Gladbach-Star Ginter verteidigt hohe Trainer-Ablösesummen: "Stellenwert schlägt sich nun nieder"

Leipzig-Coach Julian Nagelsmann wechselt im kommenden Sommer für eine vermeintliche Ablöse von 25 Millionen Euro zum FC Bayern München. Eine Summe, die in den vergangenen Tagen die Gemüter in Fußball-Deutschland erhitzte. Gladbach-Star Matthias Ginter nahm exklusiv im Interview mit Eurosport.de Stellung zur Debatte und verteidigte den Rekord-Transfer.

Matthias Ginter (l.) und Noch-Gladbach-Trainer Marco Rose

Fotocredit: Getty Images

"Wenn man sich das gesamte Fußballgeschäft ansieht, ist es schon verwunderlich, dass für Spieler Summen bis in den dreistelligen Millionenbereich aufgerufen werden, Trainer dagegen möglichst für umsonst zu einem neuen Klub kommen sollen. Das ist für mich insofern etwas unverständlich, weil die Coaches nicht nur für die Mannschaft, sondern für den gesamten Verein einen hohen Stellenwert haben, vielleicht sogar mit die wichtigste Person eines Klubs sind", sagte Matthias Ginter im exklusiven Eurosport-Interview.
Der 27-Jährige ergänzte: "Sie stehen schließlich größtenteils für den Erfolg oder Misserfolg eines Klubs. Dementsprechend war es eine Frage der Zeit, bis die Ablösesummen steigen."
Deshalb ist die aktuelle Entwicklung in der Bundesliga, in der Ginters Klub Borussia Mönchengladbach angesichts des Abgangs von Marco Rose und der Verpflichtung von Frankfurt-Trainer Adi Hütter eine entscheidende Rolle spielt, aus Sicht des Nationalspielers folgerichtig. "Trainer hatten schon immer einen hohen Stellenwert und das schlägt sich nun auch in den Ablösesummen nieder", erklärte Ginter.
Im Februar war Gladbach das erste "Opfer" der Trainer-Ablösesummen. Trainer Marco Rose machte von seiner Ausstiegsklausel im Vertrag Gebrauch und teilte dem Verein mit, dass er die Fohlen im Sommer für fünf Millionen Euro Richtung Borussia Dortmund verlassen wird.

Gladbach mischt bei den Trainer-Ablösen mächtig mit

Vor etwas mehr als zwei Wochen nutzte wiederum Gladbach-Sportdirektor Max Eberl eine Ausstiegsklausel im Vertrag von Frankfurt-Trainer Adi Hütter, um den Österreicher von den Hessen loszueisen und ihn als Nachfolger von Rose zu verpflichten. Dafür, dass Hütter ab der kommenden Saison an der Gladbacher Seitenlinie steht, überweist der Klub vom Niederrhein 7,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt.
Vorerst auf die Spitze getrieben wurde das monetär geprägte Trainerkarussell durch den in dieser Woche bekannt gegebenen Wechsel von Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann zum FC Bayern. Medienberichten zufolge zahlt der Rekordmeister rund 25 Millionen Euro an RB Leipzig, damit Nagelsmann im Sommer an die Isar kommt und dort Hans-Dieter Flick ersetzt.
Flick hatte vor knapp zwei Wochen verkündet, dass er die Bayern trotz eines Vertrags bis 2023 bereits in diesem Sommer verlassen möchte. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass der 56-Jährige beim DFB die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw antreten wird, der nach der EM im Sommer zurücktritt.

EXTRA TIME - Der Eurosport-Podcast:

picture

Real Madrid will Eintracht-Star - und bietet Jovic im Tausch

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung