Großkreutz blickte am Mittwochabend im "Sportschau-Club" bei Moderator Alexander Bommes auf seine 14-jährige Profi-Laufbahn zurück. In dieser Zeit wurde er Weltmeister, zweimal Deutscher Meister, Pokalsieger, Champions-League-Finalist und einer der umstrittensten Profis der Bundesliga. "Ich stand mir manchmal selbst im Weg", gestand der 32-Jährige.
Döner-Wurf, Pinkel-Affäre, Beteiligung an einer Schlägerei und sonstige Eskapaden: Großkreutz hat in den vergangenen Jahren regelmäßig für Schlagzeilen außerhalb des Platzes gesorgt und sich damit das Leben sicher nicht leichter gemacht. Sowohl im Boulevard als auch bei der Konkurrenz wurde er nicht selten belächelt.
In Dortmund hingegegen genießt er weiterhin große Wertschätzung. Das wurde bei den Grußbotschaften von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und Ex-Dortmund-Coach Jürgen Klopp sehr deutlich. Der heutige Liverpool-Coach nannte Großkreutz "einen der großartigsten Typen, die ich jemals trainiert habe" und fügte an: "Vielen Dank für alles, was du für uns getan hast. Du bist eine BVB-Legende."
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Großkreutz berührte die eingespielte Sequenz sichtlich. "Das sind schon emotionale Worte", sagte er mit Tränen in den Augen.

BVB: Großkreutz lebte seinen Traum

Sowohl Spieler als auch Trainer verließen den BVB im Sommer 2015. Klopp ging wenige Monate später nach Liverpool, um einem der größten Klubs der Welt neues Leben einzuhauchen. Während er dank seiner Erfolge und seiner mitreißenden Art mittlerweile einer der größten Trainer der Welt ist, war bei Großkreutz vor sechs Jahren wohl klar, dass der Höhepunkt seiner Laufbahn bereits hinter ihm lag.
Der gebürtige Dortmunder lebte zwischen 2009 und 2015 seinen Traum. Er durfte für seinen Herzensverein auflaufen, alles geben, Tore schießen und Titel gewinnen. Klopp schätzte ihn als Allzweckwaffe auf dem Platz, aber auch als absolute Identifikationsfigur, quasi als Repräsentant der Kurve auf dem Spielfeld.
Getragen von den erfolgreichen Spielzeiten unter Klopp und seinen begabten Mitspielern Mario Götze, Shinji Kagawa, Robert Lewandowski und Co. war das authentische Kind des Ruhrpotts der richtige Mann zur richtigen Zeit.
Egal, ob davor in Ahlen oder danach bei Galatasaray, Stuttgart, Darmstadt und Uerdingen - Großkreutz blieb immer BVB-Fan. Er wehrte sich dagegen, das entsprechend der Gepflogenheiten des Profi-Daseins zu verbergen.

Klopp wünscht sich Großkreutz zurück in Dortmund

Bei seinem neuen Verein, dem Sechstligisten TuS Bövinghausen, wird er seinen schwarz-gelben Prinzipien treu bleiben. Auf das Gefrotzel mit den Schalke-Anhängern dort freut er sich offensichtlich schon. Wie es abseits des Platzes in Zukunft mit ihm weitergehen wird, will Großkreutz erst einmal auf sich zukommen lassen. Sein ehemailger Trainer hatte im Video aber schon eine Idee parat:
"Es wird Zeit zu den Wurzeln zurückzukehren und deine ganze Erfahrung im Dortmunder Fußball wieder einzubringen", sagte Klopp: "Das ist die Stadt, wo du hingehörst, wo du nie wegwolltest - und ich wünsche dir dafür alles Gute."
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