Natürlich ist das etwas überspitzt, aber ein Blick auf die Statistiken, nachdem nun fast die Hälfte der Saison gespielt ist, lässt keinen anderen Schluss zu. 484 Minuten hat der FC in der Bundesliga kein Tor mehr geschossen, insgesamt kommt das Team auf nur 13 Tore in 16 Partien - und das 0:0 gegen Hertha BSC war das 14. Heimspiel in Serie ohne Sieg.
Gisdol konnte mit dem Punktgewinn "gut leben", wie er betonte, denn "wichtig war, zu null zu spielen". Dies war nach dem jüngsten 0:5 beim SC Freiburg auch dringend notwendig - bei einer weiteren Niederlage wäre die Situation für den FC und auch für den angezählten Trainer noch brenzliger geworden. So aber herrscht die Gewissheit, den 16. Spieltag auf dem Relegationsrang abzuschließen und die davor platzierte Konkurrenz weiter in Schlagdistanz zu haben.
"Es war wichtig, dass wir eine Reaktion gezeigt haben", meinte Torhüter Timo Horn, der eine gute Leistung zeigte und unter anderem gegen Krzysztof Piatek (13.) stark parierte: "In der Offensive müssen wir uns noch mehr Lösungen einfallen lassen, dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen."
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Daran muss Köln arbeiten

Die Frage ist nur: Wie sollen diese Einfälle aussehen? Das Spiel gegen Berlin machte deutlich, wie viel Arbeit noch wartet. Durchdachte Spielzüge waren nicht zu sehen, Stürmer Anthony Modeste saß auf der Bank und fehlte entsprechend als Abnehmer der überraschend vielen Flanken. Und als der Franzose dann doch eingewechselt wurde, hätte er fast die Niederlage verschuldet. Herthas Matteo Guendouzi (83.) traf nach Modestes Ballverlust jedoch nur den Pfosten.
Gisdol gab zu:
Dass wir Probleme haben, für Torgefahr zu sorgen, hat man gesehen."
Es bleibt jedoch kaum Zeit, um die Abläufe im Training zu optimieren. Bis Ende des Monats stehen Duelle mit direkten Konkurrenten im Tabellenkeller an. Nach den Auswärtsspielen bei Schalke 04 (Mittwoch) und der TSG Hoffenheim (Sonntag) geht es zu Hause gegen Arminia Bielefeld (31. Januar).
Gisdol wollte diesen Spielen jedoch nicht zu viel Bedeutung beimessen. Der Trainer sagte:
Das größte Gewicht hat man am letzten Spieltag, weil danach Schluss ist - jetzt gilt es für uns, die Stabilität in die nächsten Spiele zu tragen."
Ähnlich sieht es Herthas Coach Bruno Labbadia, der mit seinem Team als 13. weiter den Erwartungen hinterherhinkt. Berlin trifft bereits am Dienstag auf den direkten Konkurrenten Hoffenheim. Die ursprünglich anvisierten internationalen Plätze sind bereits neun Punkte entfernt.
"Ich kenne kein Spiel in der Bundesliga, das nicht wegweisend wäre", sagte Labbadia, der hofft, dass sein Team die Torchancen bald schon besser nutzt: "Das war das Manko."
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