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FC Bayern München: Trainer Hans-Dieter Flick spielt auf Zeit - Bleibt er oder geht er?
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Publiziert 16/04/2021 um 18:58 GMT+2 Uhr
Auch am Tag vor dem Spiel des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg blieb Hans-Dieter Flick eine klare Aussage zu seiner Zukunft beim deutschen Rekordmeister schuldig. Der Trainer berichtete zwar von einem aktuellen Gespräch mit Vorstandsmitglied Oliver Kahn. Der Inhalt überraschte dabei aber durchaus. Um das bestimmende Thema der vergangenen Wochen soll es gar nicht gegangen sein.
FC Bayern: Flick, Salihamidzic und Kahn (v.l.n.r.)
Fotocredit: Imago
"Wenn Oliver mit mir quatschen möchte, kann er das gerne tun. Ich habe Zeit", hatte Hans-Dieter Flick am Dienstagabend gesagt.
Gerade war der Trainer mit dem FC Bayern bei Paris Saint-Germain aus der Champions League ausgeschieden und wurde bei "Sky" natürlich auf das im Raum stehende Gespräch mit dem Vorstandsmitglied und ehemaligen Weltklassetorwart Oliver Kahn angesprochen.
Flick wusste - zumindest sagte er das - von nichts, hätte aber Zeit.
Nun, drei Tage später berichtete er, dass ein Gespräch stattgefunden hat. Das dringend zu klärende Thema - bleibt der Coach oder geht er zum DFB? - wurde aber ausgespart.
"Ich habe kurz mit Oliver gesprochen. Aber über andere Dinge", sagte Flick auf der Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel gegen Wolfsburg (Samstag ab 15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de). Das Aus in Paris und der anstehende Endspurt der Liga seien besprochen worden.
Außerdem habe er sowieso "keinen Druck" mit der ganzen Geschichte, betonte der Sextuple-Coach. Eine Meinung, mit der er allerdings relativ alleine dastehen dürfte. Denn sowohl der DFB als auch sein aktueller Verein würden eine Entscheidung sicher begrüßen - je eher desto besser.
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Flick verrät: Das haben Kahn und ich besprochen
Quelle: Perform
Flick sehnt sich nach dem fünften Stern
Trotzdem versuchte Fick das Hauptaugenmerk weg von den Nebengeräuschen hin zum sportlichen Geschehen zu lenken. Sechs Spiele stehen für den FC Bayern nämlich noch auf dem Plan. Alle in der Bundesliga.
Es ist die einzige Hochzeit, auf der die Münchner noch tanzen. Also die einzig verbliebene Titelchance.
Das ist ungewohnt für die Pokalhamster aus dem Süden und gerade deswegen sieht es Flick als seine oberste Aufgabe an, alle Kräfte zu bündeln, um zumindest die Meisterschaft einzufahren. Es wäre die neunte in Folge und die 30. insgesamt.
"Ich habe gehört, dass wir einen fünften Stern aufs Trikot bekommen könnte, wenn wir nochmal Meister werden", sagte er, "das wäre eine schöne Sache".
Und deshalb will der Coach vor der "sehr, sehr wichtigen Woche" mit dem Bundesliga-Gipfel beim Tabellendritten Wolfsburg und zwei weiteren Spielen die nervigen Diskussionen um seine Zukunft ausblenden.
Voller Fokus auf VfL, Leverkusen und Mainz. So lautet das Flick'sche Mantra.
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Hans-Dieter Flick
Fotocredit: Getty Images
Zwei Wochen spielfrei: Zeit für Entscheidungen?
Diese Problemaufschiebungstaktik dürfte in dieser Woche funktionieren. Danach allerdings wird sich der 56-Jährige erklären müssen. Dann nämlich haben die Bayern zwei ganze Wochen spielfrei.
Genug Zeit also, um wichtige Gespräche zu führen - für Verein und Coach.
Bis dahin dürften die Fragen nach seiner Zukunft den amtierenden Meistertrainer aber verfolgen. Bei jeder Gelegenheit wird er darauf angesprochen werden. Nachvollziehbar, wie Franz Beckenbauer findet.
"Natürlich muss er sich zu irgendetwas bekennen", forderte der Bayern-Ehrenpräsident bei "Sport1". Solange Flick ein klares 'Ja' zu seinem bis 2023 laufenden Vertrag vermeide, müsse er mit den Spekulationen "leben".
Fünf Stern will auch der DFB
Ein wenig ließ sich der Bayern-Trainer dann doch noch in die Seele schauen. Er bevorzuge Harmonie, sagte er und präzisierte: "Aber es gibt im Leben nie etwas, das zu 100 Prozent passt. Man muss Konflikte in Kauf nehmen. Mit Harmonie ist die Ausgangsposition aber vielverprechender."
Ein durchaus merklicher Seitenhieb in Richtung seines "Widersachers" Hasan Salihamidzic. Mit dem Sportvorstand liegt der 56-Jährige seit Monaten über Kreuz.
Die Sache mit dem fünften Stern dürfte für Flick übrigens auch bei seinem (voraussichtlich) neuen Arbeitgeber interessant werden.
Bei der Winter-Weltmeisterschaft in knapp eineinhalb Jahren kämpft die deutsche Nationalmannschaft um ihren fünften WM-Titel. Die Chance ist groß, dass dann Hansi Flick als Bundestrainer an der Seitenlinie steht.
EXTRA TIME - DER EUROSPORT-PODCAST:
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Flick über Meisterschaftskampf: "Kann sein, dass es eng bleibt"
Quelle: Perform
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