Die Leipziger nahmen die Favoritenrolle an. Sie spielten von Beginn an geradlinig nach vorne und erarbeiteten sich gute Abschlusspositionen, in denen sie vor allem aufgrund des prächtig aufgelegten DSC-Schlussmanns Stefan Ortega den Führungstreffer verpassten.
Die Arminen tauchten in der Anfangsphase nicht erwähnenswert in der Offensive auf, doch mit zunehmender Dauer hatten sie einige zwingende Aktionen im vorderen Drittel. Allerdings verfehlten alle sechs Bielefelder Schüsse in der ersten Halbzeit das Tor von Péter Gulácsi. RasenBallsport schoss vor dem Seitenwechsel hingegen sechsmal (bei elf Versuchen) auf den Kasten.
Die beste Chance im ersten Durchgang ereignete sich wenige Minuten vor dem Pausenpfiff. Kevin Kampl spielte auf Tyler Adams, der direkt in die rechte Sechzehnerhälfte auf Christopher Nkunku weiterleitete. Der Franzose wuchtete nahe dem Fünfereck mit rechts aufs Tor. Ortega lenkte den Ball mit einer Hand an die Latte (43.).
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Gleiches Bild im zweiten Durchgang: Dominante Leipziger drückten in Richtung Arminia-Tor, passive Ostwestfalen fokussierten sich auf die Defensivarbeit.
Es waren nach dem Wiederanpfiff erst wenige Sekunden gespielt, ehe Manuel Prietl den Ball in halbrechter Position an Dani Olmo verlor. Lukas Klostermann war kurz in Aktion, dann landete das Spielgerät wieder beim Spanier, der vertikal zu Nkunku passte. Dieser gab auf Olmo zurück, der rechts in der Box flach vors Tor spielte, wo Kapitän Marcel Sabitzer aus vier Metern unbedrängt zum 1:0 traf (46.).
Nach RasenBallsports hochverdientem Führungstreffer folgte eine Phase mit relativ wenigen Strafraumszenen. Das Tempo war vor allem in der letzten halben Stunde nicht mehr allzu hoch. Leipzig hatte weiterhin alles unter Kontrolle und brachte den knappen Vorsprung ins Ziel. Bielefeld schaffte es auch im zweiten Durchgang kein einziges Mal, aufs Tor zu schießen.

Die Stimmen zum Spiel:

Amos Pieper (Arminia Bielefeld): "Das war heute ein richtiger Abnutzungskampf, weil Leipzig hoch gepresst hat. Wir haben leider nicht so gut in unsere Umschaltmomente gefunden. Aber alle haben alles gegeben, deshalb absolut keinen Vorwurf an irgendjemanden."
Sergio Córdova (Arminia Bielefeld): "Wir haben heute alles versucht, aber hatten auch einen sehr starken Gegner. Das tut gerade weh, aber wenn wir die Einstellung weiter auf den Platz bringen, dann werden wir in den kommenden wichtigen Spielen unsere Punkte holen."
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Es ist nicht einfach, hierherzukommen und zu gewinnen. Die Bielefelder sind sehr gut drauf, standen wie gewohnt sehr tief und haben ordentlich verteidigt. Wir haben es dennoch gut gemacht und uns Lösungen erarbeitet."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Fixpunkt Orban

177 Ballkontakte standen nach dem Schlusspfiff auf der Habenseite von Willi Orbans. So viele konnte zuvor noch kein Leipziger in der laufenden Spielzeit aufweisen. Aus den 177 Ballberührungen entstanden 164 Pässe, 95 Prozent davon kamen beim eigenen Mann an. Defensiv wurde Orban nur selten gefordert, die entscheidenden Zweikämpfe entschied er aber für sich. Aus der Leipziger Startelf ist er derzeit kaum wegzudenken. Der 28-jährige ungarische Nationalspieler stand in dieser Bundesliga-Saison in 22 von 26 möglichen Partien auf dem Rasen. Im diesjährigen Sommer darf er vermutlich versuchen, sein Können bei der Europameisterschaft gegen das DFB-Team unter Beweis zu stellen.

Die Statistik: 9

Arminia Bielefeld kassierte die insgesamt neunte Heimniederlage. So viele setzte es für den Klub in einer Bundesliga-Saison zuvor noch nie.
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