Leverkusen - FC Bayern: Trotziger Bosz überrascht nach Pleite mit Meister-Aussage
Bayer Leverkusen verpasst mit dem 1:2 (1:1) gegen den FC Bayern München last minute die Tabellenführung zum Jahresende. Trainer Peter Bosz moniert zwei kapitale Abwehrfehler bei den "blöden" Gegentoren durch Robert Lewandowski und hofft auf einen Lerneffekt. Der Niederländer überrascht aber auch mit einer forschen Meisterprognose.
Peter Bosz
Fotocredit: Getty Images
Peter Bosz blickte ein bisschen leer in die Kamera. "Ich kann die Niederlage nicht erklären, aber ich kann es versuchen", sagte der Trainer von Bayer Leverkusen nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern München bedient bei "Sky".
Sein Team hatte sich kurz zuvor mit zwei kapitalen Abwehrfehlern nach Führung noch die Weihnachtsmeisterschaft nehmen lassen. Nach der Führung durch Patrik Schick (14.) sagte Robert Lewandowski bei zwei Bayer-Patzern zweimal Danke (43./90.+3).
"Wenn man die 90 Minuten gesehen hat, dann verdienen wir es nicht, dieses Spiel zu verlieren", sagte Bosz entsprechend trotzig. Zuvor hatte seine Elf den Bayern viel abverlangt. "Es war ein sehr intensives Spiel. Wir haben versucht, mutig zu spielen, sind die Bayern hoch angelaufen. Wir haben 1:0 geführt und haben das Spiel dann durch zwei blöde Tore abgegeben. Das müssen wir noch lernen, dass wir solche Spiele nicht verlieren", meinte der Niederländer.
Die Gegentore konnte der 57-Jährige dennoch nur schwer akzeptieren. Vor allem das 1:2, bei dem Jonathan Tah den Ball an Joshua Kimmich verloren hatte, lag ihm im Magen. "Wir waren mit dem 1:1 zufrieden. Dann müssen wir in der letzten Minute hinten nicht das Risiko eingehen und kurz spielen, sondern den Ball schneller nach vorne bringen", motzte Bosz.
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Bosz sauer: "Haben Niederlage nicht verdient"
Quelle: Perform
Hradecky hadert mit den Fehlern
Schon am 1:1 war Tah beteiligt gewesen – da war der Innenverteidiger mit Torwart Lukas Hradecky zusammengeprallt, so dass der Schlussmann nicht mehr an eine Flanke von Thomas Müller gekommen war.
"Es ist leider so. Die kindischen Fehler haben uns den Punkt oder Sieg gekostet", sagte der finnische Keeper. "Es ist verdammt ärgerlich, aber alles in allem haben wir auf einem Niveau mit den Bayern gespielt und am Ende unverdient verloren."
Auf die Frage, ob er der verpassten Tabellenführung zum Jahresende hinterher trauere, meinte Hradecky jedoch trotzig: "Ich stehe lieber nach 34 Spieltagen oben."
Und auch Bosz erstaunte.
Auf die Frage des "Sky"-Journalisten, wer den Deutscher Meister werde, antwortete der Niederländer durchaus ernst: "Bayer 04 Leverkusen!"
Man müsse aus den begangenen Fehlern lernen, um in solchen Top-Spielen bestehen zu können. "Die Mannschaft hat jetzt acht Tage frei, danach fangen wir wieder an", sagte Bosz und verabschiedete sich als Zweiter in den Weihnachtsurlaub.
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