus Mönchengladbach kommende neue starke Mann ohne Bürki plant, ist noch nicht offiziell aber höchstwahrscheinlich. Das legen nicht nur die Gerüchte um Torhüter nahe, mit denen sich Roses neuer Verein intensiv beschäftigt.
Diese haben sich in den vergangenen Tagen noch einmal verstärkt. Dortmund sucht einen neuen Stammkeeper. Marwin Hitz - der aktuell das Tor hütet - soll in den Gesprächen, die letztendlich zu seiner Vertragsverlängerung bis ins Jahr 2023 führten, die Aufgabe als Nummer zwei schmackhaft gemacht worden sein.
Und es haben sich mittlerweile zwei klare Favoriten auf den vakanten Job bei den Schwarz-Gelben herauskristallisiert.

Gregor Kobel

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Gulacsi und Kobel in der Pole-Position

Peter Gulacsi und Gregor Kobel.
Wie die "Stuttgarter Nachrichten" zu Beginn dieser Woche berichteten beobachte der BVB den 23-Jährigen Kobel schon eine ganze Weile. Man sei sogar bereit, 16 bis 18 Millionen Euro für den derzeitigen starke Rückhalt des VfB auf den Tisch zu legen.
Dortmund imponiere die Reife des Schweizers. Auch seine fußballerischen Fähigkeiten und der scheinbar angeborene Drang, eine Mannschaft nicht nur verstärken sondern auch führen zu wollen, sind Pluspunkte.
Trotzdem soll die Spur zu Kobel nur endgültig verfolgt werden, wenn die Variante A nicht zum Abschluss gebracht werden kann.

Spur zu Gulacsi: Ausstiegsklausel bietet Gehaltsspielraum

Und die lautet trotz aller Unkenrufe weiter Peter Gulacsi. Der Schlussmann von RB Leipzig wurde schon Ende des vergangenen Jahres - als einer der ersten Torhüter - mit einem Wechsel nach Dortmund in Verbindung gebracht.
In der Folge wurde es - auch auf Grund der unterschiedlichen sportlichen Entwicklungen beider Vereine - an dieser Front etwas ruhiger. EIn Bericht der "Bild" legt nun aber nahe, dass die Spur heißer ist, als lange angenommen.
So soll sich der Ungar einen Wechsel ins Ruhrgebiet vorstellen können, wenn die Borussia sein derzeitiges Jahresgehalt von vier Millionen Euro deutlich steigert. Eine Forderung, die der BVB durchaus erfüllen könnte, würde man doch an der Ablösesummen sparen.
Gulascis bis 2023 laufender Vertrag bei RB umfasst eine Ausstiegsklausel über 12,5 Millionen Euro.

Torwart-Roulette: Auch der FC Bayern hängt mit drin

Auch Leipzig ist das Werben um seine Nummer eins naturgemäß nicht verborgen geblieben. RB soll sich bereits nach möglichen Nachfolgern umschauen - und in München fündig geworden sein.
Dem "kicker" zufolge werden die Sachsen "in der Branche als Möglichkeit genannt", Alexander Nübel seinen Wunsch nach einem zweijährigen Leihgeschäft weg vom FC Bayern zu erfüllen.
Ein solches Geschäft wäre für beide Seiten sinnvoll. Fraglich ist nur, ob der Rekordmeister mitziehen und unterschwellig einen direkten Konkurrenten stärken würde.
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