Co-Trainer Edin Terzic wird die Mannschaft nun bis Saisonende betreuen. Der bisherige U17-Coach Sebastian Geppert und Talente-Trainer und Ex-Profi Otto Addo werden Terzic dabei zur Seite stehen. Das teilten Watzke, Zorc und Lizenzspielerchef Sebastian Kehl am Sonntagnachmittag den Profis mit.
Favres Co-Trainer Manfred Stefes hingegen wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt.
"Wir alle sind Lucien Favre dankbar für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren, in denen er mit seinem Team zwei Vizemeisterschaften errungen hat. Als Fachmann und als Mensch ist Lucien Favre über jeden Zweifel erhaben", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
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"Ich finde es sehr schade, dass sich unsere Wege hier trennen", zitiert die dpa den entlassenen Coach. "Wir hatten zwei sehr erfolgreiche Jahre und haben eine Mannschaft, die auch in diesem Jahr am Ende eine erfolgreiche Saison gespielt hätte. Davon bin ich nach wie vor überzeugt."
Durch die dritte Niederlage in den fünf letzten Bundesligapartien war der BVB in der Tabelle auf Platz fünf abgerutscht. Schon am Dienstag um trifft der BVB am zwölften Spieltag auf den SV Werder Bremen.
BVB FEUERT FAVRE: RICHTIGE ENTSCHEIDUNG?

Favre-Entlassung fällt BVB "schwer"

Großer Knall am dritten Advent: Die Führungsriege von Borussia Dortmund um Boss Hans-Joachim Watzke hat nach der historischen Demütigung die Geduld verloren und Trainer Lucien Favre freigestellt. Darauf hätten sich die "Entscheidungsträger des BVB einmütig verständigt", teilte der Klub mit.
"Es fällt uns schwer, diesen Schritt zu gehen", sagte Sportdirektor Michael Zorc, fügte aber an: "Gleichwohl sind wir der Meinung, dass das Erreichen unserer Saisonziele aufgrund der zuletzt negativen Entwicklung in der gegenwärtigen Konstellation stark gefährdet ist und wir deshalb handeln müssen."
Favre hatte das Team im Sommer 2018 übernommen, der ersehnte Titelgewinn blieb aber aus. Zudem scheiterte der BVB unter dem Schweizer viermal in Serie im Achtelfinale des DFB-Pokals und der Champions League.
Nach dem desaströsen Auftritt gegen Stuttgart zogen die Verantwortlichen nach einer Krisensitzung nun die Reißleine. Favre soll bereits am Samstag darüber informiert worden sein.

BVB-Pleite bringt Ziele in Gefahr

Nach dem kompletten Systemabsturz bei der dritten Heimniederlage in Folge glaubten die Bosse nicht mehr an einer Wende. Platz fünf mit schon fünf Punkten Rückstand auf die Titelrivalen Bayern München und RB Leipzig genügte nicht ihren Ansprüchen. Sie sahen das Mindestziel Champions League in Gefahr.
Noch schlimmer war allerdings der peinliche Auftritt gegen den VfB. "Das ging gnadenlos schief. Wir haben uns im Minutentakt ins eigene Fleisch geschnitten", haderte Abwehrchef Mats Hummels, der gegen die flinken Schwaben ebenso schlecht aussah wie seine Nebenleute.
Jetzt steht die Mannschaft in der Pflicht. Reus kündigte noch vor Favres Entlassung Gespräche an. "Wir müssen das intern regeln, das werden wir machen", sagte der Nationalspieler und schob mahnend hinterher: "Wenn wir die letzten Spiele so bestreiten, holen wir nix mehr."
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Favre komplett bedient: "Das war eine Katastrophe!"

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