"Alle drei werden uns sicher nicht verlassen", sagte Hans-Joachim Watzke im Jahr 2016. Damals meinte der BVB-Geschäftsführer seine Spieler Mats Hummels, Henrikh Mkhitaryan und Ilkay Gündogan. Heute gilt der Ausspruch rund um den Signal-Iduna-Park als geflügeltes Wort.

Der Satz ist legendär, weil er - durchaus selbstbewusst vorgetragen - eben nicht in die Tat umgesetzt werden konnte. Am Ende der Saison gingen alle drei. Seitdem hält man sich beim BVB mit solchen mündlichen Versicherung zurück. Im Endeffekt bringen sie sowieso nichts als Diskussionen.

Bundesliga
Achtung, BVB: Reyna im Visier von Real
15/10/2020 AM 07:38

BVB: Verkäufer-Klub auf höchstem Niveau

Beim Bundesliga-Vizemeister ist man sich ohnehin darüber bewusst, ein Verkäufer-Klub auf höchstem Niveau zu sein. Das gehört seit einigen Jahren fest zum Geschäftsmodel der Borussia. Watzke wird auch deshalb in dieser Saison keinen vergleichbaren Satz zu Protokoll geben.

Dabei haben die Dortmunder jede Menge Tafelsilber in den eigenen Reihen. Besonders die herausragenden Jungstars Giovanni Reyna, Erling Haaland und Jadon Sancho sind heiß begehrt. Wie hoch ist also das Risiko, das Trio in naher Zukunft aufbrechen zu müssen?

Nun, alle drei im kommenden Sommer zu behalten, dürfte zumindest schwierig werden.

Borussia Dortmund bejubelt einen Treffer von Giovanni Reyna (mitte)

Fotocredit: Getty Images

Überflieger Reyna: Auf dem Radar von Real Madrid

"Das war bis jetzt eine perfekte Entscheidung", sagt Reyna über den Schritt, den er im Juli 2019 tat. Damals kam der US-Boy aus der Academy des New York City FC zum BVB - Platz fand er zunächst in der U19.

Dort allerdings hielt er sich nicht lange auf. Mittlerweile ist der offensive Mittelfeldspieler aus der Startelf des Profikaders nicht mehr wegzudenken. Das macht EIndruck.

Mittlerweile häufen sich die Gerüchte, dass sich besonders Real Madrid mit einer Verpflichtung des Borussen-Juwels beschäftigt. Auf lange Sicht, soll Reyna dort nach "Marca"-Informationen eine gewichtige Rolle spielen.

Pech für die Königlichen: Der BVB hat seine Hausaufgaben gemacht. Denn der eigentlich nur bis Sommer 2021 laufende Vertrag des Spielers verlängert sich am 13. November 2020 bis ins Jahr 2023. Dann nämlich wird Reyna volljährig. Obendrauf dürfte es eine saftige Gehaltserhöhung geben.

BVB-Manager Zorc lehnte sich schon weit aus dem Fenster, als er zu Protokoll gab, man hätte die Absicht "mit Gio eine langfristige Lösung zu finden". Da dürfte nichts mehr schief gehen.

Wie lang Reyna dann tatsächlich in Schwarz-Gelb aufläuft, wird sich zeigen. Mindestens ein weiteres Jahr dürfte aber gesichert sein.

Neuer Manchester-Angriff auf Sancho?

Bei Jadon Sancho sieht dies etwas anders aus.

Den ganzen Sommer lang zogen sich Gerüchte um seinen (angeblich) kurz bevorstehenden Wechsel zu Manchester United. Von Dortmunder Seite wurden die Gerüchte zwar nicht befeuert und auch Sancho hielt sich vornehm zurück.

Doch wurde zwischen den Zeilen mehr als klar, dass zwischen dem Spieler und dem Traditionsklub aus seinem Heimatland ein grundsätzliches gegenseitiges Interesse besteht. Die schwierige Situation, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, machte einen Wechsel dieser finanziellen Größenordnung im Jahr 2020 aber unmöglich. Die Borussia beharrt auf einer Ablöse jenseits der 100 Millionen Euro.

Erholt sich die Lage bis in den kommenden Sommer, dürfte ein neuer Versuch der Red Devils anstehen. Und auch Liverpool und Bayern wird reges Interesse am englischen Nationalspieler nachgesagt.

Sancho über 2021 hinaus in Dortmund zu halten, könnte schwierig werden.

Jadon Sancho sorgt in England für Wirbel

Fotocredit: SID

Haaland: Heißbegehrt seit Dienstbeginn

Der BVB wusste im Moment der Vertragsunterzeichnung im Januar 2020, was für eine Rakete man sich mit Erling Braut Haaland in die eigene Kabine geholt hatte. Dementsprechend machte man Zugeständnisse.

Zwar gewährte man dem Norweger keine schriftlich fixierte Ausstiegsklausel, eine Absprache soll es aber sehr wohl geben. 2022 - also nach zweieinhalb Jahren im Ruhrgebiet - soll der Torjäger weiterziehen dürfen.

Europas Topklubs - allen voran, wie bei Reyna, Real Madrid - soll brennend interessiert sein. Dort soll Haaland in zwei Jahren Karim Benzema in der Sturmmitte ersetzen und einen mehr als königlichen Angriff mit Kylian Mbappé bilden. So zumindest der Plan.

Haaland hat die freie Auswahl. Bis dahin wird er sich beim BVB weiter empfehlen, knapp zwei Jahre noch.

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