Martin Hintereggers Nervenkostüm hatte stark gelitten, seinen aufkommenden Sorgen ließ er freien Lauf.
"Vor ein paar Wochen war es noch so, dass wir die Champions League erspielen können. Nachdem wir sieben Punkte vorne waren, ist das Gefühl jetzt eher dazu umgeschwenkt, dass wir die Champions League verlieren können", sagte der Österreicher nach dem 1:3 (0:0) bei Angstgegner Bayer Leverkusen.
Der Druck auf die Eintracht sei "spürbar gewesen". Durch die siebte Niederlage in Folge bei der Werkself müssen die Hessen auf der Zielgeraden einer bärenstarken Saison zunehmend um ihre erstmalige Champions-League-Qualifikation der Vereinsgeschichte zittern.
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Die Eintracht bleibt mit 56 Punkten zwar Vierter, der formstarke Vizemeister Borussia Dortmund (55) sitzt den Hessen nach dem Sieg beim Dritten VfL Wolfsburg (57) aber unmittelbar im Nacken.

Adi Hütter: "Benötigen Lockerheit"

Hintereggers "Noch"-Trainer Adi Hütter war deswegen bemüht, seine Fähigkeiten als Psychologe auszuspielen und seinen Spielern vor den letzten drei "machbaren" (Hütter) Spielen etwas den Druck zu nehmen.
"Wir können nicht mehr viel verlieren. Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir unter den ersten Sechs landen würden, hätte das jeder sofort unterschrieben", stellte der 51-Jährige klar: "Wir sind international dabei und versuchen, etwas ganz, ganz Großes zu erreichen, das Frankfurt noch nie erreicht hat. Dazu benötigen wir auch eine gewisse Lockerheit." Diese zu erzeugen, sei seine Aufgabe, betonte der Österreicher.
Auch der scheidende Sportvorstand Fredi Bobic, der die Hessen verlässt und zur kommenden Saison Geschäftsführer bei Hertha BSC wird, zeigte keinerlei Anzeichen von Nervosität. "Wir sind einen Punkt vor Dortmund und machen uns mit Sicherheit nicht in die Hosen deswegen", sagte der 49-Jährige.
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Fredi Bobic bleibt zuversichtlich

In den verbleibenden drei Spielen habe die Eintracht "alles in der eigenen Hand. Der Vorsprung ist geschrumpft, aber auch die anderen Teams haben ein schweres Restprogramm", sagte Hütter mit Blick auf die letzten drei Partien der SGE gegen Mainz, in Schalke und gegen Freiburg. "Jetzt kommen Gegner, die wir schlagen können, dafür benötigen wir aber eine bessere Leistung als heute" so Hütter.
"Es liegt in unserer Hand, wir müssen nur auf uns selbst schauen. Das ist das Schönste", pflichtete Bobic seinem Coach bei: "Wir müssen die Spiele nun mit Vorfreude so angehen, als wäre jede Partie ein Finale" Zudem müsse Dortmund seine Spiele auch erstmal gewinnen, bekräftigte Bobic.
Der deutlich nervösere Hinteregger beruhigte sein angeknackstes Nervenkostüm derweil mit der Gewissheit, durch die DFB-Pokal-Halbfinals am kommenden Wochenende durchschnaufen zu können. "Jetzt haben wir zwei Wochen, um ein wenig herunterzukommen", sagte er: "Dann müssen wir wieder voll angreifen."
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(SID)

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