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Gladbach - Leipzig: Erste Niederlage von RB, Bayern Tabellenführer
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Publiziert 31/10/2020 um 20:24 GMT+1 Uhr
Ausgerechnet Hannes Wolf hat RB Leipzig von der Tabellenspitze geschossen. Der an Borussia Mönchengladbach ausgeliehene Österreicher erzielte beim 1:0 (0:0)-Sieg der Fohlenelf gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber sein erstes Bundesliga-Tor. Die Sachsen kassierten somit die erste Liga-Niederlage der Saison und müssen nach drei Wochen den Platz an der Sonne Bayern München überlassen.
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Beide Vereine spielten in den Anfangsminuten forsch nach vorne. Abtasten war nicht angesagt. Sowohl Gladbach als auch Leipzig versuchten, sich schnell in die Gefahrenzone zu bringen, doch das gelang nur selten. RB ließ defensiv kaum Lücken aufkommen, weswegen für die Borussen meist vor dem Angriffsdrittel Schluss war. Auch die Defensivreihe der Fohlen überzeugte, diese wurde jedoch öfter als auf der anderen Seite überspielt. Zwingende Torchancen waren dennoch Mangelware.
Beide Mannschaften neutralisierten sich in vielen Phasen der Partie im Mittelfeld, befanden sich spielerisch auf Augenhöhe. Die Gäste hatten ein jedoch ein Chancenplus und hatten Ihre beste Möglichkeit im ersten Abschnitt in der neunten Minute: Benjamin Henrichs spielte auf der rechten Seite vertikal zu Yussuf Poulsen, der auf Alexander Sörloth weiterleitete. Dieser bediente seinen Passgeber, der halbrechts in im Strafraum direkt abzog. Schlussmann Yann Sommer riss die linke Hand hoch und lenkte den Ball über den Querbalken.
Das Geschehen wurde nach dem Seitenwechsel zunächst von relativ vielen Fouls geprägt, worunter der Spielfluss litt. Als diese Phase beendet war, ging eine tolle Kombination dem Gladbacher Führungstreffer voraus.
Ramy Bensebaini schaltete sich in der 60. Minute sich ins Offensivspiel ein und bediente Alassane Pléa auf der linken Außenbahn. Dieser gab flach nach innen auf Patrick Herrmann, der auf RB-Leihgabe Hannes Wolf ablegte. Dessen halbhoher Schuss besorgte das 1:0 - der Ball schlug rechts im Tor ein.
Im Anschluss brachte RB-Coach Julian Nagelsmann vier neue Akteure und erhöhte den Offensivdruck. In der 67. Minute kassierten die Roten Bullen allerdings beinahe das 0:2: Stefan Lainer lief die rechte Seite entlang und gab flach ins Zentrum. Pléa kam vom Strafraumrand per Direktabnahme zum Abschluss und schoss den Ball links oben ans Aluminium.
Die Gladbacher zogen sich nach ihrem Treffer zurück, standen kollektiv sehr tief. Neunmal kamen die Sachsen nach dem Pausentee zum Abschluss, davon wurde jedoch nur ein Schuss auf den Kasten platziert. Die Hausherren fokussierten sich auf die Defensivarbeit, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen - das schafften sie.
Die Stimmen:
Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Ein wichtiger Sieg für uns. Es war ein schwieriges Spiel. Man hat gesehen, dass wir schon einige Spiele in den Beinen haben. Wir hatten die klareren Chancen und damit auch verdient gewonnen. Schön, wie wir das Spiel zu Ende gebracht haben."
Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Es hat sich eher wie ein Unentschieden-Spiel angefühlt. Wir hatten mehr Abschlüsse, aber Gladbach hatte die besseren. Wenn wir den Druck am Ende länger so hochgehalten hätten, hätten wir auch noch das 1:1 gemacht."
Alexander Sørloth (RB Leipzig): "Grundsätzlich haben wir gut gespielt. Vor dem gegnerischen Tor müssen wir jedoch besser und effektiver werden - uns größere Chancen kreieren. Es sind nur kleine Details, die wir ändern müssen. Niederlagen sind nicht schön, aber sie passieren. Wir werden daraus lernen und stärker zurückkommen."
Péter Gulácsi (RB Leipzig): "Es war ein ausgeglichenes Spiel mit nicht allzu vielen Großchancen. Zwischen beiden Teams lag kein großer Leistungsunterschied. Sowohl wir als auch den Gladbachern hat etwas die Frische gefehlt. Aber so ist die Situation nun einmal aktuell. Wir haben nach dem 1:0 versucht, den Ausgleich zu erzielen und hatten auch gute Situationen. Der letzte Pass wollte aber nicht so recht ankommen. Die Borussia ist eine sehr gute Mannschaft. Dennoch hatten wir uns mehr vom Spiel erhofft."
Der Tweet zum Spiel:
Und das ausgerechnet gegen Leipzig. Wolf ist bis Saisonende von RasenBallsport an die Fohlen ausgeliehen.
Das fiel auf: Umstellung auf die Viererkette fruchtete
Leipzig musste in dieser Woche - ebenso wie Borussia Mönchengladbach - bereits ran. In der Königsklasse bekam es RB am Mittwoch auswärts mit Manchester United zu tun und kassierte dabei die höchste Pleite der noch jungen Vereinsgeschichte (0:5). Bei der Klatsche im Old Trafford ließ Nagelsmann in einer 3-5-2-Grundformation beginnen, gegen die Fohlen stellte er auf ein 4-4-2 um. Das zahlte sich aus, denn seine Schützlinge standen defensiv viel stabiler, ließen nur wenige gegnerische Abschlüsse zu. Im Vergleich: Die Red Devils schossen gegen RB 15 Mal, die Borussen lediglich fünfmal. Zu einem Punktgewinn reichte es für die Bullen allerdings erneut nicht.
Die Statistik: 8
Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig trafen neunmal in einer Pflichtpartie aufeinander - jeweils in der Bundesliga. Siegen konnten die Fohlen dabei bis dato nie - das änderte sich jedoch durch diesen Heimdreier. Sie kassierten zuvor fünf Pleiten und teilen dreimal die Punkte. RasenBallsport spielte gegen keinen Klub im deutschen Fußball-Oberhaus ebenso oft, ohne dabei bezwungen zu werden.
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