München - Berlin, Berlin - Katar, Katar - München.
Das Programm des FC Bayern in den kommenden knapp zwei Wochen hat es in sich. Flankiert von den Bundesligaspielen bei Hertha BSC (Freitag schon ab 20:00 Uhr im Liveticker) und im eigenen Stadion gegen Arminia Bielefeld tritt der FC Bayern unter der Woche im knapp 4.200 km Luftlinie entfernten Katar bei der Klub-WM an.
Für Trainer Hansi Flick nicht bloß eine lästige Pflichtaufgabe oder zusätzliche Belastung im durch die Corona-Pandemie ohnehin schon eng getakteten Terminkalender. "Wir wollen alle den nächsten Titel holen. Das ist nicht einfach, es sind zwei Spiele zu spielen", zeigte sich der 55-Jährige gut gelaunt und angriffslustig auf der Pressekonferenz am Mittwoch. "Damit würde die Mannschaft Geschichte schreiben. Das ist unser Ziel, wohlwissend, dass es eine schwierige Aufgabe ist."
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Flick wittert seinen fünften Titel als Cheftrainer des FC Bayern und freut sich auf "eine Abwechslung zum Alltag", weist aber auch auf die Gefahren hin, die mit der Reise nach Katar verbunden sind. Immerhin stuft das Auswärtige Amt den kleinen Wüstenstaat mit seinen Einwohnern rund 2,7 Millionen Einwohnern als Risikogebiet ein.
Sei's drum, the show must go on!

Rotation spielt eine wichtige Rolle

Neben dem nächsten Titel für Flicks Triple-Sieger sollen die kommenden zwölf Tage aber auch einen anderen praktischen Zweck erfüllen. Sie sollen Spielpraxis für die Spieler liefern, die im Tagesgeschäft nicht so oft zum Zug kommen.

Marc Roca, Eric Maxim Choupo-Moting, Bouna Sarr (v.l.) für den FC Bayern im Einsatz

Fotocredit: Getty Images

"Katar ist von der Belastung auch sehr hoch. Wir haben erst den Flug, montags und donnerstags die Spiele. Dort ist nicht viel Zeit", skizzierte Flick wohlwissend, dass sein Kader breit genug ist, um die zusätzliche Belastung verteilen zu können.
Deshalb ist das Gastspiel in Katar durchaus auch eine Chance für die Spieler 12-18 im Bayern-Kader. "Wir wollen möglichst alle Spieler zum Spielen bringen", antwortete Flick auf die Frage, ob der Fokus rein auf dem Titel oder zusätzlich auch auf dem Thema Rotation liegen wird.

Nübel und Nianzou fehlen - Fragezeichen hinter Martínez und Goretzka

Mit Javi Martínez und Leon Goretzka wurden kürzlich zwei Bayern-Profis positiv auf das Coronavirus getestet. Ob die Mittelfeldspieler trotz Eintrag auf der Kaderliste mit an den Persischen Golf reisen, ist noch unsicher.
"Bei Javi Martínez und Leon Goretzka müssen wir abwarten. Nach der Quarantäne müssen sie einen Test machen, den müssen wir abwarten. Da kann ich noch nicht zu 100 Prozent sagen, ob sie dabei sind. Bei Javi ist jetzt die Quarantäne vorbei, bei Leon geht sie bis Freitag."

Leon Goretzka (FC Bayern)

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Sicher in der Münchner Heimat werden der verletzte Ersatztorwart Alexander Nübel und Tanguy Nianzou Kouassi bleiben - obwohl auch sie für die Katarreise gemeldet wurden. "Wir mussten die Kaderliste sehr früh abschicken, deshalb ist der eine oder andere Spieler drauf, der verletzt ist", erklärte der Trainer. Beide Spieler werden ihre Reha (Nübel) sowie das Aufbautraining (Nianzou Kouassi) in München absolvieren.

FC Bayern: Die Lust auf Titel ist immer noch da

Man merkt den Münchnern dieser Tage an, dass die Schwächephase rund um den Jahreswechsel mittlerweile verdaut ist. Das neue Jahr ist gut einen Monat alt und schon bald geht es in Liga und Champions League wieder ans Eingemachte.
In der "Erntezeit" waren die Bayern zuletzt eine Klasse für sich, die Klub-WM dürfte daher auch ohne die sportlich ganz großen Aufgaben im Grunde ein Event nach bajuwarischem Geschmack sein. Das erste Spiel bestreitet der Champions-League-Sieger am Montag im Halbfinale (ab 19:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) , das Finale sowie Spiel um Platz drei finden am Donnerstag statt.

Hans-Dieter Flick beim 4:0-Sieg des FC Bayern München beim FC Schalke 04

Fotocredit: Getty Images

"Die Mannschaft ist sehr konzentriert, aber auch mit Spaß dabei. Die Einheiten heute und gestern haben mir gut gefallen und ich bin so weit zufrieden", bestätigte Flick einen Reporter-Eindruck von den letzten Trainigseinheiten.
Es ist in gewisser Weise auch typisch für den Rekordmeister, die forderndsten Phasen eher als Herausforderung, denn als Belastung zu sehen.
Frei nach dem Motto: Was sind schon vier Spiele in zwölf Tagen?
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