Beinahe gelang dem BVB ein Blitzstart. Jadon Sancho scheiterte in der vierten Minute allerdings am Querbalken. Im Anschluss ging für die Dortmunder vorne zunächst nicht viel. Zwar waren sie spielbestimmend, doch sie schafften es nur selten, ihre vielen Ballaktionen in erwähnenswerte Offensivszenen umzumünzen.
Köln überzeugte kollektiv mit einer guten Arbeit gegen den Ball und ging nach einer Standardsituation sogar in Führung. Ondrej Duda servierte in der neunten Minute eine Ecke von links ins Zentrum. Die hohe Hereingabe landete bei Marius Wolf, der am kurzen Pfosten per Kopf in den Fünfmeterraum verlängerte. Dort drückte Ellyes Skhiri den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie.
Die Gäste ließen in der ersten Halbzeit hinten kaum Lücken aufkommen. Der BVB hatte große Schwierigkeiten, die letzte gegnerische Reihe zu überspielen. Vor dem Seitenwechsel schaffte es das Favre-Team nicht ein einziges Mal, einen Schuss aufs Tor zu platzieren.
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Die Dortmunder boten im zweiten Durchgang eine Leistungssteigerung. Sie schraubten ihren ohnehin schon hohen Ballbesitzanteil nach oben und kombinierten sich im Gegensatz zur ersten Halbzeit einige Male in gute Abschlusspositionen.
Der Effzeh agierte gegen den Ball in einer 5-3-2-Formation und tauchte nur selten im Angriffsdrittel der Borussia auf. Dennoch erhöhten die Gäste und erneut ging ein ruhender Ball em 2:0 voraus. Es war fast eine Kopie des ersten Treffers: Duda servierte von links per Ecke. Wolf schubste Julian Brandt leicht zur Seite und verlängerte per Kopf auf den zweiten Pfosten, wo Skhiri aus geringer Entfernung zum 2:0 traf (60.).
Thomas Meunier, der während des zweiten Tores verletzungsbedingt nicht auf dem Feld war, wurde kurz nach Skhiris vollendetem Doppelpack ausgewechselt. BVB-Coach Favre brachte Thorgan Hazard und stellte von einer Vierer- auf eine Dreier-Abwehrreihe um.
Borussia Dortmund erspielte sich ab der 70. Minute eine Reihe guter Chancen. In der 74. Minute gelang den Hausherren der Anschlusstreffer. Der ebenfalls eingeweschselte Youssoufa Moukoko spielte einen Kurzpass auf Giovanni Reyna, der wenige Meter vor dem Strafraum aus zentraler Position den Ball nach links außen gab. Von dort schoss Hazard trocken zum 1:2 ins rechte untere Eck.
In der 87. Minute wurde Marco Reus links im Sechzehner per langem Schlag bedient. Er legte per Kopf auf den aufgerückten Mats Hummels ab, der aus zentraler Position abzog. Keeper Timo Horn riss die Hände hoch und lenkte den Ball über die Latte.
Die dickste Chance auf den Ausgleich gab es in der fünften Minute der Nachspielzeit. Moukokos Flachschuss aus der linken Strafraumhälfte mutierte zur Flanke, da der Ball deutlich am Kasten vorbeirutschte, jedoch am zweiten Pfosten bei Reus landete. Dieser gab flach in den Fünfer, wo Erling Haaland den Ball aus kurzer Distanz hauchdünn am Tor vorbeischoss.

Die Stimmen:

Felix Passlack (Borussia Dortmund): "In der ersten Halbzeit auf jeden Fall zu wenig. Bei den Standards geschlafen und ich denke in der zweiten Halbzeit dann nochmal alles versucht, das Spiel zu drehen."
Timo Horn (1. FC Köln): "Das es heute der Zeitpunkt ist, ich glaube, dass hätten die wenigsten geglaubt. Sind arg dezimiert schon angereist, haben gestern im Abschlusstraining zwei Jungs, die in den letzten Wochen gespielt haben, verloren - und das war natürlich alles andere als optimal im Vorfeld. Aber wie sich die Jungs heute reingehangen haben - in unserer Situation - gegen einen eigentlich übermächtigen Gegner, das war sensationell."

Der Tweet zum Spiel:

Sowohl Borussia Dortmund als auch der FC Bayern lag zu jenem Zeitpunkt 0:1 zurück. Der FCB drehte die Partie gegen Stuttgart aber anders als der BVB noch (3:1).

Das fiel auf: Favre mit goldenem Händchen - allerdings etwas zu spät

Mit der Einwechslung von Hazard brachte Favre den einzigen Torschützen der Borussia. Doch auffälliger als der Belgier waren zwei andere Joker: Das 16-jährige Sturmjuwel Moukoko sowie der 18 Jahre alte Reyna. Beide waren ebenso am Dortmunder Anschlusstreffer beteiligt
Doch nicht nur das: Moukoko und Reyna sorgten für zahlreiche frische Impulse im Offensivspiel. Die Schwarz-Gelben entwickelten nach dem Doppelwechsel deutlich mehr Torgefahr als davor.

Die Statistik: 18

Nach saisonübergreifend 18 sieglosen Bundesligapartien war es soweit: Der 1. FC Köln fuhr wieder einen Dreier ein. Letztmals war dies den Geißböcken im März diesen Jahres gelungen.

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