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BVB: Lothar Matthäus fordert mehr Verantwortung von den Spielern
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Publiziert 15/12/2020 um 19:26 GMT+1 Uhr
Mit der Entlassung von Trainer Lucien Favre hat Borussia Dortmund auf den Negativtrend der letzten Wochen reagiert. Für Lothar Matthäus reicht diese Maßnahme aber nicht aus. Der 59-Jährige nimmt auch die Spieler in die Pflicht. "Wir wissen, dass der Trainer verantwortlich ist, aber einige Spieler machen es sich zu einfach", schreibt der Rekordnationalspieler in seiner Kolumne bei "Sky".
Marco Reus
Fotocredit: Getty Images
Das Kapitel von Lucien Favre beim BVB ist beendet. Für ihn übernimmt sein vorheriger Co-Trainer Edin Terzic. Dieser erklärte bereits, bei den Schwarz-Gelben nicht alles auf den Kopf stellen zu wollen. Allzu viel soll sich also nicht ändern.
Das wiederum sieht Lothar Matthäus in seiner "Sky"-Kolumne kritisch. Der 59-Jährige schrieb darin: "Wir wissen, dass der Trainer verantwortlich ist, aber einige Spieler machen es sich zu einfach." Vor allem die Führungsspieler sieht der Weltmeister von 1990 in der Verantwortung.
"Ich war überrascht über die Aussagen von Marco Reus ("Wir sind eine Mannschaft, die nicht gut verteidigen kann") oder Mats Hummels, der das Aufbauspiel kritisiert hat. Daran sieht man auch, dass es zwischen Favre und der Mannschaft nicht mehr gestimmt hat", so Matthäus.
Das Vertrauen habe gefehlt, erklärte Matthäus, was auch zu der teils unverblümten Kritik an Favres Taktik führte. "Die Spieler denken dann auch mal an sich und lassen etwas gegen den Trainer los", gab Matthäus zu verstehen.
BVB schielte schon vor der Saison auf Favres Nachfolger
Der Rekordnationalspieler glaubt ohnehin, dass der BVB mit einem bestimmten Plan in die Saison gegangen sei: "Sie haben gedacht, es geht noch eine Saison mit Favre und holen dann einen Trainer, der emotionaler ist und besser nach Dortmund passt."
Hier nennt Matthäus die am höchsten gehandelten Marco Rose, Julian Nagelsmann und Jesse Marsch, die allesamt vom Typ her einem Jürgen Klopp ähnlicher sind, als es Favre war. "Emotion, Ansprache, Begeisterung, Mitfiebern. Das alles waren nicht Favres Stärken, er hatte andere. Rose, Nagelsmann und Marsch sind alle Trainer, die in ihren Vereinen tolle Arbeit abliefern, die attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen lassen", so Matthäus.
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Quelle: Perform
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