"Wir werden den kompletten Kader benötigen, um über die Saison zu kommen", sagte der ehemalige Schalker, der mit dem frischgebackenen Triple-Sieger am Freitag (ab 20:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) zum Bundesliga-Auftakt auf seinen Ex-Verein trifft. Aufgrund der Corona-Pandemie startet die Liga in diesem Jahr erst in der zweiten Hälfte des Septembers, eine Winterpause wird es nicht geben. Zudem konnten die Spieler des Rekordmeisters aufgrund des Champions-League-Finalturniers in Lissabon (13. - 23. August) keine volle Vorbereitung absolvieren.

Die Belastung für die Spieler wird dementsprechend hoch sein. So hoch, dass Goretzka empfiehlt, über spielerische Anpassungen nachzudenken. "Wir müssen auch darüber nachdenken, ob wir unsere Spielweise ändern. Wenn man alle 2-3 Tage spielt, wird es schwer, dieses hohe Pressing durchzuziehen."

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Kein Verständnis für Leistner

Goretzka hat allerdings kein Verständnis für den Ausraster von Toni Leistner vom Hamburger SV im Anschluss an das Aus im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden. "Wir sind in so einem emotionalen Kochtopf, wie es Fußballstadien sind, von klein auf solchen Beleidigungen und Schmähungen ausgesetzt. Da muss man schon von einem Spieler erwarten können, dass er die Ruhe bewahrt, da muss man drüber stehen", sagte der Nationalspieler von Bayern München am Dienstag.

"Muss man drüber stehen": Goretzka kritisiert Leistner-Ausraster

Leistner war nach dem 1:4 in Dresden auf die Tribüne geklettert, hatte einen Dynamo-Fan gepackt und ihn zu Boden gestoßen. Der Zuschauer soll ihn zuvor massiv beleidigt haben, Leistner bat hinterher um Entschuldigung.

Goretzka appellierte zudem an die Fans und rief zu Zivilcourage auf. "Das ist im Endeffekt auch eine gesellschaftliche Frage. Ich würde mir erhoffen, dass die Zuschauer, die um diese Person herum sind, da eingreifen und denjenigen darauf hinweisen, dass das völlig falsch ist", sagte der Mittelfeldstar. Dennoch sei es als Spieler "dann doch zu viel des Guten", in solchen Fällen "über die Bande zu klettern".

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(mit SID)

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