Julian Nagelsmann und seine Kombinationskünstler begaben sich noch in Bremen in wachsame Lauerstellung. Sorgt RB Leipzig doch noch für Spannung im Meisterkampf? "Wir versuchen alle Spiele zu gewinnen", sagte der Trainer der Sachsen nach dem überzeugenden 4:1 (3:0)-Erfolg gegen ein noch lange nicht gerettetes Werder-Team. "Falls nochmal etwas gehen sollte, wollen wir da sein", fügte Verteidiger Willi Orban an.
Nur noch fünf Punkte beträgt der Rückstand des Tabellenzweiten auf Spitzenreiter Bayern München nach dem Patzer des Rekordmeisters gegen Union Berlin. Leipzig ist eine Woche nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen München (0:1) schon wieder in Schlagdistanz und scheint bereit zuzuschnappen, sollte die Unruhe bei den Bayern zu weiteren Reibungsverlusten führen.
Nach dem fünften Liga-Auswärtssieg in Serie und Kostproben gehobener Fußball-Kunst verzichteten Nagelsmann und Co. aber auf die ganz großen Kampfansagen in Richtung der Konkurrenz, der Coach ordnete die Chancen realistisch ein. "Letzte Woche war die Meisterschaft weg, jetzt soll sie wieder da sein", sagte der 33-Jährige: "Ich glaube nach wie vor, dass der Vorsprung sehr groß ist. Das hat Bayern noch nie verspielt in der Historie. Wir haben es nicht in der eigenen Hand."
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Ziel ist es erst einmal, die erfolgreichste Saison der noch kurzen Klubhistorie zu spielen, acht Punkte fehlen RB dafür noch um ihre Spielzeit 2016/17 zu übertreffen. Gleichzeitig setzte RB gegen Werder auch dank Alexander Sörloth ein klares Signal mit Blick auf das anstehende Pokal-Halbfinale am 30. April am selben Ort.

Kohfeldt: "Dürfen keine Panik bekommen"

Nach dem Führungstreffer von Dani Olmo (23.) brachte der bislang nicht immer glückliche Norweger sein Team per Doppelpack (32., 41.) schnell auf Kurs. Den Anschlusstreffer von Milot Rashica per Handelfmeter (61.) konterte der starke Marcel Sabitzer (63.).
"Heute haben wir viele gute Angriffe zu Ende gespielt, das war gegen den FC Bayern zuletzt nicht so", sagte 20-Millionen-Mann Sörloth, der in die Rolle des Torjägers vom Dienst hineinwachsen soll. Ein echter Knipser mit der Quote von Robert Lewandowski oder Erling Haaland fehlt den Leipzigern bislang für die ganz großen Ambitionen.
Von denen können die klar unterlegenen Bremer nur träumen. Werder muss nach der vierten Liga-Niederlage in Serie dringend einen Weg finden, seinen 30 Punkten weitere hinzuzufügen. "Wir haben nie aufgehört, uns mit den unteren Plätzen zu beschäftigen. Aktuell haben wir noch einen stabilen Vorsprung, allerdings auch noch eine schwere Phase vor uns", sagte Trainer Florian Kohfeldt: "Wir dürfen keine Panik bekommen und müssen weitermachen."
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