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FC Bayern München: Jamal Musiala hat gute Chancen unter Hansi Flick
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Publiziert 22/09/2020 um 23:05 GMT+2 Uhr
Jamal Musiala erzielte in seinem erst zweiten Bundesligaspiel seiner Karriere sein erstes Bundesligator und schrieb damit Geschichte. Der 17-Jährige gilt als Megatalent, bringt Qualitäten mit, die Parallelen zu Arjen Robben aufweisen. Trainer Hansi Flick will den Youngster behutsam aufbauen. Trotz großer Konkurrenz im Kader wird Musiala seine Einsatzzeiten bekommen.
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Tempodribbling auf der Außenbahn, Haken in die Mitte, trockener Abschluss ins Glück.
Beim FC Bayern München war genau diese Aktion jahrelang das Markenzeichen von Arjen Robben. Gegen den FC Schalke 04 kopierte ein Youngster Robben erfolgreich und erzielte so den 8:0-Endstand: Jamal Musiala.
Der 17-Jährige erzielte damit in seinem zweiten Bundesligaspiel nicht nur sein erstes Tor, sondern löste damit auch Roque Santa Cruz ab und avancierte zum jüngsten Torschützen in der Bundesliga-Historie des Rekordmeisters.
"Jamal hat ein wunderbares Tor gemacht. Das zeigt er auch im Training so. Er ist ein ausgezeichneter Fußballer", lobte Bayern-Trainer Hansi Flick seinen Schützling. Der 55-Jährige schob allerdings sogleich nach: "Wir werden versuchen, ihn behutsam dahin zu führen, dass er noch besser wird und uns noch mehr helfen kann."
Aber das ist ein weiter Weg. Ein sehr weiter Weg, denn schließlich ist die Konkurrenz gewaltig. Musiala, der im offensiven Mittelfeld zu Hause ist, hat dort unter anderem Leroy Sané, Serge Gnabry, Kingsley Coman und Thomas Müller vor der Nase.
FC Bayern München: Flick fördert gezielt die Talente
Doch seit Flick das Kommando beim FC Bayern übernommen hat, sind die Chancen für die Youngster bei den Profis so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Denn mit Joshua Zirkzee (19), Sarpreet Singh (21), Oliver Batista Meier (19), Chris Richards (20) und Musiala kamen in der abgelaufenen Saison gleich fünf Nachwuchskräfte zu ihren Bundesligadebüts.
"Immer mehr Talente klopfen bei den Profis an, unsere Jugendarbeit wird mehr und mehr zum Quell von jungen Spielern - endlich, wo David Alaba der Letzte war, der vor über zehn Jahren den Sprung geschafft hat", erklärte Bayern-Präsident Herbert Hainer im Vereinsmagazin "51".
Die Chancen auf Einsatzminuten für Musiala sind trotz der übermächtig erscheinenden Konkurrenz gar nicht mal so gering. Aufgrund der Corona-Pandemie und den Erfolgen – mit Bundesliga, Pokal, Champions League, Klub-WM sowie dem deutschen und europäischen Supercup ist der FCB 2020/21 in gleich sechs Wettbewerbern vertreten - haben die Bayern ein knüppelhartes Fußballjahr mit eng getaktetem Spielplan vor der Brust.
Dadurch muss Flick die Rotationsmaschine fast zwangsläufig anschmeißen. "Wir müssen unseren Kader angesichts des fürchterlichen Rahmenterminkalenders in den nächsten zwei Jahren mit Talenten verbreitern – nicht mit Stars", gab Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit "France Football" den Nachwuchskräften Hoffnung auf Einsätze.
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FC Bayern München: Die steile Karriere des Jamal Musiala
Was den Spielern aus der zweiten Reihe zudem entgegenkommt: Anders als zum Beispiel in der dritten Liga oder der Premier League sind in der Bundesliga weiterhin fünf statt drei Wechsel erlaubt. So kam Musiala gegen Schalke in Minute 73 zusammen mit Richards und Michaël Cuisance ins Spiel. Einen solchen Dreierwechsel würde es bei nur drei möglichen Auswechslungen nur in Ausnahmefällen geben.
Musiala, Sohn eines Nigerianers und einer Deutschen, kam in Stuttgart zur Welt, hat aber auch einen englischen Pass und spielt für die U17-Nationalmannschaft der Three Lions. Ein Wechsel zum DFB ist allerdings noch möglich. "Ich würde mich auf jeden Fall um ihn bemühen. Aber das ist seine Entscheidung, er hat da auch klare Vorstellungen", sagte Flick.
Musiala, der in der vergangenen Saison am 33. Spieltag gegen den SC Freiburg (3:1) sein Bundesligadebüt feierte, war damals erst 17 Jahre und 115 Tage alt. 2019 wechselte der Youngster nach acht Jahren in der Jugend beim FC Chelsea zum FC Bayern. Dort spielte er zunächst in der U17, bevor er zur vergangenen Rückrunde in die U19 aufrückte.
Nach der Coronapause spielte er zudem achtmal unter Sebastian Hoeneß für die zweite Mannschaft in der dritten Liga und trug somit zur Meisterschaft der Bayern-Amateure bei. Die Karrierekurve des Offensivspielers zeigt also stark nach oben.
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FC Bayern München: Musiala pendelt zwischen den Mannschaften
"Er ist technisch sehr gut und entwickelt Dynamik, wenn er im Ballbesitz ist", schwärmte Flick über das Nachwuchsjuwel. Allerdings betonte der Bayern-Coach auch: "Er ist ein junger Spieler und muss noch den einen oder anderen Schritt machen, um Dinge so umzusetzen, wie es die Profis machen."
Daher ging es zwei Tage nach seinem ersten Bundesligator gegen Schalke auch wieder zurück in die zweite Mannschaft. Im Stadtderby gegen Türkgücü (2:2) stand Musiala in der Startelf und spielte 66 Minuten.
Auf den dauerhaften Schritt in die erste Mannschaft muss der 17-Jährige also noch warten. Mit seinen Qualitäten à la Arjen Robben ist der Sprung in den Kader des Triple-Siegers allerdings nur eine Frage der Zeit.
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