FC Bayern ohne David Alaba? Diese Transfers würden Flick helfen

Der Vertragspoker um David Alaba ist das große Thema beim FC Bayern. Der Spieler selbst, Trainer Hansi Flick, Präsident Herbert Hainer und Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge haben sich öffentlich positioniert und die Spekulationen angeheizt. Verlässt Alaba den Klub im Winter, muss der wohl auf dem Transfermarkt aktiv werden. Eurosport.de hat sich in Europa umgehört, welche Profis infrage kämen.

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2008 kam David Alaba als 19-Jähriger von Austria Wien zum FC Bayern, wo er sich über die U19 und die zweite Mannschaft in den Profi-Kader kämpfte. Eine Erfolgsgeschichte, die nach neun Meisterschaften und zwei Champions-League-Titeln noch immer andauert.
Die Frage ist nur: wie lange noch?
Im Juni 2021 läuft der Vertrag des Österreichers aus, bislang liefen alle Anstrengungen, mit dem 28-Jährigen zu verlängern, ins Leere. Der Poker gipfelte darin, dass der FC Bayern sein Angebot Anfang November zurückzog.
Sportvorstand Hasan Salihamidzic habe "aktiv beim Berater nachgehakt", erklärte Präsident Hainer dem "Bayerischen Rundfunk". Die Antwort habe gelautet, "dass das Angebot noch immer unbefriedigend ist und wir weiter nachdenken sollen. Daraufhin haben wir uns entschlossen, dass Angebot komplett vom Tisch zu nehmen."
Kommt es zur Trennung im Winter, es wäre die letzte Chance für den Verein auf eine Ablöse, sähe sich Flick mit einem massiven Problem in der Defensive konfrontiert. Alaba ist seit Jahren Leistungsträger und im Defensivverbund zusammen mit Lucas Hernández der einzige Linksfuß. Da der Franzose aber meist als Außenverteidiger agiert, würde den Bayern in der Innenverteidigung ein Linksfuß fehlen.
Mit Dayot Upamecano von RB Leipzig, Antonio Rüdiger vom FC Chelsea, Gladbach-Profi Matthias Ginter oder Neapel-Verteidiger Kalidou Koulibaly kursieren zwar viele prominente Namen, die Genannten sind allerdings allesamt rechtsfüßig.
Die Auswahl an linksfüßigen Kandidaten ist dünn. Eurosport.de hat daher bei den internationalen Eurosport-Experten nach je einer Alternative aus den fünf großen Ligen angefragt.
Diese Linksfüße könnten die Alaba-Nachfolge antreten:

SPANIEN

Experten-Meinung von Juan Perez (Eurosport Madrid): "Einer aus der Jugendakademie des FC Villarrreal, der sowohl in der Luft als auch in der Ballbehandlung stark ist. Torres hat großen Anteil daran, dass Villarreal derzeit auf Tabellenplatz zwei in La Liga steht. Seit vergangenem Jahr ist der 23-Jährige überdies Teil der spanischen Nationalmannschaft."
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Hat Torres das Format für den FC Bayern? Der 1,91 m große Spanier ist ein echter Innenverteidiger und passt als Linksfuß perfekt ins Anforderungsprofil in München. Sein Potenzial steht außer Frage. Das Problem: Torres verfügt noch nicht über die Erfahrung auf europäischem Topniveau, wäre eher eine langfristige Lösung für die Bayern. Da der Nationalspieler bei Villarreal noch bis 2024 unter Vertrag steht und einen geschätzten Marktwert von rund 30 Millionen Euro hat, käme im Fall eines Transfers eine große Investition auf die Bayern zu.

ITALIEN

Experten-Meinung von Samuele Ragusa (Eurosport Mailand): "Bastoni kommt aus der Jugend von Atalanta Bergamo und hat schon früh das Interesse von Inter geweckt, wo er eine wichtige Rolle spielt. In den vergangenen beiden Jahren hat er unter Trainer Antonio Conte eine Menge internationaler Erfahrung gesammelt. Der nächste Schritt, vielleicht zu Bayern, dürfte entscheidend sein für den weiteren Verlauf seiner Karriere sein.
Hat Bastoni das Format für den FC Bayern? 21 Jahre alt, Linksfuß, bei einem Topklub unter Vertrag, Champions-League-Erfahrung - Bastoni kann gute Argumente vorweisen, weshalb er eine Bereicherung für den FC Bayern sein könnte. Den deutschen Fußball-Fans fiel der Italiener zuletzt vor rund drei Wochen auf, als er beim 2:2 in der Königsklasse gegen Borussia Mönchengladbach in der 90. Minute den Treffer von Romelu Lukaku vorbereitete. Sollten sich Inter und Bayern einigen, wäre ein Wechsel nach München durchaus vorstellbar.

FRANKREICH

Experten-Meinung von Vincent Bregevin (Eurosport Paris): "Kimpembe ist Stammspieler bei PSG und damit auch regelmäßig in der Champions League am Ball. Der Weltmeister von 2018 spielt auch in der Nationalmannschaft wieder mehr, nachdem er eine schwache Saison 2018/2019 hingelegt hatte. Seitdem zeigt die Kurve steil nach oben. Und: Kimpembe ist bei aller Erfahrung und allem Erfolg immer noch erst 25 Jahre alt.
Hat Kimpembe das Format für den FC Bayern? Klare Frage, einfache Antwort: ja, hat er! Das einzige, dafür aber große Problem: Kimpembe verlängerte erst im Sommer seinen Vertrag in Paris bis 2024, die Bayern müssten also richtig tief in die Tasche greifen, um den Franzosen jetzt bei PSG loszueisen.

GROSSBRITANNIEN

Experten-Meinung von Dan Quarrell (Eurosport London): "Mings ist ein Abwehrspieler, der gerne das Kommando übernimmt und extrem solide spielt. Gleichermaßen stark am Boden wie in der Luft, ist der 27-Jährige der Fels in der Innenverteidigung der Villans.
Hat Mings das Format für den FC Bayern? Der dreimalige englische Nationalspieler ist einer der Schlüsselfiguren für die bislang so starke Saison von Aston Villa. Mings beschränkt sich nicht nur auf die Defensivarbeit, sondern hat auch Zug nach vorne. Zwei Tore und einen Assist hat er nach sieben Spieltagen in der Premier League bereits auf dem Konto. Mit einer Größe von 1,95 m bringt er Idealmaße mit für die Innenverteidigung. Mings könnte eine Verstärkung sein für die Bayern, die den Engländer dafür aber aus seinem bis 2024 laufenden Vertrag bei Aston Villa herauskaufen müssten.

DEUTSCHLAND

Experten-Meinung von Tobias Laure (Eurosport München): "Der 29-Jährige laboriert derzeit zwar an muskulären Problemen, stellte aber zu Saisonbeginn seine Klasse unter Beweis. RB-Coach Julian Nagelsmann vertraute Halstenberg in allen Wettbewerben und brachte ihn meist über 90 Minuten. Der achtmalige Nationalspieler zahlte mit guten Leistungen und beim 4:0 gegen Schalke sogar mit einem Treffer zurück. Spielt zwar meist als Außenverteidiger, kann aber auch in der Mitte ran."
Hat Halstenberg das Format für den FC Bayern? Fest steht: Der Leipzig-Profi verfügt national wie international über Erfahrung und wäre von Flick auch problemlos als linker Außenverteidiger einsetzbar. Darüber hinaus ist der Abwehrspieler mit 29 Jahren im besten Alter, um mit Übersicht und unaufgeregt seinen Mann in der Innenverteidgung zu stehen. Halstenberg steht bei RB noch bis 2022 unter Vertrag, die Ablöse dürfte sich irgendwo zwischen 10 und 20 Millionen Euro einpendeln. Eine Option, über die es sich nachzudenken lohnt an der Säbener Straße.
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Der Alaba-Poker: Diese Optionen hat der Bayern-Star jetzt

Quelle: Eurosport

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